1. #1
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    Das Mädchen mit den blauen Haaren

    Sie ist das Mädchen mit grünblauen Haaren,
    Das sich immer hinter Büchern versteckt
    Und noch niemand hat die Welten entdeckt,
    In denen sie wandert, seit Jahren.

    Sie ist das Mädchen aus den hinteren Reihen,
    Die immer wie unsichtbar ist,
    Sie ist die, die man manchmal vergisst,
    Wenn der Rest darum kämpft, laut zu schreien.

    Sie ist das Mädchen, bei der keiner am Tisch sitzt
    Und man denkt, sie ist nicht normal,
    Und sie denkt, es ist ihr egal,
    Weil die Geschichte sich ihr tiefer ins Gesicht ritzt.

    Da ist ein Mädchen mit grünblauen Blicken
    Und ich sehe die Trauer darin,
    Ich setze mich neben sie hin,
    Und sie hilft mir, die Risse zu flicken.
    Geändert von LIPallas (11.10.2018 um 22:40 Uhr)
    Menschen die verrückt genug sind zu glauben, dass sie das Unmögliche schaffen, schaffen wirklich das Unmögliche.

    ~Drachenreiter~

  2. #2
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    Liebe LIPallas,

    Sie ist das Mädchen mit grünblauen Haaren,
    Das sich immer hinter Büchern versteckt
    Und noch niemand hat die Welten entdeckt,
    In denen es wandert seit Jahren.

    Sie ist das Mädchen aus den hinteren Reihen,
    Das immer wie unsichtbar ist,
    Sie ist die, die man manchmal vergisst,
    Wenn der Rest darum kämpft, laut zu schreien.

    Sie ist das Mädchen, bei dem keiner am Tisch sitzt
    Und man denkt, es ist nicht normal,
    Und es denkt, es ist ihm egal,
    Weil die Geschichte sich ihm tiefer ins Gesicht ritzt.

    Da ist ein Mädchen mit grünblauen Blicken
    Und ich sehe die Trauer darin,
    Ich setze mich neben es hin,
    Und es hilft mir, die Risse zu flicken.

    Aus einem Mädchen (das Mädchen) eine feminine Form zu machen ("sie hilft mir ...") ist ein bisschen problematisch.
    Gruß,
    Festival

  3. #3
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    1.164
    Hallo,

    du beschreibst in deinem Gedicht ein Mädchen, das sich selbst von außen betrachtet. Die Welt um es herum hat es offensichtlich ausgeschlossen. Irgendein schlimmes Ereignis scheint bei ihm Narben ("ins Gesicht ritzt") hinterlassen zu haben, weshalb es sich in sein Schneckenhaus zurückzog. Deine Zeilen sind nüchtern und ohne jede Anklage. In der ersten Strophe könnte es sich um eine Authistin handeln, doch passt der Eindruck nicht zum Rest des Gedichtes. In der letzten Strophe verschmelzen dann "Sie" und das Mädchen, weil sie nur gemeinsam die schwierige Situation bewältigen können. So interpretiere ich dein Gedicht.

    Ich habe schon oft festgestellt, dass so mancher Schreiber, der von einem Mädchen spricht, das Wort "sie" und "ihr" verwendet, es klingt ja auch irgendwie richtig. Ich selbst wurde vor Jahren auf diesen Fehler hingewiesen.

    Dein Gedicht gefällt mir.

    Lieben Gruß
    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

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