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  1. #1
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    Deutsche raus!

    Hallo Deutscher, wer bist du?
    Aus dir heraus quillt die Sprache
    von Völkerwanderern und von deinen Eroberern.
    Du gebierst die Kinder und Kindeskinder deiner Feinde,
    hast die größte Messlatte weit und breit,
    und lebst mit der Dauerangst vor fremden Schwänzen.

    Hallo Deutscher, bist du denn schon groß ?
    Du stolzierst als Ahnherr und Erbe
    deiner berühmten Söhne und Töchter
    durch die glanzvollen und unrühmlichen Kleingärten deiner
    bewegten Geschichte, wo du dich aufführst wie ein Aufgeklärter,
    wo du dich mit deinen Lichtgestalten sonnst und in Frieden ruhst.

    Hallo Deutscher, kommst du etwa wieder in die Pflegeljahre?
    Pünktlich stehst du in kürzester Zeit bereit,
    hast gerade pflichtbewusst und obszessiv
    deine Vergangenheit aufgearbeitet
    und trittst in herdenartiger Vermassung als Mob auf den Straßen
    dem anderen Deutschen ans eigene deutsche Schienbein.

    Hallo Deutscher, bist du ein Deutscher?
    Ich vernehme nur noch ein undeutliches Gegröle.
    War das gerade nicht unser ehemaliges Deutschlandlied?
    Dabei hast du den Anschluss
    an deine eigene Vergangenheit
    doch schon längst verloren.

    Steh auf, wenn du ein Deutscher bist!
    Riskiere ruhig mal einen Blick ohne Eitelkeiten
    in deinen verblassten Spiegel. Geh raus, in die Welt!
    Klopfe freundlich an, um dich anzubieten,
    diese Welt von morgen mitzugestalten.
    Konstruiere und erfinde sie uns einfach neu.
    Geändert von Anjulaenga (03.09.2018 um 11:33 Uhr)

  2. #2
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    Liebe Anjulaenga,

    Wir erleben zurzeit einen Niedergang des Deutschtums. Die deutsche Politik sollte etwas dagegen tun oder ist sie vielleicht keine deutsche Politik? Es gibt immer noch große herausragende deutsche Geister (z.B. Eugen Drewermann). Leider sind viele davon nicht mehr in Deutschland und andere Länder schmücken sich damit, so wie wir uns mit manchen eingewanderten Mitbürgern schmücken. Vielleicht ist dies der Trend der NWO. Dazu frage ich mich, ist es auch der demokratische Wille hierbei allen Ländern als Beispiel voranzugehen?

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Schon sehr verführerisch Ironie ernst zu nehmen und politisch die Seiten nach Belieben mal zu tabuisieren und mal zu favorisieren. Je nachdem wie der wind weht der daher kommt wo sonst die Stille eingekehrt wäre, die anscheinend niemand mehr braucht. weder Zu- noch Abgang.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Wir erleben zurzeit einen Niedergang des Deutschtums
    Wäre das denn so schlimm?? Was hat das "Deutschtum" der Welt denn gebracht, außer dem Untergang des Römischen Reiches, der Atombombe, Chemie- und Biowaffen, Raketenantrieben, luftverpestenden Verbrennungsmotoren, düsteren Philosophen, Kommunismus, Genozid, Till Schweiger usw... Vielleicht wäre es wirklich besser so...

    Ich weiß selbst nicht, ob das jetzt ironisch war oder nicht...

    LG
    k

  5. #5
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    Liebe klaatu,

    Ich wundere mich immer wieder wie Deutsche die Deutschen im Vergleich der Völker als Minderwertiger darstellen und negatives hervorheben statt das Positive. Dies ist doch Selbsthass und krank.

    Das Römische Reich war ein Imperium, das andere Völker unterjochte und ausbeutete. Seinen Untergang sehe ich als etwas Positives.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (07.09.2018 um 18:32 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #6
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    Endlich kann man wieder frisch von der Leber weg Werbung für die Tümer machen:
    Schweiztum! Liechtensteintum! Andorratum! Saudumm!

