1. #1
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    Wer schreibt die schönsten Gedichte?


    Wer schreibt die schönsten Gedichte?

    Es gibt im Netz herrliche Gedichte
    Von schöner Einfalt, stiller Größe,
    Von sprachlich ganz famoser Dichte,
    Abseits von allem Weltgetöse.

    Dann gibt es da große Gedichte
    Mit Grundbegehren und Verstand,
    Gar manche von dem Weltgerichte,
    Das hart bleibt, oft auch abgewandt.

    Schöne Gedichte schreib' ich nicht,
    Da gibt’s doch bessere Poeten.
    Die kämpfen und kasteien sich –
    Mitunter auch in vielen Fehden.

    Manche schreiben tolle Gedichte,
    Die mich anrühren, Sprache schaffen,
    Mir Worte drehen hin zum Lichte
    Und bringen in den Wortschatzhafen.

    So lerne ich aus vielen Quellen,
    Wie Sprache aufbaut, wie sie lebt,
    Um wortreich Welten zu erhellen,
    Indem sie auch nach Wahrheit strebt.

    Ich schreibe, was der Sinn diktiert
    Und hoffe, Leser zu erreichen,
    Die selbst – von mir dann animiert –
    Wortkünste in das Netz einreichen.


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

  2. #2
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    Nun also : Mein kleines Gedicht ist gelöscht worden.
    Die Forenpolizei war päpstlicher als der Papst!
    Dabei bin ich durchaus auf das Gedicht von Dr. Karg eingegangen.
    Nun mein Text noch einmal in Prosa:

    Die Wortekunst sollte gekonnt sein !
    Ansonsten sollte man seine Werke nicht ins Forum stellen, denn sie sind nur"Dunst"
    Wer sich in diesem Dunst sonnt,lebt fern jeder Realität.
    Da hilft auch jedes Mahnen nichts !

    Mein Gedicht:

    Die Wortekunst,
    wenn nicht gekonnt,
    ist nichts als Dunst.
    Wer sich drin sonnt,
    ist fern von der Realität
    und jedes Mahnen kommt zu spät.

    Beide Texte beziehen sich auf die Vorstellung von Dr. Karg, man könne ihm nacheifern!

    Cara 1063


    Nun, am 12.11. wurde ich zusätzlich verwarnt, nachdem ich am 10. 11. das Gedicht in Prosa umgesetzt hatte.

    Ich bin doch sehr erstaunt!

    Cara1963
    Geändert von Cara 1963 (12.11.2018 um 16:29 Uhr)

  3. #3
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    Dr. Karg,
    die Überschrift Deines Werkes lautet: "Wer schreibt die schönsten Gedichte?" In der dritten Strophe, Vers 1, sprichst Du ein großes Wort gelassen aus: "Schöne Gedichte schreib' ich nicht". Dass ich einen Goethe-Vers benutzt habe, liegt wohl daran, dass Du einen Zeitgenossen Goethes, zwar leicht entstellt, aber immerhin noch erkennbar, mit dem einzigen schönen Vers in Deinem Werk zitierst: "Von schöner Einfalt, stiller Größe" (eigentlich "...edler Einfalt, stille Größe"). Winckelmann gab solches von sich angesichts einer ganz wunderbaren Skulptur. Kann man das auch in das Reich der Dichtung verlegen? Ja, kann man. Dass Deine hastig hingeworfenen Werke (mich langweilt es langsam, Dir Deine Sprachverbiegungen durch Ixen zu beweisen) an der einen oder anderen Stelle dem Leser die Tränen in die Augen treiben, verhindert hoffentlich, dass ie in dem von Dir angestrebten "Wortschatzhafen" einlaufen.
    Was soll Deine Behauptung:
    "Da gibt’s doch bessere Poeten.
    Die kämpfen und kasteien sich –
    Mitunter auch in vielen Fehden." ?
    Es soll dem Hörensagen nach Poeten geben, die aus Lust und Laune schreiben, das Kämpfen den Kämpfern und das Kasteien wem auch immer überlassen.
    "Ich schreibe, was der Sinn diktiert
    Und hoffe, Leser zu erreichen,
    Die selbst – von mir dann animiert –
    Wortkünste in das Netz einreichen."
    Du schreibst, was Dir der Sinn diktiert? Du hoffst, Leser zu erreichen? Du glaubst, dass es Poeten/innen gibt, die Du zum Einreichen von Wortkünsten animierst?
    Schau Dir mal das ungeheure Echo auf Deine täglich eingestellten Werke an, zieh die Kritiken ab und Du landest etwa bei Null.
    Schreiben hat etwas mit Arbeit und Sorgfalt zu tun. Beides vermisse ich bei Dir.
    Festival

  4. #4
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    Um Himmels Willen, Cara, das kann man, das muss man nicht!



    Festival,
    es gibt auch Foren, wo das nicht der Fall ist!
    Eine einzige Meinung ist keine Meinung!
    Es gibt auch den Satz:
    WO MEHRHEIT HERRSCHAT, HERRSCHT UNVERSTAND!
    Nicht alle Solidarisierungen sind fair!
    H. H. Karg
    Geändert von Dr. Karg (11.11.2018 um 11:19 Uhr) Grund: Textergänzung

  5. #5
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    Festival versteht einfach nicht das große Ganze dahinter. Das wird erst offenbart, wenn man die neusten Ergüsse meines verehrten Kollegen der Mehrheit liest: Wer mehr schreibt, hat statistisch gesehen schöne Sachen geschrieben. Und wer schreibt also die schönsten Gedichte auf dotcom? Das lyrische Ich aus der dritten Strophe, das hier offensichtlich Ironie verwendet.

