1. #1
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    Ich bin gegen Zensur!

    Sechs, setzen, 0 Punkte !!!

    …...Hallo?! Höre ich richtig?
    Will hier jemand Zensuren verteilen, oder mich machen zu nichtig?
    Gibt es denn nur grüne Lehrer in diesem Land, außer Rand und Band,
    die an mir den Rotstift ausprobieren wollen am Rand,
    obwohl sie doch immer nur schwarz sehen können?
    Ich werde mich jedenfalls ihrer Zensur standhaft widersetzen und einfach dann von dannen rennen!

    Stehe ich doch für freies Denken, für Individualismus
    und nicht für die Diktatur, Vereinheitlichung und Massentourismus.
    Bin hier zur Zeit vermtl. so ziemlich der einzige, der zuletzt
    ein literarisches Rückgrad besitzt und sich der Masse widersetzt.
    Den gesunden Menschenverstand dazu habe ich,
    werde die neidische Meute mit meinem Freigeist einfach ignorieren, hab doch mich!

    Ich wäre nicht der erste in dieser Welt, der gegen den Strom schwimmen muss.
    Und ich werde immer aussprechen, was ich denke. Unbeugsam und unbequem bis zum Schluss
    lasse ich mir von keinem einen Maulkorb verpassen. Nein, ich werde nicht mit den Massen
    gehen, schon aus Prinzip nicht! Was bringt uns denn die eigene Zensur aus den Reihen der Dichter und Denker,
    während jeder einzelne für sich die Freiheit der Kunst beansprucht? Ich bleibe der Lenker
    meiner Fehler. Sie sind schließlich genau so gewollt wie ich's wollte und sie machen Sinn.
    Fehler sind offensichtliche Schwächen und zeugen von Echtheit und Authentizität, Wiedererkennungswert ist Gewinn.

    Kaum jemand käme auf die Idee, einem kubistischen Piccasso die Anatomie des Gesichtes zu erklären.
    Aalglatt kann jeder. Aber das sollte nicht mein Problem sein, warum sollt' ich mich wehren,
    wenn sie meine Hintersinnigkeit und Ironie nicht begreifen,
    und die Tiefe und das Potential nicht verstehen. Das muss in ihnen erst reifen.
    Perfektion ist langweilig! ich pfeife auf die Norm. Und wer meine Werke nicht versteht,
    der darf gerne Toleranz, Anstand und Höflichkeit an mir üben, wenn außer Spott bei dem sonst gar nichts mehr geht.

    Ich bleibe mir treu, schaffe mir meine eigenen Regeln, und bereite mir meine kleinen Freuden.
    Jeder sollte sich lieber mit seinem eigenen Werk befassen, und tunlichst Krittelei vermeiden!
    Es steht jedem doch zu allen Zeiten frei, es besser zu machen,
    da habe ich überhaupt keine Probleme mit solchen Sachen,
    anstatt sich nur auf meine Kosten zu echauffieren, so etwas hätte ich gar nicht nötig.
    Kritik? Natürlich bin ich offen für Kritik, wenn sie denn höflich vorgebracht und nicht unmöglich.

    Ich könnte aber auch andere Menschen so lassen, wie sie sind, weil ich zudem bin tolerant,
    nur beleidigen lasse ich mich nicht! Da werden sie reden gegen die Wand.
    Da sollen die sich ruhig ihre Mäuler an mir zerfetzen .
    Ich werde jedenfalls ganz ruhig und standhaft bleiben, wenn sie sich verletzen,
    weil die sich mit ihrer eigenen Impertinenz und Penetranz
    im Grunde nur selbst schaden und sich lächerlich machen ganz.

