1. #1
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    Gäbe es den Tod nicht


    Gäbe es den Tod nicht

    Gäbe es den Tod nicht,
    wie würden wir uns aufführen,
    würden uns selbst als Götter begreifen!

    Gäbe es den Tod nicht,
    könnte es noch Religionen geben,
    würden wir uns nicht gegenseitig totschlagen?

    Gäbe es den Tod nicht,
    könnte sich die Erde dann überhaupt
    noch von ihrer Übervölkerung befreien?

    Gäbe es den Tod nicht,
    wie könnten wir dann erahnen,
    wie kostbar unser kurzes Leben doch bleibt!


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

  2. #2
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    OMG, da schlägst du so einen geilen Gedankensalto (sich gegenseitig totschlagen, obwohl es den Tod nicht gibt) und machst nix draus, sondern bringst darauf zwei Plattitüden. LG gugol

  3. #3
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    Hallo Gugol,
    "zwei Plattitüden" - das ist die UdM (Untertreibung des Monats)!
    Aber Dr. Karg hat mich zu tiefsinnigsten Überlegungen gebracht:
    "Gäbe es die Geburt nicht", was wäre dann?
    Schwömme Dr. Karg als ungeborenes, weil unbefruchtetes Ei erwartungsvoll im Eileiter oder hätte es bereits die Gebärmutter erreicht?
    Wäre der befürchteten Übervölkerung nicht ein unüberwindbarer Riegel vorgeschoben und der Tod nicht völlig überflüssig?
    Ich komme aus dem Grübeln nicht heraus.
    Liebe Grüße,
    Festival

  4. #4
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    Lb. Dr. Karg, Gugol, Festival,

    habe auch darüber nachgedacht.

    Gäbe es den Tod nicht,
    brauchte nicht mehr geboren zu werden,
    würde unser altes Sein ewig fortschreitend durch Neues ersetzt,
    würden wir fließend durch Neues ersetzt,
    hätten wir für alles unendlich viel Zeit,
    könnte unsere Erneuerung uns sowohl positiv wie auch negativ verändern,
    müssten alle Krankheiten und Behinderungen heilbar sein,
    müsste für alle Menschen geistig, materiell und rechtlich eine Gleichheit erreicht werden,

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  5. #5
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    Hallo Hans,
    gäbe es den Tod nicht - stimmt, dann brauchten wir keine Geburten, wären umzingelt von sabbernden, des Lebens überdrüssigen Greisen. Ein Schreckensbild!
    Stell Dir vor, ich müsste noch in hundert Jahren das manchmal unerträgliche Geschwätz unsterblicher Flachbrüster anhören. Wie sehr willkommen wäre mir dann Bruder Hein!
    Festival

  6. #6
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    Lieber Heinz,

    im Mittelalter waren die Menschen schon mit 50 Greise. Heute meist erst mit 90. Unsterbliche werden nie zu Greisen, sie altern nicht, sonst müssten sie irgendwann an ihrer Alterung sterben.
    Unsterbliche würden natürlich auch vieles Vergessen, doch es wird nur ein Wissensgerüst für den Umgang mit Wissensspeichern benötigt und die Fähigkeit dies optimal zu nutzen.
    Warum sollte ewiges Leben Todessehnsucht hervorrufen. Viele Menschen hoffen doch auf ein ewiges Leben nach dem Tod. Viele glauben doch, dass es ein Wesen gibt, das schon ewig lebt. Niemand denkt dabei das dies Wesen ewig leidend ist.

    LG Hans
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  7. #7
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    Liebe Dichterfreunde,
    ja, es ist schon ein Kreuz mit dem Tod.
    Und noch größer wäre das Kreuz, würde er ausfallen.
    Wie froh bin ich doch, ein Greis zu sein...
    LG H. H. Karg

  8. #8
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    Also wenn es etwas nicht gäbe könnten wir nicht darüber nachdenken wie es wäre wenn es das gäbe. Und etwas ausgewogener könnte man ja die Sache schon betrachten als wieder mit irgendein sich was Reingehämmerung zu kommen. Danket dem Schöpfer und stellvertretend mir höre ich läuten.
    Geändert von Terrorist (06.11.2018 um 22:20 Uhr)
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  9. #9
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    Wie froh bin ich doch, ein Greis zu sein...
    Vielleicht gibt es auch noch jemanden der sich freut wenn er Schmerzen hat, dem kann dann leicht geholfen werden. Da könnte man auch gut eine Freude bereiten die nichts kostet.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  10. #10
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    Gäbe es den Tod nicht - und ich nehme dabei an, das gelte für alle und alles, etwa auch Tiere, und es hätte von Anfang an gegolten und nicht plötzlich erst ab irgendwie, nachdem es vorher Tod gab -

    würden wir uns als Götter begreifen? Nö, warum denn, wäre doch ganz normal. Gibt es Tod und einer erwiese sich als unsterblich, das wäre ein Gott! Aber wenn jeder so ist, ist es ganz normal, nichts besonderes und nur menschlich.
    - würden wir uns totschlagen? Nö, weil tot gibt's dann ja nicht. Das Perverse ist, dass impliziert ist, wir würden uns dann totschlagen, weil es keine Religionen gäbe, so als würden wir uns nicht totschlagen, während es Religion gibt, oder als würde sich keiner totschlagen gerade wegen Religion.
    - gäbe es dann Überbevölkerung? Nö, einer Spezies, Die gar nicht so viele Individuen braucht, weil die alten nicht weggehen, würde die Natur den Trieb, neue Individuen zu produzieren, zügeln und so regeln, dass es zueinander passt.
    - könnten wir den Wert des kurzen Lebens erahnen? Nö, das Leben wäre dann ja nicht kurz, was nicht heißt, dass das ewig lange keinen Wert hätte, aber eben nicht den, den das kurze hat. Und der ist auch nicht so wichtig, dass es wichtig wäre, ihn zu erahnen.

    Obstipui steteruntque comae et vox faucibus haesit
    Vergil: Aeneis III, 48

    Ich erstarrte, meine Haare standen zu Berge.
    Und die Stimme blieb stecken mir im Hals.

  11. #11
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    Blobstar,
    das kann man natürlich philosophisch auch so sehen, denn wir können über mögliche Folgen ja nur spekulieren.
    Mir ging es bei meinem Gedicht darum, auf einige Konsequenzen hinzuweisen, die sich aus der Tatsache der Todesferne ergeben könnten.
    LG H. H. Karg

  12. #12
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    Und haben wir es so nötig? Soll alles wie dieses Gedicht so scheinen als wäre es außerhalb jeder Frage dass es hier nichts zu suchen hätte selbst wenn dadurch die Forenregeln bedroht wären? Dann könnte man ja wieder davon anfangen was deswegen jenseits von künstlerischer Betrachtung eines Gedichtes steht.
    Der Roman: "Verballistik"
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  13. #13
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    Terrorist,
    nötig haben wir keine einzige Frage, wenn wir alle Antworten wüssten oder wenn wir dem Unangenehmen ausweichen wollten. Frageverbote gab es in der Geschichte genug, die müssen wir nicht wieder aufleben lassen.
    LG H. H. Karg

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