Durch Freiheit zur Erkenntnis und Gotterfahrung

Von Tieren wird gesagt, dass sie entsprechend ihrer Natur oder ihrer durch Dressur veränderten Natur instinktmäßig funktionieren (Behaviorismus). In welchem Umfang dies der Fall ist kann nur eine Mutmaßung sein, die auch auf den Menschen angewendet werden kann. Man kann es leicht beobachten, dass Menschen entsprechend ihren Notwendigkeiten oder ihrem erlernten Wissen (Dressur) zwanghaft auf die hierdurch vorbereitete Weise reagieren. Es liegt daran, dass Tiere, sowie auch Menschen nicht nur in ihrer Daseinsform sich bilden und von Umwelt gebildet werden, sondern auch in ihren Denkabläufen und Reaktionen. Dies bewirkt zwanghaftes, richtungsbestimmtes Denken und Handeln, was auch ein hohes Maß an Unfreiheit und Erfahrungseinschränkung bedeutet. Es gibt Betroffene, die dies erkannt haben und eine Befreiung anstreben. Freiheit in diesem Sinne heißt O f f e n h e i t, das sich öffnen für alles (Gott). Es gilt dabei Hindernisse nicht gänzlich abzulehnen, sondern sie als solche zu erkennen, sie zu akzeptieren und in das größere Gesamte mit einzubeziehen und bei Bedarf für Befreiungen zu nutzen. Befreiungshindernisse können in uns selbst oder unserer Umwelt bestehen. In uns selbst könnte es sein:
Eingeschränkte Wahrnehmung und Täuschungen, die natürlichen und erworbenen Bindungen (Wünsche, Bedürfnisse, Notwendigkeiten), sowie Prägungen, starres Wissen und Glauben.
Befreiungshindernisse in unserer Umwelt können sein:
Für uns schädliche Forderungen, richtungsorientierte Täuschungen und Steuerungen, sowie materielle und geistige Zwänge für Interessen, die in der Umwelt verfolgt werden.
Hilfsmittel zur Befreiung sind:
Das infrage stellen von allem, sowie auch das sich versetzen in Umwelt (Bewusstseinserweiterung).
Wer Freiheit und Erkenntnis durch die Offenheit sucht, muss Abschied nehmen von allem Absoluten und Feststehendem. Das ist so, weil alles in Bewegung ist. Nichts ist, wie es ist, sondern wie es geschieht. Alles ist Schwingung und Kreislauf, das bedeutet, es ist relativ (betrachtungsabhängig) und sowohl wie auch nicht. Weise Menschen haben dies mit den Worten gesagt „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, das bedeutet auch, die Wahrheit ist die größte Lüge, sowie die Lüge auch die größte Wahrheit ist. Die Offenheit ist eine Voraussetzung für einen Weg zur Erkenntnis und Weisheit, was auch gleichbedeutend mit Gotteserkenntnis und Gotteserfahrung ist, weil Gott alles, sowie die Weisheit und Wahrheit ist. Wenn man erkennt, das alles einschließlich der Dimensionen, sich erfüllender Geist ist und sich diesen Erkenntnissen öffnet, so bedeutet dies eine Gotteserfahrung durch O f f e n h e i t.