1. #1
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    Schwert der Barmherzigkeit

    Sankt Martin, der ritt einst durch klirrende Nacht,
    er hatte ein Herz für die Armen
    und selbstlos den Mantel zur Hälfte vermacht,
    er musste sich einfach erbarmen.
    Noch heute erinnern die Kinder daran
    wie er einem Bettler viel Gutes getan
    und ziehn mit Laternen dem Schimmel hintan.
    Wie früher erklingen die Lieder,
    doch Gänsen, den geht's ans Gefieder.
    Geändert von Sidgrani (12.11.2018 um 17:36 Uhr)
    Dichten und dichten lassen

  2. #2
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    Lieber Sidgrani,
    ich glaube Amphibrachys zu erkennen und dann auch noch kreuz- und paargereimte Verse. Ersteres muss ich auch mal probieren. Zum Inhalt: Dieser St. Martin hat ja angeblich einen Bischof von Tours als historisches Vorbild. Somit wäre er ein EU-Bürger und brauchte keine Arbeitserlaubnis für seine Auftritte. Die Martinsgans - ein bedauerliches, aber leckeres Essen (ich bevorzuge Knödel und Rotkohl dazu).
    Die Hälfte seines Mantels: Ein guter Anfang. Aber we hätte den ganzen Mantel hergeben soll, er hatte doch bestimmt noch einen zweiten zuhause.
    "doch Gänsen geht es ans Gefieder." = xXxXxXxXx
    doch Gänsen, den geht's ans Gefieder = xXx xXx xXx (da hättest Du auch den letzten Vers im Amphibrachys.
    Liebe Grüße,
    Festival

  3. #3
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    Lieber Heinz,

    ab und zu versuche ich mich an den alten Formen. Meine Vorlage für dieses Gedicht war das Hochzeitslied von Goethe, das als Beispiel für Kanzonen im Internet zu finden ist.

    Der Bischof von Tours soll sich angeblich einmal im Gänsestall versteckt haben, um der Ernennung zum Bischof zu entgehen. Das aufgeregte Geschnatter der Gänse hat ihn aber verraten. Daher soll sich auch der Brauch ableiten, am Fest des Heiligen eine Martinsgans zuzubereiten. Knödel und Rotkohl sind die perfekten Beilagen.

    Deinem Ratschlag bin ich gefolgt und habe den letzten Vers angepasst. Manchmal betone ich einfach falsch.

    Danke und liebe Grüße
    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  4. #4
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    Lieber Sidgrani,
    was lernen wir aus der Legende des Martins im Gänsestall? Wer zuviel schnattert, dem wird der Hals umgedreht. Das ist zwar unchristlich, aber wirkungsvoll und bringt uns eine willkommene Mahlzeit.
    Alte Formen ausprobieren, das macht mir auch Spaß. Im Augenblick schwimme ich auf der Blankvers-Welle, versuche auch den Amphibrachys ins Spiel zu bringen und freu mich über Reaktionen.
    Liebe Grüße,
    Heinz

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