Thema: Frei

  1. #1
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    Frei

    Ich öffne meine Schwingen
    versuche mich in ersten zaghaften Flügelschlägen
    in ein Leben ohne dich.
    Habe noch Angst vor den Möglichkeiten,
    die sich mir bieten.

    Ich sehe die Schönheit der Natur,
    die ich vorher mit meinen engen Blick
    nicht sehen konnte.
    Verspüre eine unbändige Neugierde,
    auf alles, was das Leben für mich bereit hält.

    Ich sprenge meine Grenzen,
    die mich immer nur am Boden kleben ließen
    und fühle die Leichtigkeit des Fliegens.
    Vertraue mich dem Leben und der Fügung an,
    so dass mich die Strömungen der Luft
    in das Land meiner Träume wehen.

    Ich bin bereit für alles Neue,
    lerne täglich interessantes über mich
    und lüfte den Schleier, der das Verborgende frei gibt.
    Meine Schwingen haben so viel Kraft,
    dass selbst der entfernteste oder höchste Punkt
    für mich kein Hindernis ist.

    Ich fühl mich so losgelöst,
    dass alles was ich je gelernt habe,
    eine neue Dimension erhält.
    Wohin mich meine Flügel tragen,
    weiß ich nicht,
    aber macht mich so lebendig.
    Geändert von Unbekannt37 (30.08.2018 um 18:49 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Unbekannt37,

    ohne mich jetzt durch den ganzen Text zu ackern - und dich womöglich zu langweilen - will ich dir anhand der ersten Zeilen verdeutlichen, dass weniger manchmal mehr ist.

    Ich öffne meine Schwingen
    und tue die ersten zaghaften Flügelschläge
    in mein neues Leben, ohne dich.
    Habe noch Angst vor den unendlichen Möglichkeiten
    zu fliegen, wohin mich meine Flügel tragen
    und zu landen, wo es mir beliebt.
    tue ist in diesem Kontext Umgangssprache und wenig lyrisch. Es macht einen Unterschied ob ich sage "Du tust mir gut"...oder "Ich tue die Schuhe in den Schuhschrank" Im Kontext von "Du tust mir gut" hat tuen nichts micht machen zu tun, sondern steht für " Du sorgst dafür, dass es mir gutgeht"

    Und jetzt zum weniger ist mehr:

    Ich öffene meine Schwingen,
    versuche mich in ersten, zaghaften Flügelschlägen,
    für ein Leben ohne dich.
    Habe Angst vor den Möglichkeiten,
    die sich mir offenbaren.


    Dies auf die Schnelle...als kleine Inspiration für dich. Musst Du so nicht schreiben...sollst deine eigenen Formulierungen dafür finden...aber vor allem das "Prinzip" verstehen lernen.

    Statt "versuche" könntest Du z.B. auch "übe" und statt "offenbaren" "bieten" schreiben. Das sind alles lyrische Begriffe...die deinen Text automatisch aufwerten. Im umgekehrten Fall hättest Du statt ein überhöhtes "beliebt" ein einfaches "gefällt" wählen sollen.

    Gruß, A.D.

  3. #3
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    Hallo A.D.,

    sicher hast du Recht. Ich verstehe was du meinst. Danke für deine Hilfe.

    LG
    Karina

  4. #4
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    Moin Unbekannt37,

    insgesamt recht redundant, wie ich finde. Viele inhaltliche Wiederholungen.
    Eventuell könnte man mit weniger Zeilen, die Aussage spitzer kriegen?!

    Womit wir bei der "Pointe" wären. Der letzten Strophe. Die haut nämlich erst richtig rein, wenn sie etwas Neues dazu addiert, überrascht oder die Leseerwartung überproportional übertrifft. Weißt du, was ich meine? im Grunde weiß man nach Strophe 2,5 alles, was da noch kommt.

    Kurz kleinlich: die letzte Zeile ist nicht vollständig
    Bzw. fehlt es der letzten Strophe an grammatikalischer Richtigkeit. Wo du sie einbaust, bleibt ja dir überlassen.
    Liebe Grüße,
    die Taubenfeder.

    ---
    Wenn eine Feder richtig geschnitten wird, ist es egal von welchem Tier sie stammt.
    ---

  5. #5
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    Hier muss nichts, hier kann vielleicht. Und in der Richtung bereicherst du die Szene mit einer Note Unabhängigkeit und Spaß am ausgiebigen Schildern auch ohne dass du weißt wie genau herum sich der Stift in uns wirklich dreht. Denn Grenzen und Dimensionen kennen doch nur Kritiker.
    Interessante Schlenker so für sich genommen.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

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