komm, dunkle nacht, und schenk mir schlaf.
birg mich sanft in deiner hand.
laß mir eine frist zum träumen,
nimm mir bis morgen den verstand.

zeig mir, wie das leben sein kann,
jenseits von des tages licht,
weit entfernt von allem drangsal.
schnell, bevor das herz mir bricht.

so sehr sehn ich mich nach ruhe
wie nur du sie geben kannst.
für eine nacht will ich erleben,
wie alles in mir singt und tanzt.

laß mich frei und glücklich sein,
laß mich nur noch einmal lieben,
bis du leise weiterziehst,
von der dämmerung vertrieben.

bald darauf werd ich erwachen,
und alles wird wie immer sein.
ich: ein fremder unter gleichen.
mittendrin und doch: allein.

trotzdem bin ich froh gestimmt,
wissend, was mich lächeln macht:
nicht des tages wilde hetze,
sondern ganz allein: die nacht.