Thema: Arons Staub

  1. #1
    Registriert seit
    Jun 2016
    Beiträge
    1.063

    Arons Staub

    .



    Riech Arons Angst vor dem Stein mit der Goldschrift!
    Machtvoll der Alb: Er verkopft, schreit stumm
    Schwanzlos im Grab, skelettiert bleich
    Schutzlos im Staub vor albaas Epitaphen



    .

  2. #2
    Registriert seit
    Aug 2009
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    1.628
    Liebe Albaa,

    ich ixe mal, wie ich Deine Verse lese. Bei zwei Wörtern musste ich ein bisschen raten:
    Machtvoll soll wohl XX sein, weil Du sonst wahrscheinlich mächtig genommen hättest. Und albaa betonst Du vermutlich auf der zweiten Silbe?

    Riech Arons Angst vor dem Stein mit der Goldschrift!
    XXxX xxX xxXX

    Machtvoll der Alb: Er verkopft, schreit stumm
    XXxX xxXXX

    Schwanzlos im Grab, skelettiert bleich
    XxxX xxXX

    Schutzlos im Staub vor albaas Epitaphen
    XxxX xxX xxXx


    Meintest Du es so? Könnte auch sein, dass Du alle Verse mit XxxX beginnen wolltest, nur dann passt Aron nicht rein.

    LG Claudi
    com zeit - com .com

  3. #3
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    323
    moin,
    einfach aron, oder doch aaron, der bruder moses, erleuchteter, hohepriester, schwester mirjam. erwaehnen moechte ich auch den sog. aaronitischen segen, ein dreiteiliger in rhythmen gesprochener segen. aber vermutlich greife ich zu weit. der vorliegende ton, den claudi bereits in noten fasste, hat etwas mahnendes, einhaemerndes, unverrueckbares an sich. eine huldigung vor dem grabmal albaa der grossen, einer glanzvollen dichterin, dessen werke erhaben und unerreichbar sind ? ? ?
    lg fietje

  4. #4
    Registriert seit
    Aug 2009
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    1.628
    Moin Fietje,

    schön, dass Du wieder mal reinschaust. Ich hab Dich vermisst und hoffe, es geht Dir gut. Wo der der Name Aron herkommt, hast Du ja schon herausgefunden. Hier der aaronitische Segen, den ich sehr schön finde:


    Der Herr segne dich und behüte dich;
    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
    der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
    4.Mose 6, 24-26


    Liebe Albaa,

    im Vergleich zu Deinen Versen nochmal der Klopstock:

    Stets noch empfäht weißes Gewand, von des Sohns Blut hell,
    — ◡ ◡ —, — ◡ ◡ —, ◡ ◡ — — —


    Irgendwie habe ich so eine Ahnung, dass Du damit spielen wolltest? Diese Bewegung bringst Du in V2:

    Machtvoll der Alb: Er verkopft, schreit stumm
    — ◡ ◡ —, ◡ ◡ — — —

    "... der verkopft, stumm schreit" wäre für mich zum Erkennen der Bewegung deutlicher, vor allem dann, wenn "-voll" in der Senkung sein soll, weil ich dann auch "schreit" eher in der Senkung vermute. Aber ich warte erstmal ab, was Du im Sinn hattest.


    LG Claudi
    Geändert von Claudi. (21.09.2018 um 17:57 Uhr)
    com zeit - com .com

  5. #5
    Registriert seit
    Jun 2016
    Beiträge
    1.063
    Lieber fietje,

    Freut mich auch, dass du wieder einmal vorbeischaust!

    der vorliegende ton [ ... ] hat etwas mahnendes, einhaemerndes, unverrueckbares

    Diese Einschätzung gefällt mir, so soll es sein - vor allem "unverrückbar" - aber siehe noch unten bei meiner Antwort an Claudi

    Die Huldigung gilt aber nicht mir, sondern einem anderen großen Dichter: Aron Manfeld.

