1. #1
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    In meinem Spiegel

    Er betrachtet mich
    und ich betrachte ihn.
    Wer ich bin fragt er sich
    und wo will ich hin?
    Wer ich gern wär, fragt er mich
    und warum ich´s nicht bin.
    Ich wäre gern er, sage ich.
    Doch wo will er hin?





    Kanone 2009

  2. #2
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    Sag doch einfach du führst gerne Selbstgespräche und brauchst dafür einen Anlass wie den vor einem Spiegel zu stehen. Sobald du dein Abbild erblickst, muss es ja existentiell werden sonst wären alle Fragen ja umsonst und man könnte einfach mal nur das generelle Aussehen überprüft haben.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Ist es nicht eher die Frage nach dem Sinn, der so viele Wissenschaften nachgehen. Wer sind wir? Wo kommen wir her? Was treibt mich/uns? Worin besteht das Ziel? Wie gelingt es einfacher? Wo bin ich oder stehe ich/wir?
    Wären wir immer zufrieden, würden wir uns nicht weiterentwickeln. Warum also nicht fragen? Nur wer fragt, weiß, dass es noch mehr gibt. Dass es sich lohnt zu streben oder über den derzeitigen Zustand nachzudenken.
    Dabei hilft es nicht, wenn wir fremdreflektiert werden. Dies führt zu banaler Gleichartigkeit.
    Hilfreich ist nur die Selbstreflektion und Eigenwahrnehmung, was nicht mit Narzismus zu verwechseln ist.
    Als Therapeutin weiß ich, dass Patienten nur Fortschritte machen, wenn sie selbst erkennen, dass sie etwas verändern möchten und verändern können.
    Ein Monolog erhöht die Rückkopplung des Gesagten und ermöglicht ein gezieltes Nachdenken. Deshalb ist ein Selbstgespräch nicht zu verachten. Ich kenne kaum einen Redner, der seine Rede nur gedanklich übt.

    Mir gefällt daher dieses kleine Gedicht sehr.

  4. #4
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    Hallo Kanone,
    ich finde den Blick in deinen Spiegel auch interessant.
    Und mich erinnert das Thema gleichzeitig an das Buch des deutschen Philosophen/Publizisten Richard David Precht,
    "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?".
    Das kann und sollte man sich fragen. Eigentlich kommt man nicht daran vorbei, daher frage ich mich das auch täglich - angesichts vers. Tatsächlichkeiten.
    Schon unser Alphabet hat 26/30 Buchstaben - bei
    6500 Sprachen auf der Welt... (nat. nicht alle verschriftlicht, aber, da kommt schon "@was" zusammen, was&wieviel man sein/werden kann, wenn man kann bzw könnte!
    Beste Grüße vom lautmaler

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