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  1. #1
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    Keule und icke (berliner Mundart) Abwandlung von 4 Brüder

    Keule und icke

    habick Keule anjerufen
    wa schon lange nich mehr da
    soll ick dir nich mal besuchen
    na denn is ja allet klaa

    bringe mit ne jroße Pulle
    könn wa uff uns beede trinken
    bei na dicken Schmalzenstulle
    inne alte Zeit versinken

    jesacht jetan am Wochenende
    ham wa uns denn fest umarmt
    uff seinem Ur-Naturjelände
    Nachbarn haben uns verwarnt

    ham jefeiert unverdrossen
    an det Feuer hintam Haus
    iss ne Menge Suff jeflossen
    kam ne Menge Ollet raus

    ham uns beede anjemeckat
    wejen Frühja und den Suff
    uns och nich mit Ruhm bekleckat
    wahn wa denn bald scheißedruff

    kam der Ärja imma dolla
    wolltick bloß noch weg von dem
    nahm denn meenen Motorrolla
    ohne mir noch umzudrehn

    hab denn wieda anjerufen
    hat ma nämlich leid jetan
    wir wolln det nochmal versuchen
    aber erst in een zwee Jahrn
    Geändert von Heinz Geigelath (10.11.2018 um 10:58 Uhr) Grund: Schreibfehler 2

  2. #2
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    Hallo Heinz,

    ick hab allet verstanden – bin nämlich och fastn Berliner, musste wissen, jenau jenommen ´n Randberliner - die berlinern manchmal noch verschärfter. Ich natürlich nicht.

    In Deinem Gedicht geht es ja sehr impulsiv zu. Da gibt es ein Sprichwort: „Die Weiber und der Suff, die reiben einen uff.“

    Ich würde Dir gerne ein paar Vorschläge unterbreiten, um die Metrik an einigen Stellen zu glätten. Ich hätte Satzzeichen gesetzt, hab sie aber weggelassen, so wie Du auch, weil es eben reine Geschmacksache ist, wie ich finde.

    Ick hab Keule anjerufen
    („habick Keule anjerufen“ - klingt m.E.wie eine Fragestellung)
    wa schon lange nich mehr da
    („wa schon so lange nich mehr da“ – durch das Weglassen des Wörtchens „so“ bleibt das Metrum erhalten. Sonst würde ein Wechsel vom Trochäus zum Jambus entstehen.)
    soll ick da nich mal besuchen
    na denn is ja allet klaa

    bringe mit ne jroße Pulle
    könn wa uff uns beede trinken
    bei na dicken Schmalzenstulle
    inne alte Zeit versinken

    Wie jesacht am Wochenende
    („jesacht jetan am Wochenende“ – Hier entsteht wieder ein Wechsel vom Trochäus zum Jambus)
    ham wa uns denn fest umarmt
    uff dem Ur-Naturjelände
    („uff seinem Ur-Naturjelände“ – dito)
    Nachbarn haben uns verwarnt

    ham jefeiert unverdrossen
    an det Feuer hintam Haus
    iss ne Menge Suff jeflossen
    und so kam viel Ollet raus
    („kam ne Menge Ollet raus“ – Verdopplung von „ne Menge“)

    ham uns beede anjemeckat
    wejen Frühja und den Suff
    uns och nich mit Ruhm bekleckat
    warn wa denn bald scheißedruff

    kam der Ärja imma dolla
    wolltick bloß noch weg von dem
    nahm denn meenen Motorrolla
    ohne mir noch umzudrehn

    hab denn wieda anjerufen
    hat ma nämlich leid jetan
    wir wolln det nochmal versuchen
    aber erst in een zwee Jahrn

    Ich habe mich gerne mit Deinem Gedicht beschäftigt und hoffe, dass Du meine Bemerkungen nicht als Kritik verstehst.
    Wenn Du Interesse hast und mehr über die Verslehre in Erfahrung bringen möchtest, findest Du entsprechende Seiten im Internet. Viel Spaß weiterhin beim Gedichte schreiben und Herzlich Willkommen bei Gedichte.com.

    Liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  3. #3
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    Danke mein Lieber Dabschi. Hatte ja das so schon weggenommen.

  4. #4
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    Lieber Heinz,

    ich musste sehr schmunzeln.

    Und ich stimme Dabschi nur in dem Punkt zu, den du auch selbst schon geändert hast (das Weglassen des "so"). Alles andere bitte unbedingt so lassen! Es ist ein köstlich humorvoll geschilderter Verlauf eines Treffens: Von der anfänglich freudigen Begrüßung über den allmählichen Stimmungseinbruch im Suff ohne erkennbaren Grund bis zum fluchtartigen Verlassen des Orts aufm Rolla und dem festen Vorhaben einer Wiederholung, aber bitte nicht so bald ... Erst in 2 Jahren. Metrum passt auch.

