Du betrittst die Bühne - nur am Rand.
Ein kleines Licht das fast noch kalt
doch mutig, ohne Maske vorm Gesicht

Du strebst nach Größe, lernst Identität
zu beugen. Hinter Masken zu verstecken
wenn Tränen von Wut und deinen Ängsten zeugen

Und du gewinnst.
Nicht an Statur, jedoch an geilem Ruhm und mehr.
Sogar an Macht. Gierst zur Mitte,
wo Derwisch tanzend Deiner harrt
und vor Schein-Fassaden schallend lacht

Du fügst dich drein, Stolz schwellt deine Brust.
Stehst - dir selbst fremd - doch vorn.
Im Rampenlicht. Dann sinkt der letzte Vorhang.
Freund Hein hebt deine Maske.
Sie zerfällt. Und dahinter – bist du nicht.