1. #1
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    Verrückte Situation


    Verrückte Situation


    Schau nicht zur Frau mit ihrer Büste,
    Auch nicht auf Knie, in die Augen,
    Schau in New York zur Freiheitsbüste,
    Dazu kann Haftung dann noch taugen.

    Alles will man doch dort verbieten,
    Was nur den Hauch von Trieb, Sexismus,
    Sollte im Klemmstall Zimmer mieten –
    Ganz ohne Sehnsucht und Genuss!

    Natürlich darf kein Mann mehr asen,
    Die Frau will ernst genommen sein.
    Doch wo Geschlechter sich nur hassen,
    Wird alle Not nur noch gemein.

    Trägt denn nicht die Geschlechtergunst
    Zur unserer Lebensfreude bei,
    Damit bei uns die Liebeskunst
    Ein Ziel des ganzen Lebens sei?

    Es gilt den Affen zu besiegen,
    Doch auch die Liebe zu erhalten:
    Wo die Geschlechterängste siegen,
    Können nur noch Gerichte walten.

    Von dem Begehren abgerückt
    Wendet sich Mann dem Manne zu,
    Denn nur, wo Triebkunst ihn verzückt,
    Geht seine Lust auf leisem Schuh.

    Je mehr wir uns zum Affen machen
    Und gegen alle Triebe stehen,
    Desto mehr werden Huren lachen
    Und nach dem nächsten Kunden sehen.


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

  2. #2
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    Hallo Dr.Karg

    Von dem Begehren abgerückt
    Wendet sich Mann dem Manne zu,
    wie meinst Du das?

    die Zivilisation entwickelt sich weiter - und das ist gut so.

    Niemand verbietet dir der Frau auf Knie und Brüste zu schauen...die Frage ist nur "wie". Die Frau schaut dir ja auch auf Arsch und Schwanz...aber unauffällig und auch nicht herabwürdigend.

    Mit dem Sexualtrieb geht es ohnehin den Bach runter - der heutige Mann trägt nur noch halb so viel Sperma mit sich wie der Mann der 70er Jahre. Die Natur kennt keine Verschwendung...und so bekommst du nur so viel Munition...wie du auch zu verballern gedenkst. Soziologen und Zukunftsforscher sind sich einig... dass Ehe und langfristige Bindungen mittelfristig aussterben...auch wenn die Ehe z.Zt. ein Zwischenhoch erfährt. Wir werden in Zukunft weniger...dafür mit vielen verschiedenen Partnern Sex haben.

    Ich kenne da einen sympathischen, charmanten und sehr gutaussehenden Chirurgen...ein echter Frauentyp...der auf den Tag immer nur sieben Monate bei einer Frau bleibt...sie dann verlässt und zur nächsten weiterzieht - egal wie toll die "Beziehung" auch ist. Er kündigt das der jeweiligen Frau auch gleich am ersten Tag an. Frauen können nicht anders als zu denken "Bei mir wird das anders sein...wird er sich ändern". Trugschluss...denn er zieht das seit vielen Jahren konsequent so durch. In diesen sieben Monaten ist er dann der absolute Traummann...großzügig, ehrlich, offenherzig, treu, zuvorkommend, liebevoll, verlässlich, hilfsbereit....usw. Die Damen fallen...wenn er geht...aus allen Wolken.

    Vermutlich hatte sich das bei seinen ersten Beziehungen zufällig so ergeben...und er dies dann als sein Erfolgsmodell entdeckt. Eigentlich ist dieser Mann unserer Zeit nur weit voraus. Rückblickend hätte ich das besser mal auch so gehandhabt. Die ersten Monate sind immer super; viel Sex...viele Unternehmungen...immer gute Laune....man sieht nur die positiven Seiten des Anderen...freut sich jede Minute...in der man mit dem Partner zusammen ist....man wohnt getrennt....die jeweiligen Familien spielen noch keine Rolle usw.

    Um Kinder großzuziehen braucht die Frau keinen Mann mehr - der wiederum ist auch in der Lage sich selbst zu versorgen. Darauf stellt sich die Natur ein. Es ist also gut und richtig...dass sich Frau und Mann auf Augenhöhe begegnen - und dazu gehört nun mal...dass nicht der eine den anderen ungefragt mit seinem Trieb dominiert.

    Gruß, A.D.
    Geändert von AndereDimension (07.09.2018 um 07:05 Uhr)
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    Hallo AndereDimension,
    mein Gedicht ist weder frauen-, noch schwulenfeindlich. Vielmehr nimmt es ironisch neuere Entwicklungen aus Beobachtungen auf, die wir alle kennen und die ja nicht schlecht sein müssen. Ein kleines Lächeln mag mir vergönnt sein...
    Liebe Grüße!
    H. H. Karg

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