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  1. #16
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    Hallo Aron,

    ich deute "herzlos und kalt" als Indiz dafür, dass es sich bei der Toten um eine Nutte handelte. Dafür sprcht natürlich auch der Laptop auf dem Bauch- Selbst wenn sie keine Nutte war...so hat das LY-I ich sie zumindest als eine solche behandelt. Dass das LY-I auch heute noch den Blick nach links richtet...unterstreicht wie herzlos es ist. Es vermisst nicht den Menschen...denn der hängt rechts...sondern die Nutte...die keine Fragen stellt.
    Jetzt...wo das LY-D tot ist...möchte das LY-I erst recht keine Fragen beantworten müssen. bIch sehe hier weder Sehnsucht...noch Mitleid oder gar Liebe...sondern einfach nur ein eiskaltes...herzloses LY-I.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  2. #17
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    Hallo Aron,

    ich deute "herzlos und kalt" als Indiz dafür, dass es sich bei der Toten um eine Nutte handelte. Dafür sprcht natürlich auch der Laptop auf dem Bauch- Selbst wenn sie keine Nutte war...so hat das LY-I ich sie zumindest als eine solche behandelt. Dass das LY-I auch heute noch den Blick nach links richtet...unterstreicht wie herzlos es ist. Es vermisst nicht den Menschen...denn der hängt rechts...sondern die Nutte...die keine Fragen stellt.
    Jetzt...wo das LY-D tot ist...möchte das LY-I erst recht keine Fragen beantworten müssen. bIch sehe hier weder Sehnsucht...noch Mitleid oder gar Liebe...sondern einfach nur ein eiskaltes...herzloses LY-I.

    Gruß, A.D.
    Lieber Adi,
    hier wirfst Du eine ganz schwierige Frage auf - ist Liebe Ware?

    Wir verlieben uns in Wesen, die zu uns passen, die gesellschaftlich als Partner toleriert werden. Würde ich nach Amerika reisen, um Madonna mein Begehren zu gestehen, würden mich ihre Leibwächter wieder zum Flughafen bringen.

    Ich kann also nur Wesen lieben, die mir erlaubt sind. Nur gestattete Wesen können begehrt werden.

    Und doch war meine damalige unmögliche Liebe meine grosse Liebe. Vielleicht treffe ich sie im Himmel wieder.

    Aron
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Aron Manfeld

  3. #18
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    Lieber Aron,

    weil du es erwähntest, hab ich hier auch nochmal reingelesen.

    Ich finde das Gedicht mega. Die Stimmung, die Gefühlskälte des LI und sein schließliches Schuld(ein)geständnis haben mich restlos "abgeholt". Den Titel finde ich dafür einfach hammer gewählt. Ich will gar nicht viel sagen, ich stimme besonders Okotadia zu, sie hat eigentlich schon alles gesagt, was ich auch dazu sagen könnte.

    Ich würde gern auf deinen letzten Kommentar eingehen.
    Lieber Adi,
    hier wirfst Du eine ganz schwierige Frage auf - ist Liebe Ware?

    Wir verlieben uns in Wesen, die zu uns passen, die gesellschaftlich als Partner toleriert werden. Würde ich nach Amerika reisen, um Madonna mein Begehren zu gestehen, würden mich ihre Leibwächter wieder zum Flughafen bringen.

    Ich kann also nur Wesen lieben, die mir erlaubt sind. Nur gestattete Wesen können begehrt werden.

    Und doch war meine damalige unmögliche Liebe meine grosse Liebe. Vielleicht treffe ich sie im Himmel wieder.

