Thema: Hingabe

  1. #1
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    Sie tanzt nur noch
    und fragt nicht mehr,
    ob ihr Verhalten richtig sei.
    Ein aufgestautes Fühlen strömt
    von innen her, gießt
    Wünsche frei
    in Formen reiner Zärtlichkeit.
    Vor Freude springt sie auf und singt
    das hohe Lied der Lust am Leben.

    Sie denkt nicht mehr,
    lässt es geschehen,
    dass seine Hand
    zartfühlend ihre Schläfe streift,
    nachzeichnet mit dem Finger
    den Schwung der Augenbrauen.
    Zu sich gekommen,
    kann sie gelöst und frei sich fühlen,
    möcht ihn berühren, ihn umfassen,
    die Wärme seines Körpers spüren, möcht
    einzig nur dem einen Augenblick vertrauen.

    Sie spürt in einem Atemzug
    die unverfälschte Form von Glück
    und nimmt das seltene Juwelenstück
    als stilles Lächeln in ihren Alltag mit.
    Geändert von Carolus (20.08.2018 um 21:53 Uhr) Grund: Verbesserung dank der Anregungen von Lilisarah.

  2. #2
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    Hallo Carolus,

    mir gefällt besonders das hier:

    Sie spürt in einem Atemzug
    die unverfälschte Form von Glück
    das bringt es gut auf den Punkt

    Mir gefällt dein Text, kann man mir allerdings gut vorstellen...dass da noch mehr rauszuholen ist. Im Vers libre geschrieben eröffnen sich unendlich viele Möglichkeiten...

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    lieber carolus,

    vieles in deinem gedicht mag ich, aber am schönsten finde ich doch die letzte strophe. pures glück zu spüren, resultierend daraus, dass man sich von konventionen frei macht und einfach mal dem gefühl hingibt, egal, was andere darüber denken und sagen mögen. ja sagen zum "hohen lied der lust am leben". treffender kann man das kaum bezeichnen.

    von der form her ist das gedicht ebenfalls frei gefasst, ab und zu gibt es ein paar reime, mal am ende, mal mittendrin. das passt ja eigentlich ganz gut zum inhalt, trotzdem glaube ich, dass ihm ein wenig mehr struktur gut tun würde. es stellt sich bei mir kein durchgängiger lesefluss ein und das ist es, was mir in dem sonst so schönen gedicht fehlt. man könnte es auch noch etwas straffen, besonders die mittlere strophe.


    liebe grüße
    lilisarah

  4. #4
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    Liebe lilisarah,

    über deine einfühlende Stellungnahme zu Inhalt und Form habe ich mich sehr gefreut.
    Deine Feststellung "es stellt sich bei mir kein durchgängiger lesefluss ein und das ist es, was mir in dem sonst so schönen gedicht fehlt. man könnte es auch noch etwas straffen, besonders die mittlere strophe." finde ich richtig, nur fehlen mir derzeit wegen größerer Renovationsarbeiten am Haus Zeit und Muse, das Gedicht noch einmal gründlich zu überarbeiten. Vielleicht schaffe ich es im September.

    Nichtsdestotrotz ein dickes Dankeschön mit Sympathieschleifchen für dich!

    Lieben Gruß
    Carolus

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