    Gute Nacht!
    KP
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  7. #7
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    Lieber Hans,

    was meinst du mit Deutschtum? L.G.A.


    Lieber Terrorist,

    bei einer vielseitigen Gesellschaft, wie die einer pluralistischen Demokratie, stellt die notwendige Toleranz eine Herausforderung mit einem hohen Anspruch dar, wenn die Gesellschaft sich nicht spalten lassen will. Dies ist aber mEa. keine Beliebigkeit. L.G.A.


    Liebe/r klaatu,

    danke für deinen Kom. L.G.A.


    Lieber praetorius, guten Tag!

    danke für deinen wertvollen Werbeblock zu den Tümern aus Schweizer Sicht. Nicht zu vergessen wären da ja auch noch dein Einfallsreichtum, Geburtsdatum, Praetoritum, Irrtum, Skrotum, Rektum usw.,usw. L.G.A.

  8. #8
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    Liebe Anjulaenga,

    mit Deutschtum meine ich
    das deutsche Vereinswesen, Festlichkeiten, Veranstaltungen, Ordnung, Zuverlässigkeit, Qualität,
    die deutsche Sprache, Freiheit in Meinung, Glauben, Reisen und Konsum von Waren und Information, Tolleranz, Gleichheit in der Rechtssicherheit, Demokratie, Anspruch auf körperlich Unversehrtheit, soziale Institute und Gemeinschaften, Grundgesetz usw.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (08.09.2018 um 19:32 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  9. #9
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    Lieber Hans,

    Tolleranz und die zuverlässige Qualität der deutschen Sprache wären für mich ebenfalls die einzigen Erkennungsmerkmale von ganz tollen Deutschen, da bin ich ganz bei dir.
    Wenn auf der anderen Seite der Pöbel durch die Straßen zieht und prügelnd die deutsche Ordnung verteidigt, während die anderen Deutschen sich wiederum um das tolerante Bild der Deutschen sorgen, dann bin ich eher verwirrt, und frage mich, wer von den beiden nun deutscher ist. Wenn ich darüberhinaus das Konsumverhalten der Schnäppchenjäger an Wühltischen sehe, oder die Grundgesetz- Unwissenheit verspüre, während sie mit Handtüchern die Liegen verteidigen, dann will bei mir sogar manchmal ein Hauch von Fremdschämen aufkommen.
    Bis auf die deutschen Vereine dürften bei deiner Aufzählung Schweizer und Österreicher das Deutschtum ebenfalls ganz für sich verbuchen. Und ich höre schon andere Länder, die in einzelnen Punkten für sich beanspruchen, weit aus ,,deutschtümer" als das Deutschtum zu sein. Irgendwas muss ja am Klischees dran sein, sonst würde es sich nicht so hartnäckig halten. Körperlich unversehrt bleiben bei freier Meinungsäußerung und eigener Glaubensfreiheit will übrigens die gesamte Menschheit. Sie träumt wohl heimlich davon, ein bisschen typisch deutsch sein zu wollen.
    Humorlos soll er ja auch noch sein, der Deutsche, aber da kann ich ja nur drüber lachen. L.G.A.

  10. #10
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    Liebe Anjulaenga,

    das Deutschtum und die deutsche Kultur endet nicht an den Grenzen der BRD. Vieles davon finden wir auch in andern Ländern. In kleinen Gruppen wird es sicher auch noch z.B. in den USA, Kanada oder Australien gepflegt. Alle deutschsprachigen Gebiete sind in vielem auch mit dem Deutschtum verbunden, sodass innerhalb dieser Gebiete ein Wechsel des Lebensraumes für Betroffene die wenigsten Probleme macht. Je größer die Unterschiede, desto schwieriger ist die erforderliche Anpassung.


