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  1. #91
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    @ all, wer glaubt, wird selig. lg W.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  2. #92
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    Hallo zusammen,

    in Absprache mit Anjulaenga habe ich nun den ganzen Faden hierher verschoben, wo die allgemeinen Diskussionen hingehören. Die Gedichterubriken sind der Textarbeit vorbehalten! Schade, dass zur Gestaltung nichts angemerkt wurde. Wenn man die Kommentare liest, merkt man noch nicht mal, dass hier ein Gedicht eingestellt wurde. Für den bloßen Meinungsaustausch zu ein, zwei Stichworten hätte auch die Überschrift gereicht. Tut mir leid für Dich, Anju!

    LG Claudi

  3. #93
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    Liebe Claudi,

    das muss dir für mich überhaupt nicht leid tun. Es hängt ja im Grunde nichts dran und tut mir auch nicht weh. Schade wäre es für die gesamte Auseinandersetzung nur gewesen, wenn du den Schalter früher schon umgelegt hättest, und damit den Wind aus den Segeln genommen hättest. Mir war es schon sehr wichtig, die Stellungnahmen z.B. von Hans Plonka oder Toller Hecht zu lesen, und damit eine Vorstellung zu bekommen, wie sie sich inhaltlich mit dem Thema beschäftigen. In der Beurteilung von Textarbeit gehen wir beide nunmal auseinander, wie ich ich es in Antwort #66 versucht habe darzulegen. In Form oder Satzbau ist dieser Text sicherlich nicht sonderlich ergiebig. Die Textvorgabe war aber schon eine latente Meinungsbekundung, und im Grunde muss die inhaltliche Auseinandersetzung mit solch einem Text im wesentlichen wieder zu einer latenten Meinungsbekundung werden. Man geht mit dem Inhalt d'accord oder nicht. Nur auf der deskriptiven Ebene bleiben zu wollen, und dieses ausschließlich als inhaltliche Textarbeit zu akzeptieren, erscheint mir solchen Fällen absurd und langweilig.
    lieben Gruß, A.

  4. #94
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    Liebe/r Anju,

    Nur auf der deskriptiven Ebene bleiben zu wollen, erscheint mir solchen Fällen absurd und langweilig.
    klar, ich habe nicht den Eindruck, Dich in irgendeinem Punkt nicht verstanden zu haben. Natürlich ging es hier in erster Linie um die inhaltliche Auseinandersetzung, die ich auch für sehr wichtig halte. Das Schlusswort als Mod galt vor allem den Kommentatoren. Meine Usermeinung dazu: Mit nur einem Funken Grips ist es ohne weiteres möglich, eine lebendige Diskussion über mehrere Seiten in Gang zu halten, ohne auch nur ein einziges Mal den Pflichtteil zu vergessen. Ein Satz zum Gedicht pro Beitrag hätte als Textarbeit ausgereicht, und ist als kleines Zeichen der Wertschätzung für den Autor wohl nicht zu viel verlangt. Wir Mods sind da wirklich sehr großzügig! Und wenn zwischendurch mal gespammt wird, gehen wir auch nicht sofort dazwischen, solange danach auch wieder einer mit Grips postet. Aber gegen kollektive Ignoranz bin ich machtlos.

    LG Claudi
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  5. #95
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    Hallo Anjulaenga,

    Du willst etwas sagen, einen Standpunkt beziehen, was ich gut finde. Chemnitz sollte uns alle aus dem Schlaf gerissen haben. Aber schlimm der Vers: "Steh auf, wenn du ein Deutscher bist!" Erinnert fatal an "Deutschland erwache". Ich weiss, du spielst auf die Wagenknechts Macron-Kopie an. Aber doch nicht so.

