1. #1
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    erinnern lüftet alte hüte

    gedachtes will kunde geben
    stimmbänder formen es in worte
    und ohren lauschen seinem echo

    damit es nicht verhallt bannt
    die hand es auf papier hofft aus
    dem ich wird ein lesendes wir

    irgendwann steht es im regal
    so sehr es einst auch bewegte
    ruhts nun bis es neu entspringt

  2. #2
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    Lieber Perry,

    es ist der Weg der Gedanken hin zur Veröffentlichung mit unterschiedlich anhaltender Wirkung, den Du gut aufgezeigt hast.
    stimmbänder formen es in worte----Stimmbänder geben Worten Laute
    Hier bin ich ein wenig penibel, denn die Worte werden im Gehirn geformt.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Hallo Hans,
    schön, dass Du mal wieder bei mir reinschaust.
    Klar steht hinter allem etwas was wir gewollt tun das steuernde Gehirn, weshalb man das voraussetzen kann (steht ja bereits als "Gedachtes" in der 1. Zeile). Man schreibt ja auch nicht, das Gehirn formt eine Vase, sondern Hände formen sie. Bei Worten ist es ein Zusammenspiel von Luftröhre, Kehlkopf, Rachen, Zunge, Nase und Lippen. Da die Stimmbänder die Laute erzeugen, habe ich sie stellvertretenden verwendet.
    Ich hoffe, das war jetzt "penibel" genug erläutert.
    LG
    Perry

  4. #4
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    Lieber Perry,

    tut mir leid, wenn ich Dich jetzt nerve, doch nach meiner Auffassung wird Geistiges durch den Geist erschaffen und Materielles von Materiellem.
    Z.B. die Augen können Text sehen ihn jedoch nicht lesen, dies geschieht durch den Geist. Stimmbänder sind Werkzeuge mit welchen Laute erzeugt werden, doch die Folgen der Laute die Sinn ergeben werden durch den Geist gebildet. Auch beim Klavierspielen sind die Finger nur Werkzeuge, das Spiel erzeugt der Geist.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  5. #5
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    Hallo Hans,
    ich denke wir meinen das Gleiche, drücken es nur unterschiedlich aus.
    Ich nehme mir die dichterische Freiheit hier die Stimmbänder als personifizierte Gedankensprecher zu betrachten.
    Lyrik ist ja auch keine wissenschaftliche Eröterung, sondern mehr eine übertragene Bildersprache (Beispiel: Er sprach mit beredter Zunge)
    LG
    Perry.

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