Thema: WINTER

  1. #1
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    50

    WINTER

    .
    Zunehmend wird es draußen kälter.
    Der Rauhreif zieht schon seine Spur.
    Das Jahr wird wieder etwas älter.
    Die Zeit vergeht, wo bleibt sie nur?

    Manch kalte Nacht stellt sich nun ein,
    lässt Mensch und Tier oft schneller frieren.
    Da mag das traute warme Heim,
    sich schnell als Zuflucht offerieren.

    Der erste Schnee lässt nicht lang warten,
    hält schon sein Hochzeitskleid bereit,
    hüllt ein das Haus, den Wald, den Garten,
    das alles in nur kurzer Zeit.

    Der Winter ist, man kann es sehen,
    ein wahrer Künstler der Natur,
    liegt er erst einmal in den Wehen,
    sagt er uns kurz darauf Bonjour,

    lässt eisige Kristalle wachsen,
    gibt Baum und Strauch ein weiß Gesicht,
    malt den Kontrast zu schwarzen Katzen,
    beleuchtet stets aufs Neu das Licht,

    lässt Wasser auf dem See erkalten,
    dass es bei Last nicht mehr gebricht,
    Da kann manch einer kann sich nicht halten,
    verliert dabei sein Gleichgewicht.

    Alles hat einmal ein Ende,
    so ists auch mit der Winterzeit.
    Der erste Krokus steckt behände
    sein Köpfchen durch das Winterkleid.

    Bald schmilzt das Eis. Der Schnee, er taut.
    Es tut uns in der Seele weh.
    Ob er sich nächstes Jahr noch traut
    und uns beglückt mit neuem Schnee?

    .

    .



    Sie
    Geändert von Alfred Plischka (22.07.2018 um 22:16 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
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    149
    Hallo Alfred Plischka,

    ein Lobgedicht auf die kalte Jahreszeit mit Schnee und Eis, wie sie mal war. Das Gedicht scheint mir logisch aufgebaut und drückt aus, worum es dir geht. Es gibt ein paar hübsche Formulierungen, z. B. "Der (erste?) Krokus steckt behände/sein Köpfchen durch das Winterkleid". Es gibt aber auch ein paar Verse, die das Gedicht nur längen und auf die du verzichten kannst, z. B. "Manch einer kann sich nicht mehr halten/verliert dabei sein Gleichgewicht." Das bringt das Gedicht nicht weiter. Sieh dir mal das Gedicht daraufhin genauer an. Nicht auf das Viele kommt es an, sondern darauf, dass jede Strophe das Gedicht logisch weitertreibt.

    Ein paar Meckereien habe ich aber doch noch auf Lager:

    S1V1 = Trochäus, die folgenden Verse aber sind Jamben. Das haut nicht hin. Da muss dir was einfallen. Das betrifft auch S7V1: "Alles hat einmal ein Ende". Gar nicht gefallen tun mir die Verkürzungen wie "Kält", "ein weiß Gesicht", "lässt auf dem See das NASS erkalten" - das erscheint mir nicht so ganz geschickt.

    Aber im übrigen empfinde ich das Gedicht als eine schöne Arbeit.

    Lb. Gruß, Rumpelstilz

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