    Auch dieser Text übertrifft meine Erwartungen bei Weitem. Kein Wunder, wenn er vom gleichen Meister stammt, der es schafft, sich in seinem eigenen Kommentar selbst zu widersprechen.
    Zitat Zitat von Dr. Karg
    Eine einzige Meinung ist keine Meinung!
    Es gibt auch den Satz:
    WO MEHRHEIT HERRSCHAT, HERRSCHT UNVERSTAND!
    In diesem Sinne: Auf die Herrschaft unverstandener Meinungen!
    .
    цой жив

  6. #6
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    Dr.Karg,

    Manche schreiben tolle Gedichte,
    Die mich anrühren
    Wieso teilst du denjenigen das nicht mit?



    Die selbst – von mir dann animiert –
    Wortkünste in das Netz einreichen.

    Jetzt hast du mich tatsächlich animiert, hier sind meine Wortkünste:

    Ich besitz ‘nen Wortschatzhafen
    und ich könnt ihn mit dir teilen
    wie Sankt Martin, hochverehrt,
    leider habe ich kein Schwert.


    Manchmal könnte man deine Werke für Selbstkasteiung halten, aber sicher nicht um eines höheren Gutes willen.

    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  7. #7
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    Dr. Üppig,
    zerschmettert liege ich nach Deinen Worten, ich verstünde das große Ganze nicht, am Boden und werde mich so schnell nicht erholen. Selbstkritik war nach Deinem Urteilsspruch angesagt und Selbstkasteiung. Kaum ein wenig aufgerichtet, ereilte mich Sidgranis Mitteilung, er besitze einen Wortschatzhafen.
    Bevor ich es vergesse: Dr. Karg hat in Großschrift (den Schreibfehler nehme ich ihn nicht übel, denn wem die Hand zittert, führt kein gutes Schwert) einen bemerkenswerten Satz geschrieben: WO MEHRHEIT HERRSCHT, HERRSCHT UNVERSTAND!. (Das überflüssige A habe ich dem Zitat entnommen).
    Das rinnt Dir alten Zausel wie bester Rotwein durch die Gurgel. Vorweg: Wo Mehrheit herrscht, spricht man von Demokratie!
    In niederträchtiger Art verstümmelst Du aus Schillers Demetrius einen Fürstenausspruch und rechnest natürlich damit, dass keine Sau je den Demetrius gelesen hat. Da lautet das Originalzitat (und aus diesen Quellen schöpfst Du hin und wieder das heraus, was Dir behagt):

    Sapieha (ein Fürst):
    Laßt alles einig sein – Ich sage nein.
    Ich sage Veto, ich zerreiße den Reichstag.
    – Man schreite nicht weiter. Aufgehoben, null
    Ist alles, was beschlossen ward.

    (Allgemeiner Aufstand: der König steigt vom Thron, die Schranken werden eingestürzt, es entsteht ein tumultuarisches Getöse. Landboten greifen zu den Säbeln und zücken sie links und rechts auf Sapieha. Bischöfe treten auf beiden Seiten dazwischen und verteidigen ihn mit ihren Stolen)

    Die Mehrheit?
    [B]Sapieha. Laßt alles einig sein – Ich sage nein.
    Ich sage Veto, ich zerreiße den Reichstag.
    – Man schreite nicht weiter. Aufgehoben, null
    Ist alles, was beschlossen ward.

    (Allgemeiner Aufstand: der König steigt vom Thron, die Schranken werden eingestürzt, es entsteht ein tumultuarisches Getöse. Landboten greifen zu den Säbeln und zücken sie links und rechts auf Sapieha. Bischöfe treten auf beiden Seiten dazwischen und verteidigen ihn mit ihren Stolen)

    Die Mehrheit?
    Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
    Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.
    Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
    Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
    Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
    Um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
    Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
    Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
    Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

    Odowalsky. Hört den Verräter!

    Landboten. Nieder mit ihm! Haut ihn in Stücken!

    Erzbischof von Gnesen (reißt seinem Kaplan das Kreuz aus der Hand und tritt dazwischen). Friede!
    Soll Blut der Bürger auf dem Reichstag fließen?
    Fürst Sapieha, mäßigt Euch! /B]
    Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
    Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
    Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
    Um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
    Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
    Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
    Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

    Odowalsky. Hört den Verräter!

    Landboten. Nieder mit ihm! Haut ihn in Stücken!

    Erzbischof von Gnesen (reißt seinem Kaplan das Kreuz aus der Hand und tritt dazwischen). Friede!
    Soll Blut der Bürger auf dem Reichstag fließen?
    Fürst Sapieha, mäßigt Euch!

    Warum zitiere ich das alles? Schau Dir die Protagonisten an. Welche stehen auf des Fürsten Seite? In welcher Zeit spielt das Stück? Das Volk war ungebildet, der Adel und Klerus hatten das Sagen. In dieser Zeit lässt Schiller den Fürsten sagen: "Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
    Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen."

    Kreiere Deine eigenen Sprüche und lass unsere Klassiker in Ruhe. Sie verdienen es nicht, von Dir vor Deine Kalesche gespannt zu werden.

    Festival

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