1. #1
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    Strudel der Zeit

    Strudel der Zeit



    Und als das Rote
    im Fluss der Zeit vergilbte
    war's aus
    mit all den bunten Farben.

    Das Rote wurde leise
    und matt im Ton.
    ...
    ..
    .

  2. #2
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    So als wäre etwas das Rote das zu bedauern uns irgendwie anders anspricht als wir normalerweise mit allem anderen umgehen. Matt und leise im Ton vergilbt das was wir für einen Farbton halten der uns gar nicht genug bedeuten konnte. So als wäre das Verschwinden keinerlei Erwartung gerecht geworden.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Zitat Zitat von horstgrosse2 Beitrag anzeigen
    Strudel der Zeit



    Und als das Rote
    im Fluss der Zeit vergilbte
    war's aus
    mit all den bunten Farben.

    Das Rote wurde leise
    und matt im Ton.
    ...
    ..
    .

    Hallo horstgrosse2,

    erinnert mich dein Bild an meine Holzklötzchen oder an mein rotes Holzfeuerwehrauto; haben sich deren Farben [ hier das Rot ] auch im Zeitverstrich geblasst und sporadisch abgeblättert … quasi im Übertragenen jenes Unschärfen der Erinnerungen, könnte ich deinem Bild oberflächend entnehmen.

    Was mir ein etwas zu großer Sprung in deinem Stück ist, aus dem Vergilben des "Rots" den Schluss zu behaupten, dass nun alle Farben damit "aus" seien [ also ihre Farbenpracht der Erinnerungen komplett verloren hätten ]; gerade bzgl Erinnerungen ist das für mich im Einzelfall Nonsens , , egal ob pro oder kontra konnotiert.


    … ne andere Deutungslinie wäre, dem textalen 'Rot im Fluss der Zeit' das Bild von vergossenem Blut zu asssoziieren ./ wäre mir dann aber sehr klischeehaft Haschee-effektisch bedeutet , … insbesondere mit dem Titelbild "Strudel der Zeit", als läge im Zeitverstrich kongruent und aprior einmal die Bluttat vorprogrammiert, andererseits genauso ihr Vergessen immanent angelegt?

    … irgendwie fehlt mir im Text das handführende Stück Holz zu dem 'Rot' [ wenigstens Hubberle 'esk ], um nicht nur in puren Spekulationen oder einzig in Klischeeplatschs rumzutasteln ,

    dir einen Gruß, Dochtel

    -
    Geändert von Dochtel (08.11.2018 um 11:43 Uhr)
    Streichholz am Docht, Vorsicht ...

  4. #4
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    @Terrorist
    @Dochtel


    Grüße


    Das Rote ist eine Metapher und ihr kennt es Beide auch. Das Rote ist kein Einzelstück, nein etwas ganz Großes. Nein kein Blut, Dochtel. Aber du stehst kurz davor.


    Und Übrings, ist es ein „Abfallprodukt“ zum neuen November-Dezember-Wettbewerb.
    Grins.

  5. #5
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    Farbmetapher scheidet wohl auch aus?
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  6. #6
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    Zitat Zitat von Terrorist Beitrag anzeigen
    Farbmetapher scheidet wohl auch aus?
    Nicht ganz.

  7. #7
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    Zitat Zitat von horstgrosse2 Beitrag anzeigen
    Strudel der Zeit

    Das Rote wurde leise
    und matt im Ton.
    ...
    ..
    .
    Hallo horstgrosse2,
    ich mag dein Gedicht.
    Nur den letzten Satz finde ich überflüssig, es ist bereits gesagt worden, dass die rote Farbe vergilbte und das es aus mit den bunten Farben ist. Klingt nicht ein einfaches "Der Ton wurde leise und matt" besser ?
    Liebe Grüße
    Rima

  8. #8
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    @Rima

    Grüße.

    Schön, wenn es dir gefällt. Naja, dein Vorschlag, den ersten Teil wegzulassen wäre falsch Und den letzten Satz (Gedanke) wegzulassen, ebenfalls und warum:“ Das Rote“ nicht mit: „Der Ton“ ersetzen. „Der Ton“ ist die Eigenschaft von dem „Roten“ deshalb habe ich „Das Rote“ bevorzugt. Damit es auch kongruent wirkt. Mein Denken.


    Danke dir

    tschüss Rima.

  9. #9
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    Hi HorstGrosse,
    ich darf mich mit den ganzen Kommentaren der Anderen garnicht so viel beschäftigen, weil ich sonst vergesse was ich im Geist übersetzt gelesen habe. Ich las von einem leise fließenden Fluss an dem ich jedes Wochenende zum angeln stehe. Anfang Oktober spiegelten sich die schon rot gefärbten Blätter des dicht um mich herum wuchernden Laubwaldes, durch den die flacher werdenden scharfen Sonnenstrahlen sich glitzernd mit der Spiegelung des Laubes im glatten Wasser mischten. Verzaubert von diesen Bildern kehrte ich jeden Samstag zurück. Anfang November als ich ankam, gab es keine Sonnen strahlen, keine roten Blätter mehr in den Bäumen. Der kühle Herbstwind kräüselte und wellte die Wasseroberfläche. Nur noch das gelbe Welke Gras spiegelte sich. Und ganz am Flußrand, wenige Zentimeter tief, schimmerten vom Grund einige abgesunkene rötliche Blätter.

    Gruß dem Fantasievollen Horst
    von Heinz
    Geändert von Heinz Geigelath (11.11.2018 um 13:29 Uhr)

  10. #10
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    @Heinz Geigelath


    Grüße.

    Hmm, Natur pur, was du beschreibst. Aber der Themenbereich ist:

    Nachdenkliches und Philosophisches
    nachdenkliche und philosophische Gedichte

    damit liegst du etwas außerhalb.

    ich denke, ich löse mal auf. Aber eigentlich steht’s ja schon da. Das Rote, die Farbe Rot steht im Zusammenhang mit welchen Bereich? Zwischenmenschlichen Bereich?

    Trotzdem Danke, für dein Bemühen. Bis später.

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