Thema: Gedrillt

  1. #1
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    Gedrillt

    Früher war ich mal der Renner,
    lief und kam doch kaum vom Fleck.
    Mich traktierten Frauen, Männer
    nur zu meinem Lebenszweck.

    Kräftig wurd ich rangenommen,
    rauf und runter bis ich stand.
    So hat stets mein Dienst begonnen,
    aktiviert von einer Hand.

    Ach, ich konnte lange singen,
    meistens hoch und manchmal tief,
    niemand konnt mich niederringen,
    erst zum Schluss, da lief ich schief.

    Taumelnd kippte ich zur Seite
    wie ein Seemann voller Rum,
    was mich nicht vom Dienst befreite,
    nie blieb ich für lange stumm.

    Schnell erneut auf vollen Touren,
    tat ich wieder meine Pflicht.
    Sang dazu auf Tisch und Fluren,
    still zu stehn, das lag mir nicht.
    Dichten und dichten lassen

  2. #2
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    Hi sidgrani,

    gab hier mal vor geraumer Zeit so einen Hype um Penisgedichte. Ich denke, keines davon war in dieser Rubrik gepostet. Ist ja witzig, aber philosophisch ist es gewiss nicht.

    VG Uwe
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  3. #3
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    Da fehlt uns wohl das befriedigende dran. wenn nicht mal philosophisch mehr geht in dem Zustand weshalb dann über haupt noch eine Rubrik. Ich sehe hier mal wieder etwas Einrostspagat. Ob es noch klappen würde mit Lebenszweck wenn Existenzängste den Ton angeben. Oder eben wie darstellbar mal wieder alles wäre wenn wir nur drauf kämen.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Hei Arkadier,

    in der abendländischen Philosophie hat der Penis gewiss längst seinen Platz gefunden, hängen wir uns also nicht daran auf. In dieser Rubrik geht es aber auch um Nachdenkliches. Das Ding in meinem Gedicht hat in der Vergangenheit brav seinen Dienst verrichtet und viele glücklich gemacht, man hing förmlich an ihm.
    Dass das in heutiger Zeit nicht mehr so ist, soll den Leser nachdenklich machen. Wer das Ding früher öfter in der Hand hatte, wird das verstehen.

    LG Sidgrani



    In diesem Zusammenhang von Rost zu sprechen, @Terrorist, mag ja noch angehen, der Spagat setzt allerdings zwei Beine voraus. In gewisser Weise hat das Ding früher sogar befriedigt, der Ton macht die Musik.

    LG Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  5. #5
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    Hi, Sid,
    Es soll ein Rätselgedicht sein, ok. Lass mich mal raten: Grammophon? Aber dann passt "bis ich stand" nicht. Und auch nicht das Umkippen. Hmm ... `(*nasebohr*)

    LG Rich

  6. #6
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    Hei Rich,

    bohr ruhig weiter, denn ich werde dich nicht mit der Nase draufstoßen. Es handelt sich auch nicht um eine Drehorgel!

    LG Sid
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  7. #7
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    Jo, da nun alles hier i-wie nachdenklich stimmen kann und auch den Gedanken entspringt, lass ich dein an den Haaren Herbeigezogenes gerade noch mal gelten, auch wenn ich in Erwartung aus dieser Rubrik etwas enttäuscht war.

    VG Uwe
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    Henry van Dyke

  8. #8
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    Lieber Sid,

    wenn Du statt "stehen" "tanzen" geschrieben hättest, wäre es wahrscheinlich zu leicht gewesen? Vielleicht bin ich ja auf der falschen Spur, aber ich würde sagen, Du bedichtest den Brummkreisel.

    LG Claudi
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  9. #9
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    Liebe Claudi,

    Volltreffer, würde ich sagen. Der krumme Hund Sid hat mit seiner Fehlrubrikation eine zweite Hürde eingebaut.

    Chapeau!

    Uwe
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    Henry van Dyke

  10. #10
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    Liebe Claudi,

    dass ich dir, einer ausgebufften Ratefüchsin, nicht lange etwas vormachen kann, war mir von Anfang an klar. "Tanzen" hätte den Arkadier vielleicht auf die richtige Fährte gebracht, aber ich wollte ganz bewusst eine falsche Spur legen. Einen tanzenden Penis? Da wäre er sicher nicht drauf reingefallen.

    LG Sid



    Lieber Arkadier,

    von einer Fehlrubrikation fühle ich mich weit entfernt. Sollte es den Leser nicht nachdenklich machen, dass ein früher so beliebtes und nostalgisches Kinderspielzeug wie der Brummkreisel (mit gedrillter Stange) vom digitalen "Spielzeug" weitgehend verdrängt wurde? Dass du auf meinen gemeinen Trick reingefallen bist, hast du ausschließlich deiner ausufernden Fantasie zu verdanken.

    Damit du weißt, wie ich ticke, lies doch bitte einmal mein Gedicht "Heißes Begehren" vom 4.3.2018 (Eigenwerbung aus).

    LG Sid
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