    Aron
    Ich glaube, hier ist es wichtig, zwischen Liebe und dem Liebesgeständnis zu unterscheiden. Lieben kannst du, wen du willst. Meinetwegen auch Madonna. Meinetwegen auch jemand völlig Unerreichbaren wie eine Filmfigur o.Ä. Problematisch wird es erst, wenn du der Angebeteten deine Liebe gestehst. Im Falle von Madonna würdest du von ihrer Security rausgeschmissen und in den nächsten Flieger gesetzt werden. Im Falle einer Filmfigur würde man dich vermutlich zum nächsten Psychiater schleppen. Hier ist auch wieder wichtig, zu wissen, wann man jemanden liebt und wann man in jemanden verliebt ist. Das eine ist nicht das gleiche wie das andere und beide legt m.M.n. jeder für sich selbst fest.
    Ich glaube also nicht, dass Liebe eine Ware ist, denn das würde bedeuten, dass man Liebe kontrollieren kann. Kann man nicht! Das einzige, was man kontrollieren kann, ist die Konsequenz des Liebesgeständnisses.

    Viele Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze
    Zeige denen, die dich fallen sehen wollen, dass du ohne Flügel fliegen kannst.


    Auf den Spuren der Krimikatze

  4. #19
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    Zitat Aron

    Und doch war meine damalige unmögliche Liebe meine grosse Liebe. Vielleicht treffe ich sie im Himmel wieder
    .

    Ich habe sie heute im Baumarkt getroffen. Jetzt fahre ich zu Rewe....darf ich dir was mitbringen?

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #20
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    Ich glaube, hier ist es wichtig, zwischen Liebe und dem Liebesgeständnis zu unterscheiden. Lieben kannst du, wen du willst. Meinetwegen auch Madonna. Meinetwegen auch jemand völlig Unerreichbaren wie eine Filmfigur o.Ä. Problematisch wird es erst, wenn du der Angebeteten deine Liebe gestehst. Im Falle von Madonna würdest du von ihrer Security rausgeschmissen und in den nächsten Flieger gesetzt werden. Im Falle einer Filmfigur würde man dich vermutlich zum nächsten Psychiater schleppen. Hier ist auch wieder wichtig, zu wissen, wann man jemanden liebt und wann man in jemanden verliebt ist. Das eine ist nicht das gleiche wie das andere und beide legt m.M.n. jeder für sich selbst fest.
    Ich glaube also nicht, dass Liebe eine Ware ist, denn das würde bedeuten, dass man Liebe kontrollieren kann. Kann man nicht! Das einzige, was man kontrollieren kann, ist die Konsequenz des Liebesgeständnisses.

    Viele Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze
    Man muss also wissen, wen man liebt? Ist das nicht paradox, liebe Mieze?
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Aron Manfeld

  6. #21
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    Grüße,


    Ich habe meinen Beitrag revidiert.
    er ist kontraproduktiv.

    Nachtrag:

    @Aron


    Grüße

    Ich denke die ersten Beiträge waren weniger konstruktiv meinerseits. Ich glaube die Idee von dir, der Sinn, war schon nicht schlecht. Die eine oder andere Passage hätte eine andere Richtung gehen können. Insgesamt war der Text auch sehr nachdenklich gestimmt. Ich möchte behaupten 50% zu 50% Liebe und Nachdenklichkeit.
    Ok, damit will ich es belassen.
    Geändert von horstgrosse2 (08.05.2019 um 18:31 Uhr)

  7. #22
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    Kann mir echt nicht vorstellen, dass die Polizei dich, (den Protagonist) auf dem Dachboden gelassen hat. Das ist ein Tatort, selbst "Angehörige" dürfen da nicht hin. Ausnahme, du bist ihr Chef gewesen oder der Arzt der den Totenschein ausstellt, oder eine andere Befugte Person.
    Ich war damals 17 und sollte den Leichnam identifizieren.
    sorry, so überzeugen kann mich der Text nicht. Es ist zwar etwas "gewöhnungsbedürftig", aber ansonsten, ein naja.
    Was überzeugt Dich denn, lieber Horst? Deine Steuernachzahlung?
    Aber, du hast eine Sache aufgegriffen, die echt im gleichgültigen Bereich liegt und das in der Rubrik Liebe. Eine Entwicklungsrichtung (der Liebe), "LIEBE", die leider ihre Daseinsbestimmung hat.
    Sie war meine Schulliebe. Gleichgültig?
    Aber ist das Liebe oder Zweckbestimmung?
    Diese Frage verstehe ich nicht.
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Aron Manfeld

