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Thema: Wir üben

  1. #31
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    Später schämte ich mich dafür.
    Dafür musst Du dich nicht schämen - das weiß man vorher halt nicht...wie lange so eine Beziehung hält. Am Anfang geht man immer von einer Art Unendlichkeit aus.


    Ich bin nicht auf der Suche nach einem Deckel...deshalb muss ich auch nicht darauf hoffen einen zu finden. Hin und wieder ein Topflappen...das reicht mir.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  2. #32
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    Manches wird man nie merken.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #33
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    Zitat Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht auf der Suche nach einem Deckel...deshalb muss ich auch nicht darauf hoffen einen zu finden. Hin und wieder ein Topflappen...das reicht mir.
    Huch, ich bin ja noch wach. Hier muss ich aber schnell nochmal antworten

    Ich war damals auch nicht auf der Suche nach einem „Deckel“ und stolz darauf, ein ganzes Jahr ohne Partner an meiner Seite als allein erziehende und berufstätige Mutter das Alltagsleben gut bewältigt zu haben.

    In der Nacht, bevor ich meinen „Deckel“ in der Disko kennen lernte, sagte ich noch zu meiner Freundin, dass ich das Singleleben genieße und vorerst keinen Partner an meiner Seite vermisse. Und plötzlich fragte mich mein zukünftiger „Deckel“ ob ich mit ihm tanze … Eine lange und völlig verrückte Geschichte, die ich hier nicht weiter vertiefen möchte. Er hat mich „gezähmt“ und zu einem besseren Menschen gemacht. Seitdem bin ich treu wie gold und weiß es zu schätzen, was Liebe, Geborgenheit und Vertrauen bedeuten.

    Gruß
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  4. #34
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    Hallo Dabschi,

    nehme ich dir alles ab - und gönne es dir auch von Herzen! Ist aber für mich kein Lebensmodell (mehr) - habe ich alles schon gehabt. Ich habe in Weltmetropolen gelebt...aber auch auf dem Lande - hatte langjährige Beziehungen...und auch wilde Zeiten als Single. Heute habe ich von allem das für mich beste...teilweise hat es sich so ergeben...aber im Großen und Ganzen habe ich mir das so zurechtgelegt. Ich habe mehr "Freundinnen" als "Freunde...Frauen...mit denen ich verreise, abends weggehe....einfach nur quatsche...oder sonst was unternehme - aber auch Bekanntschaften für eine reine Fickbeziehung...mal mehr...mal weniger geregelt. Für mich aber (heute) unvorstellbar, dass mir da eine von morgens bis abends im Weg rumsteht. Schon eine Woche wäre mir da zu viel...wäre unerträglich für mich. Ist sicherlich eine Art von Egoismus...aber dazu stehe ich. Ich benötige weder eine Putze....noch eine Köchin - und ein Pflegefall bin ich auch noch nicht

    So unterschiedlich wie wir Menschen sind...so verschieden sind auch unsere Lebensmodelle. Und egal was und wie man lebt...hauptsache man kann es selbst bestimmen.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #35
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    Lb. AD,

    so wie Du schreibst, hast gute Voraussetzungen und Fähigkeiten passende Menschen für Deine Unterhaltung und Deine Bedürfnisse zu finden. Dies ist jedoch nur bei sehr wenigen so. Die Meisten brauchen die Sicherheit dass ihnen ein passender Partner exklusiv erhalten bleibt, weil sie sonst nicht so leicht etwas gleichwertiges finden. Es gibt viele kontaktschwache Menschen, die sich damit schwer tun. Sie sind froh wenn sie einen sicheren Partner gefunden haben und wollen ihn dann besitzen.

    LG Hans

    Lb. Dabschi,

    mit zunehmendem Alter wird die Partnerwahl schwieriger und die Auswahl kleiner. Da ist es wichtiger sich bei einem Partner abzusichern.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #36
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    Hallo Hans

    so wie Du schreibst, hast gute Voraussetzungen und Fähigkeiten passende Menschen für Deine Unterhaltung und Deine Bedürfnisse zu finden.
    Ja, in der Psychiatrie z.B, oder beim Erntedankfest der Mormonen.

    Sie sind froh wenn sie einen sicheren Partner gefunden haben und wollen ihn dann besitzen.
    Was verstehst Du unter einem "sicheren" Partner? Und eine Person besitzen, das geht sowieso nicht - ausser man ist Großplantagenbesitzer und hält sich Sklaven.

    mit zunehmendem Alter wird die Partnerwahl schwieriger und die Auswahl kleiner. Da ist es wichtiger sich bei einem Partner abzusichern.
    Die Auswahl wird nicht kleiner, nur älter. Und was heißt "abzusichern"? Eine Partner ist doch keine Lebensversicherung. Es ist doch eher so, dass viele Menschen mit sich selbst nichts anzufangen wissen - in einer Partnerschaft werden sie auch nicht viel glücklicher - aus der Verdoppelung von Unglück wird kein Glück. Eine Schnarchnase findet maximal eine Schnarchnase...dann sind es zwei Schnarchnasen. Man sollte erst mal versuchen für sich selbst zufrieden und glücklich zu sein...dann kommt alles andere...falls gewünscht...von ganz alleine. Fakt ist, dass man sein Glück nicht in einer anderen Person finden kann. Wer mit sich selbst unzufrieden ist...der wird durch eine zweite Person nicht zufriedener.

