1. #1
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    Zu große Nähe


    Zu große Nähe

    Er hatte sie damals kennen gelernt
    Als Chef in der großen Einrichtung.
    Doch bleibt da noch ihre Lust besternt,
    Wo nah an der Tagesverrichtung
    Der eigene Lebensvollzug?

    Wo alle sich nahe kennen,
    Kann da noch täglich gedeihen
    Das große Liebesbekennen
    Mit feinfühligerem Freien?

    Kann Liebe denn da noch zünden,
    Wo die Mitwelt alles aufspürt?
    Können Händchen sich haltend finden,
    Geheimnisverborgen und still geführt,
    Wo die Arbeit den Tag verstellt?


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

  2. #2
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    Nö kann sie nicht und soll sie auch nicht, denn Arbeitsbeziehungen sind keine intimen Beziehungen. Wo es sich vermischt, was immer mal wieder passiert, wird es schwierig. Wer sich trotzdem darauf einlässt, muss sich dessen bewusst sein. Formal ist das Gedicht eine Katastrophe, unter "Gesellschaft" würde ich das Thema jedoch als eines Gedichtes würdig bezeichnen. LG gugol

  3. #3
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    Was schert es den Hengst, der sich mit seiner Lieblingsstute vereint, wenn die Brauereipferde stänkern, motzen und maulen?

    ..sehr grobes Holz und stark überzeichnet, ABER:

    Dem LI könnte die Erkenntnis helfen, dass wir in aller Regel "nur" vernunftbegabte Tiere sind und für die "Menschwerdung" noch büffeln müssen.
    So ist es dann eben: Alles scheinen alles zu wissen. Na und? Sie _leben_ und fühlen es nicht

    Gerne gelesen
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  4. #4
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    Hallo Dr. Karg,

    Du greifst nicht selten ganz interessante Themen auf, ...aber auch bei der Umsetzung hin und wieder daneben.

    Eine Arbeits-Liebes-Beziehung, das alleine sagt noch gar nichts aus. Ist SIE z.B. Sekretärin und ER Fahrer, dann sehen sie sich wohl eher selten auf der Arbeit. Ich hatte mal ein solche Beziehung...aber nur um mich hochzuschlafen - sie war die Nichte des Chefs. Später...als ich dann selbst Chef war...hatte ich dann nur noch mit der ein oder anderen Volontärin geschlafen - aus purer Geilheit heraus...ohne Gedanken an eine mögliche Beziehung. Sozusagen als Harry W. der xxxBranche.

    Noch etwas: das Kennenlernen ist auch als Verb ein kennenlernen...a. weil es ein Eigenwort ist, b. weil es einen Prozess beschreibt, c. weil es kein "nicht kennen lernen" gibt - auch wenn Duden und Germanisten etwas anderes erzählen.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #5
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    Liebe Dichterfreunde,
    mein Gedicht ist aus Erlebnisse mit einigen Paaren erwachsen. Dass auch das Gegenteil möglich ist, stelle ich nicht in Abrede.
    LG HHK

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