    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  11. #11
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    Irrtümer sind Deutschtümer, welche in qualitativ minderwertigen Ländern diasporieren.
    Danke, Anjulaenga, für diese definitorische Klarstellung

  12. #12
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    Und die Vermeidung von Klarheit ist wohl sehr global veranlagt weil sonst könnte ja deutsch sein ein zu luxuriöser Charakterzüge sein anstatt nur Politik voraussetzung. Denn alles ist in uns solange wir nicht wissen warum.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  13. #13
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    Lieber Hans,

    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen

    das Deutschtum und die deutsche Kultur endet nicht an den Grenzen der BRD. Vieles davon finden wir auch in andern Ländern. In kleinen Gruppen wird es sicher auch noch z.B. in den USA, Kanada oder Australien gepflegt. Alle deutschsprachigen Gebiete sind in vielem auch mit dem Deutschtum verbunden, sodass innerhalb dieser Gebiete ein Wechsel des Lebensraumes für Betroffene die wenigsten Probleme macht. Je größer die Unterschiede, desto schwieriger ist die erforderliche Anpassung.


    LG Hans
    Der Versuch den Wortinhalt von ,,Deutschtum" in aller Abgrenzung zu erfassen, erscheint mir zunehmend absurd und anachronistisch, besonders, wenn man sich darauf beruft, und sein Handeln begründen wollte . Würde deine Vorstellung von Deutschtum untergehen, wenn sich hier die Verfassung ändert? Oder andersherum, ist Deutschtum durch die Verfassung festgelegt? Und welche Unterschiede und Schwierigkeiten meinst du? Sprachlich, Hautfarbe, Kultur, Religion? Südamerika diente immerhin strategisch als ein angemessenes Rückzugsgebiet für die arische Rasse. Bei der Reise- und Ausbreitungstendenz, welches für dich ein ,,Deutschtum" Merkmal ist, wird nicht nach Unterschieden gefragt, sondern ,,Deutschtum" kann sie locker überwinden. Z.B. In China, Südwest Afrika und auf den exotischsten Inseln leben Menschen mit ordentlich ,,Deutschtum" im Blut. Etwa 10 % der Brasilianer und 4% der Chilenen haben heute deutsche Vorfahren.
    Umgekehrt ließe sich in Deutschland ein flächendeckendes Bild mit Migrationshintergrund zeichnen, welches sich mit den Stammbäumen weit in die Frühzeit bis zum Affen zurückführen ließe, und den kann ich sogar manchmal bei einigen Deutschtümlern feststellen, L.G.A.

    Lieber kaspar praetorius

    vielen lieben Dank für den Gastbeitrag aus der deutschen Schweiz , L.G.A.

    Lieber Terrorist,

    ja, das sehe ich genauso L.G.A.
    Geändert von Anjulaenga (10.09.2018 um 12:41 Uhr)

  14. #14
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    Lieber Terrorist, liebe Anjulaenga,

    die Sichtweise für Kultur oder Volkstum unterscheidet sich auch je nach Interessen, Intellekt oder sozialem Status darüber hinaus sind Gebietsgrenzen fließend. Durch Glauben werden Sitten und Gebräuche und somit auch das Volkstum stark beeinflusst. Für ein angenehmes Leben ist es gut, wenn das Volkstum nicht durchmischt wird. Menschen fühlen sich immer wohler, wenn sie sich in ihrer traditiionell vertrauten Umgebung befinden.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (10.09.2018 um 19:50 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  15. #15
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    Lieber Anjulaenga,

    Irgendwie erinnert mich das an Tucholsky, ähnlich klarsichtig und die deutschen "Seele" sezierend.

    Im übrigen bewundere ich deine Geduld mit Plonka. Hast du eine Ausbildung dafür, wie man mit solchen Problemfällen kommuniziert? Es ist ja ein nettes Schauspiel für uns gelangweilte User, aber letztlich nur eine Bühne für dich und die zweifelhafte Narretei von Plonka. Ob Letzteres so erstrebenswert ist, weiß ich nicht. Jedenfalls seid ihr als Duo aber dennoch unterhaltsamer als Karg und Walther, was ausschließlich an dir liegt.


    Lieben Gruß
    albaa
    edit: Heißt das bewusst "Pflegeljahre"?

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