    Gerade jetzt an Weihnachten werden wieder viele Menschen in Depressionen verfallen...aus ganz unterschiedlichen Gründen,. Aber nicht einer der vermeintlichen Gründe ist ein wahrer Grund um traurig zu sein. Habe ich eine scheiß Familie...dann feier ich in ihrem Kreise keine Weihnachten. Habe ich keine Familie...dann ist das eben so. Hat man keine Freunde, dann liegt das an einem selbst. Egal wie...man hat immer die Möglichkeit daran etwas zu ändern...statt in Selbstmitleid zu verfallen. Weihnachten ist am Ende des Jahres...das heißt...dass der Mensch...ob er will oder nicht...ein Fazit zieht - zurückblickt. Und nicht wenige blicken auf ihr eigenes Scheitern zurück und fügen sich ihrem "Schicksal". Statt ihr Leben selbst in die Hände zu nehmen...geben sie dann lieber anderen die Schuld...beklagen wie ungerecht und böse die Welt ist. Eine Familie...die nicht intakt ist...wird das auch an Weihnachten nicht sein - im Gegenteil, da kommt das dann alles zum Vorschein.
    Das gleiche gilt für eine Partnerschaft. Die beinamputierte Oma im Rollstuhl ist natürlich nicht mehr Schmied ihres eigenen Glückes - mit ihr darf man gerne Mitleid haben. Alle anderen haben eher einen kräftigen Arschtritt verdient.

    Gruß, A.D.
    Geändert von AndereDimension (08.12.2018 um 05:03 Uhr)
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #37
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    @ Hallo A.D.,

    ich nehme es Dir auch ab, dass es für Dich kein Lebensmodell (mehr) ist. Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied und jeder Mensch hat andere Vorstellungen vom glücklich sein während seiner kurzen Lebenszeit hier auf Erden. Das finde ich völlig okay.

    Für mich war es ein Glücksfall, dass ich nach etlichen Enttäuschungen doch noch einen Menschen fand, der genau dieselben Vorstellungen für ein glückliches, zufriedenes Leben teilt, wie ich. Ich hatte zuvor viele Frösche geküsst und warf sie alle wieder zurück in den Teich, bis ich eines Tages meinen Deckel fand.

    Mut zum Risiko gehört natürlich dazu. Manche Menschen bleiben Zeit ihres Lebens lieber in einer unglücklichen Beziehung, weil sie z.B. Existenzängste oder sonstige Ängste haben.

    Es hätte alles anders kommen können, aber das Schicksal meinte es gut mit mir.

    „Schicksalhafte Begegnung“ – so lautet auch der Titel meiner Geschichte, die ich vor einigen Jahren aufschrieb, binden ließ und innerhalb der Familie verschenkte. Unsere Geschichte musste ich einfach aufschreiben, so mysteriös sie war …

    Gruß
    Dabschi

    @ Hallo Hans,

    mit zunehmendem Alter wird die Partnerwahl schwieriger und die Auswahl kleiner. Da ist es wichtiger sich bei einem Partner abzusichern.
    Mit 38 Jahren, als ich damals meinen 8 ½ Jahre jüngeren Mann in der Disko kennen lernte, war ich noch ein „heißer Feger“ und hatte keinen Grund mich absichern zu wollen. Im Gegenteil, ich wollte mein Singleleben noch eine Weile genießen. Aber manchmal kommt es anders als man denkt …

    Heute mit 60 bin ich natürlich schon ein bisschen verwelkt und denke schon öfter darüber nach, wie sich unser Altersunterschied mit zunehmendem Alter bemerkbar macht. Ich hoffe, dass alles gut geht und wir zusammenbleiben, bis der Tod uns scheidet.

    Gruß
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  8. #38
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    Lieber hundert Frösche küssen...als eine Kröte schlucken. Und ob 38 oder 60, das spielt keine große Rolle...ab 25 ist eine Frau alt (wusstest Du, dass der menschliche Körper schon ab ca. 20 abbaut?) so gesehen wird er dich mit den gleichen Augen betrachten wie vor 22 Jahren
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  9. #39
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    Lb. A.D.,

    eine Scheidung oder Trennung bringt wirtschaftliche, gesellschaftliche und psychische Probleme mit sich, die es unmöglich machen können. Es wird meist in der Besitzform gesprochen (meine Frau, mein Mann). Eine Partnerbindung ist auch eine Wirtschaftsgemeinschaft, die Sicherheit bietet und meist nicht ohne größeren Schaden aufgelöst werden kann.

    LG Hans

    Lb. Dabschi,

    die älteren Menschen sind meist in festen Beziehungen oder Tod. Ca. ab 70 gibt es dann schon mehr Witwen. Auch ältere Menschen können noch körperlich atraktiv sein, wenn sie sich fit halten so dass sie ihre Figur behalten. Auch mit Falten kann man noch gut aussehen.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  10. #40
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    Hallo Hans

    eine Scheidung oder Trennung bringt wirtschaftliche, gesellschaftliche und psychische Probleme mit sich, die es unmöglich machen können
    Eine wider der Vernunft und des Willens aufrecht erhaltene Beziehung bringt nicht weniger Probleme mit sich. Eine solche Entscheidung, ob so oder so, muss man erst mit sich selbst - und dann mit dem Partner austragen.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  11. #41
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    Lb. A.D.,

    jede Entscheidung und Scheidung muss vorher mit Vernunft in Anbetracht der Folgen bedacht werden. Es gibt viele die wegen ihrer Scheidung den Rest ihres Lebens in Armut leben müssen. Dazu gehören nicht jene, die auch noch nach der Scheidung besondere Fähigkeiten anzubieten haben und auch noch gefragt werden, doch dies ist nur der kleinere Teil.

    LG Hans
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