    Aber mal was anderes: Es ist kein Gedicht, es ist Prosa, in die Gedichtzwangsjacke gepresst. Auch ein politisches Gedicht bleibt immer noch ein Gedicht mit all seinen Merkmalen. Und wenn du den "Deutschen" ansprichst, finde ich das unglücklich. Besser wäre gewesen, du hättest z. B. einen Sven Obermeier angesprochen, dann wäre das konkreter. Mir ist das alles zu dick, zu allgemein-konkret und zu ungeschickt, um wirken zu können. Und vor allem: Es ist kein Gedicht. Gerade politische Gedichte sollte man bei all seiner Empörung nicht im ersten Anlauf schreiben.

    Lb. Gruß, Rumpelstilz

  6. #96
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    Hallo Rumpelstilz,

    Es ist kein Gedicht, es ist Prosa,
    wie wäre es mit: strukturiertes Prosagedicht? Ich habs ja, ehrlich gesagt, auch mehr mit rhythmischer Gestaltung und Versformen. Bin wirklich keine Expertin auf dem Gebiet der Prosalyrik, sehe aber in der verdichteten Form und dem Zusammenwirken von äußerer und innerer Struktur deutlichere Merkmale eines Gedichts als z.B. bei diesem Text. Von "hineinpressen" kann nach meinem Empfinden aber wirklich nicht die Rede sein. Inhalt und Form gehen hier für mich eine perfekte Symbiose ein.

    Ich fänds schön, wenn Aron, Jaz oder Okotadia (am liebsten alle drei) etwas mehr dazu sagen könnten.

    Was mich nebenbei interessieren würde: Wie bist Du auf diesen Faden gestoßen? Über die Aktivitätenleiste? Oder hast Du gezielt das Diskussionsforum angesteuert? Ich frage, weil Anjulaenga ja befürchtete, die Diskussion würde im Wohnzimmer zu wenig beachtet. Bei Usern, die nicht so häufig ins Forum kommen, kann ich mir das auch durchaus vorstellen.

    LG Claudi
    Geändert von Claudi. (29.09.2018 um 15:02 Uhr)
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  7. #97
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    Liebes Rumpelstilz,

    nenne es meinetwegen prosaische Lyrik, oder Prosa, es würde für die Intention und für den Inhalt des ,,Gedichtes" keinen Unterschied machen. Die Verdichtung des Themas wurde zumindest angestrebt.

    ...Steh auf, wenn du ein Deutscher bist...