    Aus dieser großen Aufregung um meine Person
    lassen sich im Grunde nur Neid und tiefe Bewunderung herauslesen. Mein tiefer Grundton
    der Überzeugung muss sie irritieren, weil ich noch Standpunkte besitze.
    Schließlich waren alle Größen dieser Welt streitbare Persönlichkeiten,
    und viele sind erst posthum erkannt worden als Große. Ich habe viel Zeit auf Erden, nur keine Zeit zum Streiten
    um solche Kleinigkeiten, die im Grunde doch nur sind große Peinlichkeiten.
    Geändert von Anjulaenga (20.02.2019 um 09:51 Uhr)

  2. #2
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    Ich bin für Zensur lese ich da heraus wo du vom Beispiel ins Beispielhafte gehst. also wenn Zensur nur wegen Nichtverständnis dann so einfach das sie nicht an sich selber scheitert und die Kunstform wird derer sich Politiken bedienen die uns befreien wollen von der Vorstellung es gäbe keine unterschiedlichen Sprachbereiche. Was ja dann schon ganz schön Mäulerzerfetzung erfordert. Und Speedupdates ausserhalb von Prozessoren.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Ist ja lustig, was du da herausliest, lieber Terrorist. Eigentlich muss das Gedicht in Kombination mit Dr. Kargs "Zensur" gelesen werden, damit sich das volle Aroma entfalten kann. Somit könnte dieser Hinweis als Speedupdate betrachtet werden. L.G.A.

  4. #4
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    Na gut uneigentlicher Schuss in Ofen dann? Oder ist das Thema durch euch beide als völlig unterschiedlich dargestellt worden? Das keine dem anderen in die Masche sich verheddert weil sonst könnte ich vor Mitleid da anfangen zu heulen wo solche Themen unangenehm ins Bier tropfen. Totschweigen hilft bei mir doch auch.
    Der Roman: "Verballistik"
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  5. #5
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    Jetzt hör auf darüber zu heulen, würde man dir zurufen wollen, wenn du es denn tätest!
    Dass sich das Thema bei Dr. Karg und mir unterschiedlich darstellen will, lieber Terrorist, will ich doch hoffentlich meinen. Sonst würde mir mein Bier am Ende recht sauer aufstoßen wollen, weil jemand seinen Senf dazu gegeben hätte. L.G.A.
    Geändert von Anjulaenga (04.10.2018 um 11:57 Uhr)

  6. #6
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    Danke nochmal dafür.
    Der Roman: "Verballistik"
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  7. #7
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    Hallo Anjulaenga,

    eine Zensur ist immer auch eine Beschneidung von Freiheit. Manchmal auch mundtot machen. Fehler können auch bewusst als Stilmittel genutzt werden die zu besonderen Überlegungen Anlass geben. Wenn es die Aussage betrifft, so kann es auch als subjektive oder fehlerhafte/gestörte Realität gesehen werden, zu deren Ausdruck Stellung genommen werden kann. Toleranz ist meist auch Akzeptanz, die auch Schwächen als berechtige Freiheit akzeptiert.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  8. #8
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    Lieber Hans,

    danke für deine Antwort.
    Klar lassen sich "Fehler" immer als ,,so gewollt" verkaufen, die ja schließlich etwas Höheres bewusst machen sollen, um sie sich aber letztendlich als Feigenblatt vor den eigenen Altersstarrsinn oder die seine Kritikresistenz zu halten. Da muss man sich dann nicht mehr mit beschäftigen, und kann bequem seinen Vereinfachungen und simplen Ansichten hinterherhängen. Du kennst das doch, und weißt bestimmt, was ich meine.
    Wenn man Kritik und Zensur wie ein Synonym behandelt, wollen manche kruden Stilblüten und Ansichten entstehen, was mEA. aber eher in die ungewollte Humorecke plaziert gehört. Zensur an dieser Stelle ernsthaft diskutieren zu wollen ist schier unmöglich, ist wie mit einem vierjährigen, wo Zuhören, Einsichtsfähigkeit und Realitätsvermögen erst noch in der Aufbauphase steckt. Wie aber sollte ich mit dem Zensurgedicht umgehen, um genau über diesen Punkt zu diskutieren?

