1. #1
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    Des Ahnens voll

    Ach, keine Zeit für Gedichte,
    kein Ort. Und wäre der Himmel
    noch so blau, wären Wälder noch so kühl,
    das Herz noch so erhitzt.

    Der Sommer, der Sommer.
    Die Geister der Wirklichkeit
    erschlagen ihn. Ein Geruch in den Lüften,
    der die Liebe nicht weiß.

    Totenlisten als Stillleben.
    Glück nur Verdrängen von Unglück.
    Und keine Silbe, die den Vers schönt
    unterm Grün der Platanen.

    Den Abend möchte ich sehen,
    der von sich sagt, der Tag war gut.
    Wir, Weltkinder, werden andere.
    Und merken es nicht.

  2. #2
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    Jan 2007
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    Hallo Rumpelstilz!

    Ich komm um dieses Werk nicht drum rum..
    Gestern schon mehrmals gelesen, heute morgen wieder, wieder und wieder betrachtet gelesen darüber sinniert und bleibe immer bei der Frage hängen, liege ich richtig mit meinen Interpretationsgedanken??? Ich kann mir nicht helfen, aber meine Gedanken lehnen sich mehr und mehr hin zum Friedhof, jedoch nimmt mir der Titel die Möglichkeit des klaren denkens, weil dann hätte es ja heißen müssen, der Ahnen voll .. dann schwenken meine Gedanken wieder ab von dem Seelengarten, doch lese ich weiter steck ich wieder mitten drin. Die Totenlisten, die Platanen , all das schlendert mit mir durch die Ahnen die kurz beschrieben auf Stein gemeißelt sind.
    " und keine Silbe die den Vers verschönt unterm Grün der Platanen"
    mein Favoritvers wohl bemerkt..

    Aber vielleicht liest du auch nur eine Zeitung und bist bei der Rubrik " Verstorbene" hängen geblieben...

    Bevor ich mich da jetzt vollends blamiere mit meiner Sinnirerei, lass ich meine Gedanken mal so im Raum stehen;
    Auf alle Fälle bin ich positiv durcheinander , nicht nur wegen meines Unwissens, sondern auch wie du das Ganze Werk in Szene gesetzt hast..
    Die Wortwahl ist es ..

    mfg. Behutsalem
    Mein NeuestesVom Himmel
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