Thema: AN DIE FARBEN

  1. #1
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    AN DIE FARBEN

    AN DIE FARBEN

    Farbe bringen Modemacher
    in die Kleider einer Frau,
    gut beleuchtet, stark und flacher,
    ist sie Teil der Modeschau.
    Lächelnd schminkt sie die Gesichter,
    Haare färbt sie rot und braun,
    fröhlich macht sie alles lichter,
    lustig bunt erscheint ein Clown.

    Farben sind ein heller Zauber
    der Natur nach Schöpfers Plan,
    kräftig aufgemischt und sauber
    setzt der Herbst die Farben an.
    Seht ihr, wie sich Blätter färben?
    Täglich ändert sich das Bild,
    weiche Farben, die verderben,
    wirbeln durcheinander wild.

    Wo der Wind Gebüsch entblättert,
    fehlt die Farbe an dem Zweig.
    Blätterteppiche, verwittert,
    schmücken drunter einen Steig.
    Tasten, riechen oder schmecken
    kann man eine Farbe nie,
    Farben kann man nur entdecken
    und empfindet Harmonie.

    Lasst uns mit der Geige singen
    auf das tiefe Himmelsblau,
    Farbnuancen Töne bringen,
    im Kontrast zu weiß und grau.
    Wo die Mischungen gelingen,
    malt der Pinsel mit Geschick;
    bis die Farben Macht erringen,
    fesselt uns der Augenblick.

    Hör die Farbe in ihr schwingen,
    wenn die Stradivari spielt,
    fühle in den Schmetterlingen
    klangvoll, wie der Bogen zielt,
    wie die Töne in uns dringen,
    wie die Farben in das Bild,
    bis sie uns in sich verschlingen,
    und dann stimmen sie uns mild.

    © Sonnenwende

    Anmerkung: Das wäre mein Gedicht für den Wettbewerb gewesen. Aber es war nicht erwünscht.
    Deswegen habe ich die Teilnahme zurückgezogen bzw. mich absichtlich disqualifiziert durch Veröffentlichen.

  2. #2
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    Ein seltsamer Text. 3 x wird eine konkrete Farbe erwähnt. 10 x nur der Gattungsbegriff "Farbe" - jeweils in Verbindung mit einem Ornament! Da lächelt die Farbe, macht sie fröhlich, tönt sie oder schwingt usw. Eine recht kalte, kalkulierende Art, über Farben zu schreiben. Wo doch andererseits bereits die bloße Erwähnung einer konkreten Farbnuance oder eines farbigen Dingens bei jedem Leser für eigene Gefühle und Bilder sorgen könnte.

    Stellvertretend für den verwaschenen Sprachstil sei genannt: "Hör die Farbe in ihr (der Stradivari)schwingen".
    1. Welche singuläre Farbe schwingt denn nun in der Stradivari? Ich besitze keine und auch nicht das Auge eines Geigenbauers.
    2. Oder
    schwingen Farben in der Stradivari?
    3. Warum läßt uns das hypersensitive LI nicht einfach konkret an seinem empfundenen Farbspektrum teilhaben? Ist nicht die sprachliche Darstellung individueller Gefühle eigentlicher Sinn empfindsamer Lyrik?

    Also, irgendwie fühle ich mich von der Autorin angesprochen wie ein scheinbar farbenblinder Depp, der eine Belehrung zum Wesen der Farbe benötigt. Oder zum Wesen der Farben? Egal, es schmeckt irgendwie nach Manipulation.

    Da war doch noch etwas... ach ja, der Ausschluss vom Wettbewerb. Passt schon!


    Geändert von Artname (27.11.2018 um 21:47 Uhr)
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

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