1. #1
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    Hoffnungsschimmer

    Hoffnungsschimmer

    Im Käfig der Hoffnung gefangen,
    dort stillt sie ihr hungriges Kind,
    vor Liebes- und Sehnsuchtsverlangen,
    die tränenden Augen fast blind.

    Er hat ihr die Scheidung versprochen,
    doch bittet um etwas Geduld.
    Sein Sohn ist ein Jahr und vier Wochen,
    der Papa verspürt keine Schuld.

    Er kommt ja den Jungen besuchen
    und legt sich zur Mama ins Bett.
    Wie gern nascht er Krümel vom Kuchen,
    sie machen den Kohl ja nicht fett.

    Sie wartet nach Jahren noch immer,
    wollt nie einen anderen Mann,
    vertraut auf den hoffenden Schimmer,
    an dem sie sich festhalten kann.
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  2. #2
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    Guten Morgen Datschi,

    das ist aber mehr als gelungen;
    Da weiß wohl jemand wie es geht.
    Handwerklich sehr gelung auch die Sprachmelodie perfekt.
    Zum Inhalt... Mistkerl ist mir anfangs in den Sinn gekommen..
    Es gibt tatsächlich Frauen die warten und warten.. eingelullt von Versprächungen die weder Hand noch Fuß haben, aber
    immer wieder ausgesprochen werden; Und Frau vertraut.. traut.. gibt die Hoffnung nicht auf..
    Ich hab mich lediglich gefragt ob die Wartende die Ehefrau oder die Geliebte ist.. Beides schlimm...

    Hab deine Zeilen sehr gerne gelesen..
    mfg. Behutsalem
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  3. #3
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    Hallo Behutsalem,

    herzlichen Dank für Dein Lob.

    Zum Inhalt... Mistkerl ist mir anfangs in den Sinn gekommen.
    Das sehe ich genauso. Ein Mann, der seine Geliebte nur mit „Hinhaltetaktik“ an sich bindet, ist wirklich ein Mistkerl. Das Sprichwort: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ trifft hier wirklich zu.

    Leider sind betroffene Frauen blind vor Liebe. Gute Ratschläge aus der Familie und von Freunden werden falsch definiert und schaffen noch mehr Probleme …

    Liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

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