    Danke für die Erheiterung am Abend.

    LG
    Richy

  5. #5
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    Danke "Richy" wenn ich dich so nennen darf, eigentlich ist mir der Text nur so rausgeflossen und darum ist er, zumindest für mich, authentisch. Ein poetisches Gedicht oder reine Prosa verlangt eine angemessene Schreibtechnik. Das funktioniert aber nicht 100% wenn ich einen Berliner aus diesem Umfeld, das ich beschreibe, eine Geschichte erzählen lasse. (jesacht jetan ) gehört da einfach hin. Es ist nicht die Sprache des berliner Bankdirektors ( der berlinert nicht ) sondern des einfachen Mannes der keine Ambition hat dem Bankdirektor zu imponieren. Trotzdem danke ich jeden der mir Tips gibt. " ick lese det und klau ma watt ick brauche "

  6. #6
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    "Richmodis" war der Sage nach eine kölner Dame aus höherem Hause, die vermutlich auch nicht "op Kölsch" gesprochen hat. Und solch eine Dame bin ich nicht. Also is Richy auch voll ok so.

    Ich sehe es wie du: Sprache sollte mit dem Inhalt, mit der Geschichte korrespondieren. Und auch richtig: Kritik aufnehmen, schauen, ob einem was davon zusagt. Oder auch nicht.

    Hier finde ich die kritisierten Passagen aber gerade in deinem Gedicht sehr passend: Sowohl die lapidare Einleitung im allerersten Vers, als auch die doppelte "Menge" (bei ner Menge Suff kommt halt ne Menge Ollet raus. Is wie et is!)

    Lieben Gruß
    Richy

  7. #7
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    Zitat Zitat von Richmodis Beitrag anzeigen
    Lieber Heinz,

    ich musste sehr schmunzeln.

    Und ich stimme Dabschi nur in dem Punkt zu, den du auch selbst schon geändert hast (das Weglassen des "so"). Alles andere bitte unbedingt so lassen! Es ist ein köstlich humorvoll geschilderter Verlauf eines Treffens: Von der anfänglich freudigen Begrüßung über den allmählichen Stimmungseinbruch im Suff ohne erkennbaren Grund bis zum fluchtartigen Verlassen des Orts aufm Rolla und dem festen Vorhaben einer Wiederholung, aber bitte nicht so bald ... Erst in 2 Jahren. Metrum passt auch.

    Danke für die Erheiterung am Abend.

    LG
    Richy
    Hallo Richmondis,
    dann haben wir wohl unterschiedliche Verslehren gebueffelt.
    Ich finde Heinz Gedicht auch sehr amüsant, deshalb habe ich mich auch intensiver damit beschäftigt.
    Ich finde nicht, dass durch meine Vorschläge inhaltlich etwas verändert wurde.

    Wenn ich Gedichte.com richtig verstanden habe, möchten wir hier gegenseitig voneinander lernen.
    Wenn ich Heinz falsche Vorschläge hinsichtlich der Metrik unterbreitet haben sollte, bitte ich um Entschuldigung.

    Sorry, wenn die Ansicht komisch erscheint. Ich schreibe auf dem Handy. Computer im A... ��

    LG
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  8. #8
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    Hallo Dabschi,

    ich büffle keine Versenden. Ich dichte mehr nach Gefühl und auch beim Lesen der Gedichte anderer lasse ich mich von meinem Sprachgefühl leiten. Ich finde auch, dass deine Vorschläge nicht den Inhalt verändern. Aber sie nehmen mMn die Würze, den Witz an den entsprechenden Stellen raus.

    Dein Hinweis "Wenn ich gedichte.com richtig verstanden habe ..." klingt irgendwie gekränkt aber auch etwas moralisierend. Letzteres stört mich. Ich bin ganz deiner Meinung: wir lernen hier voneinander viel. Du musst daher nicht gleich den moralischen Zeigefinger erheben, wenn man die Dinge mal anders sieht, als du selbst.