    Ich habe ihm ein Epitaph geschrieben: schau hier


    Liebe Claudi,


    Ich denke, das hier soll man so lesen, wie es sich sozusagen "aufdrängt", wobei es sich zum Ende hin etwas auflockern soll, also nicht mehr so "unverrückbar" wie mit den vielen Hebungen in den ersten beiden Versen, die den Vers "zumauern", sondern "sich öffnend" mit dem anapästischen Wort "Epitaphen" mit einer weiblicher Endung: xxXx. - Wobei das natürlich irgendwie ein eher zynischer Widerspruch in sich ist: Epitaph und öffnen/auflockern. Na ja, solange Aron noch so quietschlebendig ist, darf ich das wohl (?).

    Danke für Euer Einlassen!

    Lieben Gruß
    albaa

  6. #6
    Registriert seit
    Aug 2009
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    1.628
    Hallo Ferdi,

    die Aussprache alba-a hatte ich bis zu diesem Gedicht auch immer vermutet. Dann müsste man

    Schutzlos im Staub vor albaas Epitaphen
    — ◡ ◡ —, ◡ — ◡ ◡, ◡ ◡ — ◡

    lesen, und das fand ich unwahrscheinlicher als albaa. "Al" hätte theoretisch auch der arabische Artikel sein können. Aber "baa" gibt es im Arabischen anscheinend nicht, wie ich gerade ergoogelt habe. Und ich hatte ja eine Theorie, die Albaa allerdings nicht bestätigt hat.

    Schatzi, nun klär uns bitte auf! Ich will Dich nämlich richtig aussprechen.

    LG Claudi
    com zeit - com .com

  7. #7
    Registriert seit
    Jun 2013
    Ort
    Eden
    Beiträge
    183
    Schatzi, nun klär uns bitte auf! Ich will Dich nämlich richtig aussprechen.
    Hier fehlen noch kleine Fragmente, die in der Klopstockschen Theorie einst recht aufgebläht wurden. Aber gut, das war vor dreihundert Jahren. Welche waren das?

  8. #8
    Registriert seit
    Jun 2016
    Beiträge
    1.063
    liebe claudi!

    also es soll albaa betont werden, deshalb das -aa- am ende. was ich so wirklich hier wollte, weiß ich gar nicht mehr, aber die versänfänge sollendurchgehend XXxX sein, und die ende wie du es geixt hast, also mit hebungsprallen "zugemauert" die sich aber im letzten vers öffnen, damit aron frei sein und seine seele davonfliegen kann, zumindest metrisch

    lieber aron, du solltest nicht so überheblich und abschätzig reagieren, wenn eine frau eigens für DICH dichtet!

    lieben gruß
    albaa

  9. #9
    Registriert seit
    Jun 2013
    Ort
    Eden
    Beiträge
    183
    lieber aron, du solltest nicht so überheblich und abschätzig reagieren, wenn eine frau eigens für DICH dichtet!

    lieben gruß
    albaa
    Liebe albaa,

    wenn eine Frau für einen Mann ein Gedicht schreibt, dann aber Volle Deckung!!!

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein Gutes 2019 und danke Dir für Deine Kommentare.

    Sei umarmt
    Aron Manfeld

  10. #10
    Registriert seit
    Jun 2016
    Beiträge
    1.063
    ... vor allem, wenn es epitaphe sind!

    rutsch gut und fühl dich leidenschaftlich an meinen busen gedrückt!

    albaa

  11. #11
    Registriert seit
    Jun 2013
    Ort
    Eden
    Beiträge
    183
    ... vor allem, wenn es epitaphe sind!

    rutsch gut und fühl dich leidenschaftlich an meinen busen gedrückt!

    albaa
    Liebe albaa,

    wie weich und warm es dort ist ... ich habe keine Ahnung von den Gedichtformen, ausser dem Sonett, welches mich dem Alltag enthebt und glücklich macht.

    Ich wünsche allen DichterfreundInnen ein Gesundes 2019!

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Staub zu Staub
    Von Xeon im Forum Archiv
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 09.01.2010, 16:50
  2. Im Staub
    Von Wegesanfang im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 05.01.2009, 16:42
  3. Staub
    Von Satré im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.04.2007, 18:55
  4. Staub zu Staub
    Von Gemini im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 17.07.2006, 04:50
  5. Staub
    Von Dolphinscry86 im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 01.09.2005, 19:53

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden