Thema: Der Sohn

  1. #1
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    Der Sohn


    Der Sohn

    Du triffst stets den richt'gen Ton,
    Kein Mensch kann Dich beleidigen,
    Bist uns ein teurer, lieber Sohn,
    Musst Dich auch nicht verteidigen,

    Denn Du drehst keine krummen Dinger,
    Wie mancher des Geburtsjahrgangs,
    Behältst deshalb nur saubere Finger,
    Bist Musiker, Freund des Gesangs.

    Und brav bist Du bis heut' geblieben,
    Familie geht Dir über alles,
    Willst Freunde und Verwandtschaft lieben
    Und helfen gern im Fall des Falles,

    Wo Deine Hilfe wird gebraucht,
    Dass starke Männerhände tragen,
    Was schwer und Deine Tatkraft braucht:
    Genügend Dank kann man Dir sagen!

    Ja, wir sind stolz auf Dich, mein Sohn,
    Denn Du siehst stets, wo Not am Mann.
    Für uns ist das ein reicher Lohn,
    Wenn Bildung das bewirken kann.


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

  2. #2
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    Hi Dr Karg ich persönlich würde den letzten Satz streichen. Den der abschluss mit dem reichen Lohn erhebt den Sinn erheblich, dass der Sohn n toller Kerl ist und die Bildung ist bei dem Gefühl was der Sohn hat im Sinne „immer an Ort und stelle zu sein wenns nötig ist“ in meinen Augen wichtiger auch wenn das der letzte Satz damit ausdrückt

    Aber auch mit dem Satz n tolles Gedicht.

    Vielen Dank dafür.

    Gruß
    when nothing goes Right.. Go...

  3. #3
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    Danke!
    Die Bidung als elterliche Leistung war und ist mir wichtig.
    LG H. H. Karg

  4. #4
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    Hallo Dr. Karg,

    sind Sie für Ihren Sohn zur Schule gegangen? Die Bildung als kindliche Leistung ist mir zumindest darstellungswürdiger, auch wenn da gelegentlich den Kindern die Weichen gestellt werden. Das Gedicht ist dahinghehend okay; Ihr Kommentar macht mich nachdenklich.

    Folgende Begebenheit

    Ein Freund berichtet über seine Tochter, die nach ca 2 Jahren exessiven Lebenswandels mit Drogenkonsum und Straße sich nun ihr Leben auf die Reihe zu kriegen anschickte; sie ist nun in Berufsausbildung. So jedenfalls hob ich es hervor, nach dem ich die Umstände erfuhr. Es hat ihre Vergangenheit immer auch mich mitgenommen. Als ich seine Tochter nun hochlobte und ihr eine autonome Lebensplanung bescheinigte, reagierte mein Freund, der Vater für mich verstörend. Er war geradezu beleidigt, dass ich wohl vergaß, ihn zu würdigen und was er alles gegen den Verfall seiner Tochter unternahm und noch unternehmen muss. Der aufopferungsvolle Vater triefte aus allen Poren. Was ich damit sagen will: Als ist es nicht den Eltern Lohn genug, dass die Kinder geradlinig, selbstständig ihr Leben bestreiten, besteht bei manchem offenbar das Bedürfnis nach Anerkennung von außen; als ob Kinder aus der elterlichen Perspektive viel mehr als der überwiegende Selbstzweck wären.
    Wenn mir mal ein Lob bzgl meiner Kinder unterkommt, bedanke ich mich recht fein. Doch ist es mir fern, mein Tun da hervorzuheben, ergo auch die Leistung meiner Kinder als sekundär der meinen nachzustellen. Mein Leitsatz ist hier: Eltern sollten genießen und schweigen und ihre Eitelkeit tunlichst für sich behalten. Ansonsten wäre ihnen das Werden des Kindes zum selbstständigen Menschen noch nicht genug.


    VG Uwe
    Geändert von Arkadier (02.10.2018 um 12:12 Uhr) Grund: Schlechtschr.
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

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