    Viele Grüße

  9. #9
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    darf ich antworten Dabschi ? ich brauche Kritik und Hinweise von Schreibern mit mehr Erfahrung. Danke dafür, ich überdenke die Hinweise und seh wie es passt. Und ich hatte das Empfinden, das gerade diese Doppelung ganz wichtig für den Charakter dieses Gedichtes ist. Helf mir bitte bitte immer wieder und lass mich dann entscheiden wie ich deine Hilfe verwerte
    Geändert von Heinz Geigelath (10.11.2018 um 18:00 Uhr)

  10. #10
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    Zum dritten Mal rausgeflogen, ich antworte später.
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  11. #11
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    Servus Heinz,

    sehr schön - ein Geschichte wie aus dem Leben gegriffen, die menschliche Schwächen humorvoll und augenzwinkernd erzählt, statt sie an den Pranger zu stellen.
    Da Du explizit nach Rückmeldung fragst, möchte ich auch noch meinen Senf zu ein paar Stellen dazugeben:
    - Den Auftakt mit "Habick" finde ich klasse, weil er umgangssprachlich ist und damit in die Geschichte passt.
    - "jesacht jetan" ist ein Metrikbruch, bei dem ich nicht erkennen kann, dass er bewusst eingebaut wurde, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen (obwohl man ihn im Zusammenhang mit dem Aufbruch so interpretieren kann). Auf der anderen Seite passt der Ausdruck genau zur Situation. Da gilt es abzuwägen, was einem wichtiger ist. Mein Fazit dazu: Eine kleine Schwäche im Gedicht, aber eine akzeptabele.
    - "uff seinem Ur-Naturjelände" - warum nicht Dabschis Vorschlag "uff dem Ur-Naturjelände"? Würde ohne inhaltliche Abstriche besser ins Metrum passen.
    - "verwahrnt" - Tippfehler (verwarnt)
    - "kam ne Menge Ollet raus" - klasse! Ich finde die Doppelung hier nicht störend sondern im Gegenteil genau passend (sie betont die Menge und passt zur Umgangssprache). Neben dem Schluss war das die Stelle, an der ich am meisten geschmunzelt habe.

    Das Gedicht war mir ein Vergnügen!

    Liebe Grüße,
    Stefan
    Komische Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  12. #12
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    Hi plotzn, freut mich wenn es dich gefreut hat mich zu lesen. Deine lehrreiche Kritik erreicht mich auch. Hab trotzdem ein kleines Problem. "auf seinem Ur-Naturgelände" soll aussagen es findet im verwilderten Garten des Bruders statt. (Hast´n ja nicht jesehn, sonnst könntste mir vastehn )
    Hab hier tatsächlich wegen der Aussage den Vorschlag nicht angenommen.

    Danke lieber Stefan

    ( ich habe mir gerade die Strophe nochmal angesehn und kann euch mangels Wissen nicht folgen. Bei richtiger Betonung liest sich der Reim sehr flüssig. Die Anzahl der Silben stimmt mit 9 in beiden Zeilen des Reims überein. Lediglich der zweite enthaltene Reim hat jeweils 7 Silben.
    Vieleicht findest du ja mal die Zeit mich genauer aufzuklären wo mein Denkfehler ist )
    Geändert von Heinz Geigelath (10.11.2018 um 10:59 Uhr)

  13. #13
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    Lieber Heinz,
    wo de recht hast... "dem" statt "seinem" nimmt doch einen erklärenden Teil des Inhalts weg. Drum kann ich verstehen, dass Du an "seinem" hängst.

    Zur Metrik: Silbenzählen alleine reicht noch nicht . Die Anzahl der Silben in den sich reimenden Zeilen sollten gleich sein, aber nicht unbedingt in der gesamten Strophe, wenn sie gemischt aus einsilbigen (männliche Kadenz) und zweisilbigen Reimen (weibliche Kadenz) bestehen. Noch wichtiger als die Silbenanzahl ist aber das Betunungsmuster (die Abfolge betonter und unbetonter Silben) innerhalb der Zeilen, weil das (wie bei einem Lied) den Rhythmus ausmacht.

    Ich versuch's mal in einer (bei manchen verhassten) X-Muster zu erklären, wobei ein großes X für eine betonte und ein Unterstrich _ für eine unbetonte Silbe stehen.