    ist ja interessant, wie deine Assoziationsketten verschaltet sind. Sahra Wagenknecht wird vermutlich eher die internationale Verbindung im Auge haben, wenn sie eine Aufbruchsbewegung in Gang setzen will. Der Begriff des Deutschen wird in ihrer Rhetorik von untergeordneter Bedeutung sein. Für diesen wird sie vermutlich nur bei einer Kritik am konservativen Lager Verwendung finden. Hinter ,,En Marche" ( Macron ) steht zumindest eine europäische Vision. Nationaler war da wohl der Aufruf von Willi Brandt gedacht: ,, mehr Demokratie wagen!" - Nein, auf ein bestimmtes politisches Lager hatte ich gar nicht angespielt.
    Ich hatte diesen Ausspruch eher sportlich gesehen und ihn dem Schlachtruf schalker Fußballfans nachempfunden.
    Original: ,,Steh auf, wenn du ein Schalker bist!"
    Lyrischer wissen es die Toten Hosen zu besingen: ,,Steh auf, wenn du am Boden liegst!" ...
    ,,Wenn du ein wahrer Deutscher bist, dann solltest du aufstehen, und dich z.B. für Gastfreundschaft, Toleranz, Offenheit oder was weiß ich auch immer einsetzen" so hätte ich es vielleicht formuliert, ohne zu wissen, ob solches wirklich deutsche Wesensinhalte sind. In der letzten Zeilen hatte ich zumindest mit dem Aufruf zum Aufbruch auf die legendäre deutsche Ingenieurskunst angespielt. Egal wie! Die Besetzung des Begriffes deutsch muss sich im Sprachgebrauch verändern, und darf nicht unkritisch als verbrämter Begriff einer selbstverliebten Gruppe überlassen, von ihr besetzt oder gar von ihr übernommen werden.
    Keiner kann für sich ein inhaltliches Alleinvertretungsrecht deutscher Werte beanspruchen. Das Begriffs- Monopol durch eine ultrarechte Szene ist unakzeptabel.
    Emotional komme ich sehr gut ohne Blut und Boden- Definitionen zurecht, wenn ich an ,,deutsch", ,,Deutschtum" oder ,,deutsche Werte" denke. Oftmals wollen sich mir dahinter Klischees, Vorurteile und von außen aufgestülpte Bilder offenbaren, je nachdem, wer diese Begriffe verwendet. Da lasse ich diese Begriffe eher weg. Sie polarisieren unnötig, und senden falsche Signale. Der Begriff des peinlichen Nazis als Synonym für Deutschsein scheint auch längst noch nicht ausgestorben. Da reichen schon wenige Idioten in Chemnitz, um das Bild des hässlichen Deutschen in der Welt immer wieder auferstehen zu lassen.
    Bei der Diskussion in diesem Faden konnte mich der inhaltliche Umgang mit dem Begriff ,,deutsch" nicht wirklich überzeugen. Außer inhaltsloser Wichtigtuerei und Dummtümelei wollte da nicht viel bei mir angekommen.
    Aber auch die bloße Aussparung der begrifflichen Emotionalität ist ein Problem, da sie ein Vakuum erzeugt und sich Deutschtümler auf den Plan gerufen fühlen.
    Eine gute, in die Türkei ausgewanderte Freundin von mir berichtete: ,,Noch nie zuvor habe ich mich so deutsch gefühlt." Dieses starke deutsche Heimat- und Identitätsgefühl habe ich bei ihr zuvor noch nie gekannt.

    L.G.A.

  8. #98
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    Zitat Zitat von Anjulaenga Beitrag anzeigen
    ...Der Begriff des peinlichen Nazis als Synonym für Deutschsein scheint auch längst noch nicht ausgestorben. Da reichen schon wenige Idioten in Chemnitz, um das Bild des hässlichen Deutschen in der Welt immer wieder auferstehen zu lassen...
    Und ohne diesen Idioten wird es auch, leider, nichts ändern. Und dagegen kann kein Deutscher, bzw. keine Deutsche etwas tun, sogar niemand auf der Welt!

    Wer ist der berühmteste Vertreter der Mongolen? Richtig, der Dschingis Khan! Der Franzosen? Selbstverständlich, der Napoleon, und von der Russischen Geschichte kennen wir kaum einen außer Stalin. Die Amerikaner haben es leichter: uns fällt zuerst nur ihr amtierender Präsident ein. Mehr Glück haben Engländer und Spanier – da wird einer eher an Shakespare und Don Quijote denken. Und die glücklichsten sind die Tschechen mit ihrem braven Soldaten Schwejk.

    Und wer ist, und noch sehr viele Jahrhunderte bleibt der berühmteste Vertreter Deutschlands in der Welt?
    Goethe, Dürer, Koch oder Einstein? Natürlich nicht! Der, mit dem Schnurrbart, bleibt für uns die ewige Bürde.
    Geändert von cuellar (30.10.2018 um 19:37 Uhr)

  9. #99
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    Liebe/r cuellar,

    und wer ist der berühmteste Deutsche mit dem Schnurrbart? Richtig, ein Österreicher! L.G.A.

  10. #100
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    Stimmt, lieber Anjualaenga, trotzdem wissen das wenige, nämlich nur wir, die Deutschen.
    Und wenn es direkt um den berühmtesten Österreicher gehen würde, würden Peruaner, Inder und Russen wahrscheinlich nicht einig sein: ob er W. Mozart, J. Strauß, oder doch der brave Soldat Schwejk heißt.
    Geändert von cuellar (23.11.2018 um 13:55 Uhr)

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