Einst sah ich mich im Spiegel meiner selbst.
Völlig deformiert und unkenntlich,
konnte ich nur die groben Züge erahnen,
die hinter der Fassade des dortigen Seins steckten.

Entfremdet und einsam, frage ich mich:
Wer bin ich?
Wo bin ich?
Welchen Raum will ich einnehmen?
Wo ist mein Anfang und wo mein Ende?
Wie kann ich mich wiederfinden?

Und meine Züge begangen klarer zu werden
und doch war alles in Bewegung.
Noch konnte ich nicht erfassen,
auf was es hinausläuft.

Ich will mich finden …
Das ist doch ein guter Anfang.
Ich habe mich gefunden,
das wäre doch ein gutes Ende …

Und wenn ich dann in den Spiegel blickte,
wäre alles so klar und selbstverständlich.
Scharfe Konturen, abgegrenzt, präzise,
bunt, stimmig, einzigartig.

Niemand könnte dieses Spiegelbild zersplittern,
weil ich ja so genau wüsste, wie ich aussehe.
Es wäre so stabil und unerschütterlich.
Und alle die sich in mir spiegeln,
würden immer nur ihren eigenen Schmerz sehen,
auf der Suche nach sich selbst.