  8. #23
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    Ist es irgendwas im Text das mich ihn noch nicht analysieren liess? Vielleicht hats mir das überhaupt schon so reingewarumt dass der kurze Schnipsel Imitat mir fast wie echt vorkam aufgrund einer geschwindigkeitslosen Betrachtungsweise die fast zum Herzstillstand geführt hätte. Bei den üblichen lyrischverdächtigen Ideenverwalter in der ihnen eigenen Vertrautheit qua Wohnung und Gedröhns der Alltäglichkeit.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  9. #24
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    Hi Aron, vom Dachstuhl-Ding abgesehen kommt der Text glaubwuerdig rueber, was ich als Kompliment verstehe. Ich kenne solche Wohnungen,
    doch Prostituierte lebten dort keine, sondern meist sehr schoene, junge Frauen mit Traeumen. LG

    Besonders gut gefaellt mir: ich will Dich um verzeihung bitten
    Es offenbart mMn einen zerstoerten, egozentrischen Menschen, der trotz Mitgefuehl anderen nur schadet, dann leidet und doch stehen bleibt
    Geändert von Hi, i (04.05.2019 um 21:35 Uhr)

  10. #25
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    Muss ein modernes Mädchen gewesen sein, wenn sie schon nen laptop hatte als Du 17 warst.

    Okotadia
    Früher waren die Stühle schöne, blütenfressende Tiere. Doch sie ließen sich zu leicht zähmen...
    Zbigniew Herbert

  11. #26
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    Wie man selbst nach 7 Jahren .com-Abstinenz leider feststellen muss, werden sich einige Dinge nie ändern..
    Aber das gehört wohl dazu..
    Ich versteh nicht was man davon hat jemand anderen auf Teufel komm raus versuchen zu zerpflücken..
    Hier sollte es nur um das Gedicht gehen.. was dahinter steckt oder auch nicht geht im Grunde niemanden etwas an..

    Mein Beitrag zu dem Gedicht:
    Du lädst dazu ein, beim Lesen deines Gedichtes die Augen zu (ver)schließen um sich selbst ein Bild zu machen. In der ersten Strophe gelingt es dir mit nur wenigen Beschreibungen doch irgendwie ein klares Bild des LD zu schaffen.
    Die zweite Strophe gefällt mir insgesamt nicht ganz so gut und sie wirkt auf mich noch nicht ganz ausgereift. Zwar wird die Thematik klar und auch das Gefühl und Nicht-Gefühl des LI’s aber im Vergleich zu der meiner Meinung nach wirklich starken ersten + dritten Strophe , kann sie nicht ganz mithalten.. Vielleicht wird mir der Zusammenhang zwischen herzlosem und kaltem Geschlechtsverkehr und dem „Gedichte schreiben“ auch nicht ganz klar..
    Zum Ende (ver)schließt man wieder die Augen im doppeldeutigen Sinne und schaut mit dir auch erneut nach „rechts“ und versucht das lächelnde Mädchen zu sehen..
    Die Wiederholung des „so wirst du immer für mich bleiben“ in einzelnen Worten hat für mich noch mal die Funktion im inneren Auge das Mädchen so wie in S1 in Erinnerung zu behalten und zu verdrängen was man in S3 sah.. vielleicht auch weil das LI den Zeitpunkt verpasst hat..um Verzeihung zu bitten..

    Auch den Titel finde ich gut gewählt, denn er lässt neben seiner reich sachlichen Bedeutung auch noch Raum für Interpretationen im Gesamtkontext deines Gedichtes..

