Thema: Optimus muss

  1. #1
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    Optimus muss

    Abgesang auf Wahl und Wale,
    Das Fanal führt ins Finale,
    Freiheit unterm Himmelszelt!

    Nach dem Höhenflug schießt munter
    noch ein Trupp den Abhang runter
    auf den Brettern dieser Welt.

    Nahrungsmittelspekulanten
    spekulieren in Gedanken
    auf die letzte Scheibe Brot.

    Schau, die kauen auf denselben
    ausgelutschten alten Felgen,
    lecken noch ihr leckes Boot.

    Ablass-, Kuh- und Menschenhandel,
    Klima- und Gesinnungswandel,
    palia-, nicht kurativ.

    Zieh jetzt bitte keine Schnute!
    Denk ans Gute, liebe Ute,
    sieh's doch auch mal positiv!
    Geändert von Anjulaenga (02.10.2018 um 17:03 Uhr)

  2. #2
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    Lieber Anjulaenga,

    bei all den Missständen ist es ein muss auch noch positiv zu denken. Ohne positives und wenn es auch nur in Gedanken ist, ist das Leben kaum erträglich. Das Negative hast Du gut dargestellt, wobei das Positive dem Optimismus überlassen bleibt.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Lieber Hans,

    sicher, es geht um Misstände und um die angemessene Antwort. Danke für deine Antwort.
    Das Gedicht will sich aber eher noch an der Kante der leisen Ironie bewegen. Klar, Optimismus ist immer gut, gilt er doch schließlich als universeller Sympathieträger, da kann also nichts falsch dran sein.
    Ob Galgenhumor, Zynismus oder der angesprochene Optimismus als angemessene Reaktion zu bewerten sind, bleibt offen. Manche flüchten ja auch in den wilden verzweifelten Aktionismus und fangen an optimistisch zu plärren. Manche wittern ihre Chance, und profilieren sich als Prophet oder fangen an zu moralisieren. Letztendlich aber werden wir mit einer Vision im Herzen wie die Trümmerfrauen wortlos und völlig unspektakulär zur Tat übergehen müssen, ohne einen Optimismus herauf beschwören zu müssen, getrieben vom tiefen Wissen um die Richtigkeit der Dinge.
    A.

  4. #4
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    Hi,

    ja, i-wie Pessioptimismus, so etwa: am Ende bläht sie sich zum roten Riesen auf, und dann wird der ganze Scheiß sowieso in Gas verwandelt. Für die Ungeduldigen: Vll kommt vorher noch ein Meteorit vorbeigeschaut.

    Schau, die kaunen auf denselben Da ist ein n reingerutscht.

    Das Wortspiel mit dem Lecken gefällt mir sehr.


    VG Uwe
    Geändert von Arkadier (02.10.2018 um 12:56 Uhr)
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  5. #5
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    Lieber Arkadier,

    also auf der Erde wird sich wohl nichts mehr zum roten Riesen aufblähen und alles in Gas verwandeln, da bin ich eigentlich ganz optimistisch, auch wenn W. Putin in seiner Gasprom Angelegenheit die Sache optimistischer für sich einschätzt. Spätestens bei den Meteoriten gehen die roten Riesen eh kaputt, wie bei den Dinos.
    Danke für die Rechtschreibhilfe,
    L.G.A.

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