    L.G.A.

  9. #9
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    Es ist ein Fehler gegen etwas zu sein und nicht für etwas. Egal welches Thema dir so einfällt es ist in der Zensur ihrem Mechanismus drin, dass Täuschung auch positive Seiten hat. Was Menschen tun ist nie absolut, ansonsten bräuchten wir nicht fehlbar zu sein und damit maschinell erstellten Gedanken so viel Argwohn entgegen bringen. Alles was auf ein KGV gebracht werden kann, ist im Grenzwertigen nicht mehr so voluminös wie wir uns vorkommen. Weniger ist deshalb mehr. Und was das in meinen Vorgangsfäden war wenn keine Zensur, dann ist das gegen den Strom schwimmen ja auch nur hohle Phrase. Schließlich bin ich der am wenigsten Tonangebende.

    MFG!
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  10. #10
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    Lieber Terrorist,

    was die positiven Seiten von ,,Fehlern" anbelangt, das sehe ich genauso. Ist die Frage, ob das Wort Fehler nicht schon der Fehler ist.
    Wenn Kritik gemeint ist, sollten wir über das Wesen von Kritik diskutieren, was ja hier schon in diversen Fäden und zum Teil beachtlich intensiv geschehen ist.
    Wenn diese Kritik subjektiv als Zensur empfunden wird, stoßen wir mEA. auf andere Phänomene, die aber für mich nicht minder interessant sind.
    Die einzige Zensur für uns sind die Mitmach- Bedingungen des Forums, die wir uns auferlegen, wenn wir hier einstellen, mit der Exekutive einer MOD, aber darüber haben wir uns ja gar nicht ausgetauscht.
    L.G.A.

  11. #11
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    Hi Anju,
    wo wir bei der textarbeit angekommen sind:
    Sie sind schließlich genau so gewollt, wie ich's wollte, und sie haben Sinn.
    Das muss in ihnen erst reifen.
    Jeder sollte sich lieber mit seinem eigenen Werk befassen, und tunlichst Krittelei vermeiden!
    ansonsten. ja, kann und sollte man so sehen (frau auch). es denn, man dichtete karg, und das wär (und ist!) arg.
    lg W.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  12. #12
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    Lieber Walther,

    "Sinn machen" in der "unkorrekten" Umgangssprache ergibt in diesem Kontext für mich schon einen Sinn. Der Rest der Krittelei trifft genau den Punkt. Danke für dein Feedback, L.G.A.

  13. #13
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    Hi Anju,
    wer macht eigentlich weg, was so ein sinn (hin)macht?
    lg W.
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  14. #14
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    Lieber Walther,

    also wenn hier jemand mit Sinnlosem etwas hermachen will, was aber überhaupt keinen Sinn macht, weil es z.B. als Kommentar für ein Gedicht nicht ausreicht, da der sinnvolle Bezug fehlt, dann macht es i.d.R. die MOD weg, weils ja Spam wäre.
    Wenn du selbiges in einem eigenständigen Gedicht verfasst, in einer Aneinanderreihung sinnloser Phrasen, dann kannst du es so belassen, dann isses quasi schreibgeschützt. Selbst wenn da der größte anzunehmende Quatsch stehen sollte.
    Wenn dieser dann auch noch kritisiert wird, wäre es nach meiner Auffassung keine sinnlose Zensur, wenn jemand sein Fett wegkriegt.
    Aber bei Sinn, Eigensinn und sinnlos scheiden sich die Geister und du kannst zusehen, wie du's hinterher wieder wegkriegst.
    Manche kriegen auch mit der Zeit ein Doppelsinn, den kann man sich aber jederzeit bequem durch Fettabsaugung wegmachen lassen. L.G.A.

  15. #15
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    Das setzte voraus,
    lb Anju,
    dass der sinn ne menge fett abgekriegt hat, als er grade am machen war. aber gut.
    in diesem sinne!
    lg W.
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