    In jedem Fall insgesamt ein starkes Gedicht mit ausdrucksvollen Bildern ..
    Gerne gelesen
    Gruß
    question
    Geändert von question (07.05.2019 um 08:38 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler korrigiert

  12. #27
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    Hallo Aron

    Mir gefällt der Text gut. Der Titel passt meiner Meinung nach aber nicht ganz zum Text. Soll er bedeuten, dass das lyrische Ich sich ein wenig überm Boden befindet, indem er noch immer über die vergangene Liebe nachdenkt? Diese Interpretation ist etwas fraglich, weil in dem Gedicht die harte Realität zum Tragen kommt, was eher dem träumerischen Titel widerspricht. Auch die Interpretation, dass das lyrische Du ein wenig überm Boden ist, nämlich im Himmel vielleicht, scheint mir etwas unpassend. Dies würde eine Religiosität bedeuten, die sonst in dem Text nicht zum Tragen kommt.

    Was mir gefallen hat, ist die Sympathie, welche das lyrische Ich dem lyrischen Du gegenüber empfindet. So ist es mir jedenfalls vorgekommen. Das Umfeld, in welchem der Text spielt, scheint realistisch zu sein, zugleich aber auch in einer anderen Welt zu spielen (kommt daher der Titel?).

    Das lyrische Ich entschuldigt sich gewissermassen beim Du, weil diese Stimmung, die von der ersten Strophe hervorgerufen wird, durch die Kälte des lyrischen Ichs zerbrochen wird. Dies ist passend, weil die zweite Strophe einen Einbruch in die Stimmung der ersten Strophe bedeutet. Auch die dritte Strophe, in welcher die Polizei auftaucht, steht im Kontrast zur Stimmung der ersten Strophe. Vielleicht könntest du die dritte Strophe umschreiben, denn hier wird das Gedicht plötzlich sehr persönlich und kann nicht mehr eine ideelle Liebe schildern. Vielmehr gleicht es von nun an einem Erlebnisbericht. Aber vielleicht hast du das intendiert.

    Den Schluss finde ich dann wiederum schön.

    LG

    Ali
    Geändert von Ali (06.05.2019 um 20:35 Uhr)

  13. #28
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    Auf jeden Fall ein gutes Beispiel dafür, dass man seinen Text am besten nicht "erklärt". Der Text hat durchaus seinen Reiz...ist erfrischend anders...aber Arons Rechtfertigungen nehmen ihm jeden Zauber-er hat sozusagen seinen eigenen Text entwertet. Das ist auf der einen Seite der Laptop...zu einer Zeit...wo man gerade mal kurz zuvor das Rad erfunden hatte...und auf der anderen Seite die "Behauptung" es handle sich um eine Jugendliebe...was aber den herzlos kalten Besuchen widerspricht. Also Aron...das nächste Mal besser die Klappe halten...
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  14. #29
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    Ich habe mich auch sehr gewundert, dass der Dichter höchstselbst, nachdem er eine ganze Reihe wertschätzender Kommentare erhalten hat, anstatt einmal sachlich auf einen Kommentar zu antworten dieses absolut unplausible Sie war meine Jugendliebe und ich musste ihren Leichnam identifizieren-Fass aufgemacht hat. Man fragt sich ja, ob man da als Kommentator einfach nur verscheißert wird.

    Mit anderen Worten, wieder mal was gelernt: Beim nächsten Mal einfach die Klappe halten...

    Okotadia
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    Zbigniew Herbert

  15. #30
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    Ich kann mich in dieser Hinsicht nur anschliessen: Einige Kommentare sind doch etwas provokativ. Auch die Tatsache, dass ein Dichter seinen eigenen Namen nochmals beim Titel des Gedichts wiederholt, ist etwas reisserisch. Wenn es das Ziel des Dichters war, viele Leute zum Kommentieren zu bringen, hat er dieses Ziel erfüllt. Andererseits weiss ich im besten Willen nicht, wie fiktiv der Inhalt des Gedichts nun tatsächlich ist und deshalb ist die Sache etwas heikel. Sollte diese Geschichte wirklich wahr sein, so spreche ich hiermit mein Beileid aus.

    Ali

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