1. #1
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    Schattenträume

    Angst einzuschlafen, meine Träume öffnen Türen, die mich zu vergessenen Wesen führen;
    vergangene Welten jenseits der blassen Sterne, viel älter als diese vergängliche Erde.
    Ich kann ihre Gegenwart im Schlaf wieder spüren, Klauen aus Eis, welche mich berühren;
    Und mit einem Sprung überwinden sie die Ferne, die ich bewusst nicht mehr durchquere.
    Und die Schatten greifen nach mir, und ich merke, wie ich mich wieder in der Leere verlier;
    scheiter beim Versuch diese Bilder zu malen, aus Albträumen wurden irgendwann Höllenqualen.

    .

    Ich wache schweißgebadet auf, die Nacht nicht mal halb verstrichen;
    doch die Wesen meiner Träume sind nicht von mir gewichen.
    Funkelnde Augen im Dunkeln, ich spüre ihre Präsenz in greifbarer Nähe;
    doch liege wie gelähmt da, bis ich dann die ersten Sonnenstrahlen sehe.
    Schatten weichen Licht, sie ziehen sich zurück bis zur astronomischen Dämmerung;
    doch ich bin Gefangener der Angst, hinter Gittern aus Dunkelheit als Begrenzung.
    Illusion ist nötig, um die Leere im Innern zu verschleiern

  2. #2
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    hallo nemo

    ich habe viele deiner gedichte gelesen. mir fällt auf,dass in keinem etwas positives steht.
    du bist noch sehr jung um schon so resigniert dein leben zu betrachten.
    (dieses nur,wenn du über dich schreibst)
    es zeugt von einer schweren depression. versuche doch mal etwas licht in dein leben zu bringen.
    du schreibst auch nie eine antwort auf einen kopmmentar.vieleicht würde es dir helfen,
    dich mal mit anderen auszutauschen.

    liebe grüsse margot

    .

  3. #3
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    Du hast recht, ich antworte selten, aber es kommt auch nur gelegentlich eine Reaktion auf meine Texte.
    Generell sind meine Gedichte/Texte, ob auf mich oder ein wahllos gesetztes lyrisches Ich bezogen, meist negativ, oder eher trauriger angesetzt. Ich kann mich mit Themen, die mich wirklich beschäftigen, einfach so am besten auseinander setzen und finde dort auch die Möglichkeit, mich davon ein wenig zu lösen.
    Ich habe seit Jahren mit Depressionen und anderem zu kämpfen, aber dies und meine Gedanken in Texte zu fassen, gibt mir ein wenig Ruhe, so kommt es zu der Themenwahl und dem Eindruck, den eben diese Texte meist hinterlassen.
    Ich danke dir auf jeden Fall für deine netten Worte, und hoffe sehr, dass dir die Antwort ein wenig Klarheit gebracht hat.

    Adieu, Nemo
    Geändert von 'nemo' (30.08.2018 um 13:49 Uhr) Grund:
    Illusion ist nötig, um die Leere im Innern zu verschleiern

  4. #4
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    hallo lieber nemo

    ich hatte garnicht mit einer antwort von dir gerechnet,daher freut es mich eine bekommen zu haben.
    was du über deine gefühle schreibst habe ich schon vermutet. ich kenne die anzeichen.
    ich habe jahrzente mit einem depressieven mann gelebt,der sich vor jahren das leben nahm.
    das deine texte wenig kommentiert werden,liegt daran,das viele mit diesem thema nicht so gut umgehen können.
    was man auch verstehen kann, man kann sich nicht so hineinversetzen,wenn man es nicht kennt.
    das texte trozdem gelesen werden,sieht man an den hits die man bekommt.

    ich würde mich freuen irgendgwann mal ein gedicht oder ein haiku von dir zu lesen,in dem ein kleiner
    hoffnungsschimmer drin vorkommt.
    ich behalte deine texte im auge...

    liebe grüsse margot
    .

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