1. #1
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    Wo der Wind mich hinträgt...
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    Stadt bei Nacht

    Die große Stadt wird langsam leise,
    Wege liegen still und leer
    und lassen eine tiefe Schneise
    dort, wo sonst ein Lichtermeer.

    Schon bald, da ruht der ganze Hafen,
    Frieden senkt sich übers Land
    und wartet bis die Seelen schlafen,
    die wie Wind im weißen Sand.

    Da, fern von all dem Sturm der Zeiten
    treiben sie und treiben fort
    bis Wellen sie ins Morgen reiten,
    Nacht für Nacht am selben Ort.

  2. #2
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    Hallo Poeia;

    Auch dieses Werk von dir mag mir gefallen;
    Was hältst du davon im S3V3 anstatt reiten, gleiten zu schreiben?
    Ich möchte nicht sagen, dass das Wort " reiten " schlecht wäre, um Gottes Willen nein,
    du beziehst es sicher auf das Wellen reiten;
    Das " gleiten" würde sich im Zusammenhang mit der Nacht und ins hineingleiten in den Morgen harmonischer einfügen;
    Ist nur eine Idee, ein Gedanke;

    mfg. Behutsalem
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  3. #3
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    Hallo Poeia,
    ein schönes Gedicht, sanft, ruhig, friedlich, erinnert mich an Eichendorff hier und da: Nacht, Natur, Seele; "treiben sie und treiben fort" - "träumen fort und fort".
    Kleine Anmerkungen: Die Kopula weglassen kann man schon mal machen, ja, aber zweimal an der selben Stelle des Satzes und der Strophe? Das klingt abrupt, stockend, lückenhaft, beim zweiten Mal schlechter als beim ersten.
    Das zweite, was du wiederholst, das "da", stockt auch. Der Satz fängt an mit "Schon bald", stockt, und fängt nochmal an; zum Beispiel "In Bälde ruht der ganze Hafen" würde besser fließen. Oder das erste lassen und aus "Da Komma fern" etwas, das nicht gleich nach dem ersten Wort abstoppt, machen. Kriegst du hin.
    Vor bis kommt ein Komma.

    Obstipui steteruntque comae et vox faucibus haesit
    Vergil: Aeneis III, 48

    Ich erstarrte, meine Haare standen zu Berge.
    Und die Stimme blieb stecken mir im Hals.

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