1. #1
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    Haarloser Affe

    Bin bloß ein haarloser Affe,
    der sich in fremde Felle hüllt
    und mit fremden Düften besprüht,
    um sich selbst nicht riechen zu müssen.

    Bloß ein haarloser Affe,
    der kaum noch klettern kann,
    aber dafür gelernt hat
    wie man bis zum Mond fliegt.

    Ein haarloser Affe,
    der ab und zu Hemden trägt
    und sich voller Skepsis
    im Spiegel betrachtet...

  2. #2
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    Lb. klaatu,

    die meisten Menschen haben nicht sehr viel den behaarten Affen voraus. Es ist nur die Gemeinschaft der vielen Menschen die Geistesgrößen, geistigen und technischen Fortschritt hervorbringt. Zum Mond werden auch nur sehr Wenige geflogen und auch nicht häufig.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (08.11.2018 um 18:09 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Lieber Klaatu,
    Bescheidenheit und Demut sind die beiden Begriffe, die mir spontan einfallen. Den Großmäuligen seien Deine Worte ins Stammbuch geschrieben.

    Hallo Hans,
    wenn Klaatu uns, die so sehr von sich und ihrer Genialität eingenommen sind, mit einem eleganten Schlenker auf den Boden der Tatsachen zurück holt, wird er gute Gründe haben.
    Dein Applaus bringt Misstöne in die Ohren. Schon der erste Satz ist Bullshit. Die Menschen haben den Affen sehr viel voraus, wenn sie ihr Menschsein nicht zur Hybris verleitet. Zum Mond fliegen nur wenige Menschen, aber zigtausende fliegen täglich Tausende Flugmeilen (um bei Deinem schiefen Vergleich zu bleiben).
    Liebe Grüße,
    Festival

  4. #4
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    Moin!

    Viel unterscheiden wir uns nicht von den Affen, weil wir eben selbst Affen sind. Nur ein bisschen mutiert... Unsere größte Stärke - auch wenn es oft schwerfällt, das zu glauben - ist unsere Lernfähigkeit. Es ist ja kein Mensch morgens aufgewacht und dachte sich: "Ich hab´s! SO kann man zum Mond fliegen", sondern es war ein Lernprozess über tausende von Jahren, der uns schließlich an diesen Punkt brachte.

    Danke euch beiden.

    LG
    k

  5. #5
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    Lieber Heinz,

    der Mensch ist überheblich und wähnt sich gerne als die Krönung der Natur. Die meisten Menschen sind jedoch hilflose Geschöpfe die nur durch die Hilfe der Gesellschaft überleben. Zudem sind sie so dumm (auch studierte) dass sie sich von einer kleinen Minderheit fremd steuern und ausbeuten lassen. Fliegen kann keiner, sie werden geflogen. Die besonderen Fähigkeiten können sie nur durch mühsames jahrelanges Training und mithilfe von Trainern (Lehrer) erwerben. Würden sie in der Wildnis aufwachsen, wären sie den Affen unterlegen. Natürlich gibt es einige herausragende Talente und ihre Zahl ist groß, weil es so viele Menschen gibt. Die meisten Säugetiere haben eine Gehirnkapazität, die ihnen bei entsprechendem Training die geistigen Fähigkeiten eines Durchschnittsmenschen ermöglichen würde.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (09.11.2018 um 14:00 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #6
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    Für unsere momentane Gesellschaft mag das ja halbwegs stimmen, aber wenn es immer schon so gewesen wäre, wären wir nie so zahlreich geworden. Dumm ist der Mensch, auch der einzelne, ganz sicher nicht, im Gegenteil. Wir wachsen halt nur nicht mehr in und mit der Natur auf, sondern erschaffen uns lieber unsere eigene.

    LG
    k

  7. #7
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    Lb. klaatu,

    wir wissen doch wie Werbung und Propaganda auf die Menschen Einfluss nimmt. Die Meinung und der Wille der Menschen werden gesteuert ohne dass dies kaum von jemandem erkannt wird. Gibt es denn noch eine größere Dummheit.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (10.11.2018 um 17:41 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  8. #8
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    Hallo Hans,
    ich denke, meistens ist es eher Bequemlichkeit als Dummheit. Der Mensch sucht nach Antworten, weil er ein intelligentes Tier ist, das sich Fragen stellt. Wenn man dann leicht verständliche Antworten auf diese Fragen findet, geben sich die meisten damit zufrieden und fragen nicht weiter nach.

    LG
    k

  9. #9
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    Zitat Zitat von klaatu Beitrag anzeigen
    wären wir nie so zahlreich geworden. Dumm ist der Mensch, auch der einzelne, ganz sicher nicht, im Gegenteil. Wir wachsen halt nur nicht mehr in und mit der Natur auf, sondern erschaffen uns lieber unsere eigene.

    LG
    k
    Grüße


    Deine Philosophie hinkt. Wenn der Mensch sich nicht periodenmäßig dezimiert, wären wir längst am Limit unserer Evolution angelangt. Aber noch ist ja nichts verloren, A in Richtung Vernunft, oder B in Richtung Unvernunft. Die Wetten stehen 50 zu 50.
    Wir wissen viel und nichts.

    Schau, wir schaffen es nicht mal auf der Welt gleiche Bedingungen zu schaffen.

    Ein Thema, ohne Anfang und Ende. Doch, es gäbe Richtungen, die zur Gleichheit führen würde. Aber auch das wäre ein Thema mit unterschiedlichen Ansichten. Somit, können wir getrost beten, das die Unvernunft nicht gewinnt.

  10. #10
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    Hallo Horst,

    ein Limit der Evolution gibt es m.M.n. nicht. Ist ja nicht so, dass Evolution immer höhere Ziele anstrebt und irgendwann Schluss ist. Es ist nur die stetige Anpassung an eine sich ständig verändernde Umwelt. Das periodenmäßige Dezimieren ist wohl ein großer Teil davon. Ohne den sogenannten Flaschenhalseffekt wären wir nicht das, was wir jetzt sind. Aber wie du sagst: Ein Thema ohne Anfang und Ende!

    LG
    k

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