Thema: Winterherz

  1. #1
    BERTI Guest

    Winterherz

    Hart geworden ist das Herz in der Brust
    Getanzt zu wenig und gesaugt die Lust
    Zu viel gesehen durch der Augen Schein
    Zu viel durchlebt an Frust und Pein.

    Kein Lichtkranz erhellt das Innere mir
    Fäden der Sehnsucht ziehn mich zu dir
    Meine Seele gleicht einem Tränenmeer
    Die Traurigkeit wiegt bleiern schwer.

    Wo ist die Hoffnung, durchdringend den Schmerz?
    Wo die Sprengladung Liebe, die öffnet das Herz?
    Wo ist die Tür, die mir Freiheit verhieß?
    Winterherz schweigt im dunklen Verlies.

  2. #2
    Registriert seit
    Nov 2008
    Beiträge
    10.997
    Lb. BERTI,

    die Aussage spricht in depressiver Weise von Schmerz, der schweres Leid verursacht. In diesem Leid wird nach der Freiheit gefragt, doch es gibt keine Antwort in der Unfreiheit, die das Leben verdunkelt. Die fehlende Metrik stört den Lesefluss.
    Augen haben keinen Schein und wie könnte durch ihn zu viel gesehen werden?
    Kein Lichtkranz erhellt das Innere mir
    Die Aussage ist nicht deutlich. Welches Innere wird dem „mir“ (LI) erhellt?
    Vorschlag: Kein Lichtkranz erhellt mein Inneres mir.
    noch besser ohne Inversion wäre: Kein Lichtkranz erhellt mir mein Inneres.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
    Registriert seit
    Jun 2016
    Beiträge
    1.759
    Hallo Berti,

    Ich schon wieder. Das mag ich irgendwie, vermutlich weil ich Pathos mag und mich die Lyrik eigentlich vor allem als Transportmittel in die unendlichen Weiten der Innenwelten und persönlichen Befindlichkeiten interessiert.

    Diesem Gedicht hat mich vor allem wegen der „gesaugten Lust“ und der "Sprengladung Liebe" zu einem Kommentar bewegt. Vielleicht ließe sich der Text lyrisch interessanter gestalten, wenn man von den (Doppel)reimzwängen mit den patschert wirkenden Inversionen wegkäme und vielleicht etwas freier schriebe. Als Beispiel, damit du verstehst, wie ich mir das vorstelle (darin gibt es auch Ellipsen und teilweise haben die Satzteile/Verse einen Doppelbezug=Apokoinus):



    Winterherz


    hart geworden
    zu wenig
    getanzt gesaugt
    die Lust

    zu viel

    gesehen durch der Augen Schein
    Frust und Pein
    durchlebt
    kein Lichterkranz erhellt
    das Seelentränenmeer

    bleiern schwer
    ist mir
    das Winterherz
    ziehen Fäden der Sehnsucht
    zu dir

    Wo ist die Hoffnung, durchdringend den Schmerz
    Wo die Sprengladung Liebe, die öffnet mein Herz
    Wo war die Tür, die mir Freiheit verhieß

    im dunklen Verlies
    mein Winterherz

    schweigt



    Lieben Gruß
    (die) albaa
    Geändert von albaa (16.11.2018 um 20:58 Uhr)

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