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Weiter, reiner, feiner Garten,
duftest, blühst nur wie du kannst,
In Raunen, Stimmen, Lorbeerkranz
der Schönheit Wunder Eleganz.

Morgensonnen voll erwarten
recken ihre Lichter aus,
greifen nach dem Nebel aus:
Kühle atmet ein und aus.

Plötzlich bricht Geschrei herbei,
als junge Beine herzlich springen,
und mit vielerlei verspielter Zankerei
Zum Friedhof ihren Fußtanz schwingen.

Und sieh nur an wie arm sie scheinen.
Sieh genau in ihr nachtbetrübt‘ Gesicht!
In all der Freude die sie strahlen,
stahl etwas das ihre Licht.

Man sieht sie an, will flammend zürnen,
dass keiner Totenkränze schände,
Ihn nicht für Tanz und Spiel verwende,
doch vorher sehen sie dich und türmen.

Der Argwohn glüht nicht lange nach,
erkaltet als man sich entsinnt,
das Winter naht und keiner ihm entrinnt.
Im Schnee liegt dann ein Gossenkind.

Und langsam packt der Nebel wieder
seine Hände um die Ruhe
und erwürgt sie. Ferne Schuhe
Tappern in der Marmortruhe.

Weiter, reiner, fahler Garten,
moderst, stirbst nur wie du kannst
In Raunen, Stimmen, Totenkranz
lauert deine Arroganz.
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- Shrar alias Gargoyle