Thema: Frühdust

  1. #1
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    Frühdunst

    Ein grauer Dunst verbirgt das klamme Grauen.
    Im fahlen Licht ragt kahl der Apfelbaum,
    erstarrt und stumm in einem trüben Traum,
    als wäre er aus schwarzem Stein gehauen.

    Ganz fest umschlossen von den Krähenkrallen
    ist das bizarr geschwungene Geäst.
    So heiser, dass es bang erschauern lässt,
    hört man der Raben Krähen grell erschallen.

    Bis dann die Vogelkehlen wieder schweigen,
    und tiefe Stille in den Auen schwebt,
    sich still der Morgen aus den Nebeln hebt,
    wenn Licht und Wärme aus den Schatten steigen.
    Geändert von Galapapa (19.08.2018 um 15:08 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Galapapa,

    warum der Anglizismus Dust im Titel statt Dunst? Erschließt sich mir nicht. Und morgens nichts als "klammes Grauen". Wieder ein dicker Hammer, du scheinst dich auf dicke Hammer spezialisiert zu haben. Und trübe träumt der kahle Apfelbaum. Und das Geäst ahnt man nur noch, weil es von den Krähenkrallen ganz fest umschlossen ist. Seit wann aber krähen Raben? Raben raben, sie krähen nicht. Tut mir leid, dieser Gedichtversuch scheint mir echt danebengegangen zu sein. Schreib ungekünstelt, zieh die Wörter nicht an den Haaren herbei, um das Gedicht zu füllen, dann bist du auch in der Lage, eine Morgenstunde ohne ungewollte Komik zu beschreiben.

    Frdl. Gruß, Rumpelstilz

  3. #3
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    Hallo Rumpelstilz,
    bei einer Kritik, die auf eigenes Besserwissen deutet, sollte man präziser sein. Krähen sind Rabenvögel, die Krähen und Raben gehören einer Familie an. Die kleineren Rabenvögel nennt man Krähen, die größeren Raben. Raben raben? Stimmt, sie krähen nicht. In meinen Ohren krächzen sie - die Krähen übrigens auch.
    Zu Galapapas Gedicht:
    Lieber Galapapa,
    habe lange nichts von Dir gehört. Deshalb. Erst einmal Freude übers Wieder-Lesen.
    Wenn Rumpelstilz Kritik recht harsch rüber kommt - in manchen Sachen gebe ich ihm Recht. "Dust" - vielleicht hast Du nur ein n vergessen?
    Wie macht der Dusr/Dunst das - dieses Verbergen wessen klammen Grauens? "Grelles Krähen" - damit kannst Du nicht ernsthaft das Krächzen von Krähen oder Raben meinen.
    Ich denke, Du wolltest ein poetisch klingendes Gedicht schreiben - aber da hast Du m.E. zuviel Sahne drauf geklekst.
    Liebe Grüße,
    Festival

  4. #4
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    Lieber Festival,
    danke für Deinen Kommentar und für die kritischen Anmerkungen!
    "Dust" war natürlich ein Schreibfehler und soll Dunst heißen. Ich leide an einer fortschreitenden Makuladegeneration und kann deshalb nur noch sehr schwer lesen; solche Fehler passieren mir eben ab und an, ohne dass ich es beim Kontrollieren merke.
    Als etwas dick aufgetragen kann man die Verse sehen, wenn man nicht gerade ein Fan von romantisch düsteren Bildern ist. Was ich versucht habe vor Augen zu führen, das ist eine Morgenszenerie im Nebel. Nebel hat für mich etwas unheimliches, das in seinem Grau immer auch ein Grauen verstecken könnte.
    Raben und Krähen kann ich, ehrlich gesagt, nur sehr schwer bis gar nicht unterscheiden. Das liegt auch daran, dass man in meiner Heimat von klein an zu allen, außer Eichelhäher, Dohle und Elster, immer nur den Begriff "Grabb" (schwäbisch für Rabe) benutzt hat. Die schwarzen Vögel, die es in meinem heimatlichen Umfeld gibt, zeigen mir durch ihren Ruf den vergehenden Sommer an. Sie sammeln sich und dann ist immer wieder dieses gellend schnarrende Kraa, Kraa oder Krää, Krää zu hören. Das richtige Wort dafür ist Krächzen, wie Du sagst, doch ich finde in diesem Ausdruck die Geräusche, die diese Vögel machen, nicht wieder. Deshalb habe ich daraus dieses "grelle Krähen" gmacht.
    Wie auch immer, ich gebe zu, es ist nicht einer meiner besseren Texte und ich mag daran auch nicht mehr herumbasteln. In gewisser Weise ist das alles auch Geschmacksache.
    Ja, ich war lange nicht hier im Forum. Der Grund sind Leute, wie Rumpelstilz, die, aus welchem Grund auch immer, in völlig unangebrachter Weise aggressiv bis hin zu beleidigend über meine Texte herfallen, wobei es nicht um Kritik, sondern ausschließlich um Niedermachen geht. Deshalb habe ich jetzt auch schon wieder keine Lust mehr, hier etwas einzustellen. Wenn ich die Texte von Rumpelstilz anschaue und die Resonanzen darauf, dann kommt in mir der Gedanke auf, es könnte sich auch um von Neid generierte Angriffe handeln. Das muss ich mir nicht antun. Ich stelle meine Texte in Foren ein, weil ich den Menschen, die meine Texte mögen, damit eine Freude machen will.
    Dir, lieber Festival, danke ich für Deine konstruktive Kritik, die ich gerne annehme.
    Liebe Grüße!
    Galapapa

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