    habick Keule anjerufen -- 8 Silben, weibliche Kadenz: X _ X _ X _ X _
    wa schon lange nich mehr da -- 7 Silben, männlich Kadenz: X _ X _ X _ X
    soll ick dir nich mal besuchen -- 8 Silben, weibliche Kadenz: X _ X _ X _ X _
    na denn is ja allet klaa -- 7 Silben, männlich Kadenz: X _ X _ X _ X
    -- Perfekter Rhythmus

    bringe mit ne jroße Pulle -- 8 Silben, weibliche Kadenz: X _ X _ X _ X _
    könn wa uff uns beede trinken -- 8 Silben, weibliche Kadenz: X _ X _ X _ X _
    bei na dicken Schmalzenstulle -- 8 Silben, weibliche Kadenz: X _ X _ X _ X _
    inne alte Zeit versinken -- 8 Silben, weibliche Kadenz: X _ X _ X _ X _
    -- In sich stimmiger Rhythmus, auch wenn im Unterschied zur ersten Strophe hier durchgängig weibliche Kadenzen verwendet werden

    jesacht jetan am Wochenende -- 9 Silben, weibliche Kadenz: _ X _ X _ X _ X _ (hier ist eine unbetonte Auftaktsilbe dazugekommen - Metrikbruch)
    ham wa uns denn fest umarmt -- 7 Silben, männlich Kadenz: X _ X _ X _ X
    uff seinem Ur-Naturjelände -- 9 Silben, weibliche Kadenz: _ X _ X _ X _ X _ (wenn man "uff" unbetont liest, passt es zum Reim bildenden ersten Vers, quasi eine konsequente Fortsetzung des Metrikbruchs )
    Nachbarn haben uns verwarnt -- 7 Silben, männlich Kadenz: X _ X _ X _ X

    ham jefeiert unverdrossen
    an det Feuer hintam Haus
    iss ne Menge Suff jeflossen
    kam ne Menge Ollet raus
    -- passt (Metrik analog Strophe 1)

    ham uns beede anjemeckat
    wejen Frühja und den Suff
    uns och nich mit Ruhm bekleckat
    wahn wa denn bald scheißedruff
    -- passt (Metrik analog Strophe 1)

    kam der Ärja imma dolla
    wolltick bloß noch weg von dem
    nahm denn meenen Motorrolla
    ohne mir noch umzudrehn
    -- passt (Metrik analog Strophe 1)

    hab denn wieda anjerufen
    hat ma nämlich leid jetan
    wir wolln det nochmal versuchen -- Die natürliche Betonung liegt (für mich) hier eher auf "wolln" statt auf "det", aber man kann es auch so lesen, dass es in den Rhythmus passt...
    aber erst in een zwee Jahrn

    Gerade bei einsilbigen Worten (wie das "uff" oben) ist nicht immer klar, ob sie betont oder unbetont gelesen werden (müssen). Das gibt dem Dichter mehr Freiheiten, aber für den Leser ist es dann (vor allem in ersten Strophe) auch schwerer, in den Rhythmus zu kommen.

    Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht zu sehr zugeteXtet

    Liebe Grüße,
    Stefan
    Geändert von plotzn (10.11.2018 um 11:42 Uhr)
    Komische Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  14. #14
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    bin ein Bischen beschämt Stefan, wegen meiner Inkompetenz aber vor allem weil du dir diese riesige Mühe für mich machst.
    Hab das beim 2. Mal lesen verstanden, um es aber umzusetzen brauch ich noch Zeit und Übung. Ich werde mal zuerst meine "nicht mundartlichen Gedichte" dahin überprüfen und überarbeiten. Vor allem aber werde ich erstmal deinen Text auf meinem PC speichern. Wenn du es mir erlaubst !?

    danke lieber Freund

  15. #15
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    jesacht jetan am Wochenende -- 9 Silben, weibliche Kadenz: _ X _ X _ X _ X _ (hier ist eine unbetonte Auftaktsilbe dazugekommen - Metrikbruch)
    da ham wa uns denn fest umarmt -- 7 Silben, männlich Kadenz: _ X _ X _ X _ X
    uff seinem Ur-Naturjelände -- 9 Silben, weibliche Kadenz: _ X _ X _ X _ X _ (wenn man "uff" unbetont liest, passt es zum Reim bildenden ersten Vers, quasi eine konsequente Fortsetzung des Metrikbruchs )
    die Nachbarn haben uns verwarnt -- 7 Silben, männlich Kadenz: _ X _ X _ X _ X

    Lieber Heinz,
    die Strophe lässt sich leicht in durchgängigen Jamben schreiben (wenn es denn sein soll). Ich würde bei solchen mundartlichen Gedichten nicht so einen strengen Maßstab als bindende Regel sehen. Ein Berliner quatscht nicht in regelgerechten Trochäen, Jamben oder komplizierteren Versfüßen.
    (Das hat selbst Heine nicht getan, und der war Düsseldorfer).
    Ich habe Dir eine PN geschickt. Das sind "persönliche Nachrichten", die niemand sonst lesen kann.

    Liebe Grüße,
    Heinz

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