Thema: Rauhnacht

  1. #1
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    Rauhnacht

    Mondsichel so zart
    im Himmel wie ausgestanzt
    Zauber der Rauhnacht
    Nichts ist mir zu klein und ich lieb es trotzdem
    und mal es auf Goldgrund und groß,
    und halte es hoch, und ich weiß nicht wem
    löst es die Seele los...
    (Rainer Maria Rilke)

  2. #2
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    -

    Zitat Zitat von ~rosenrot~ Beitrag anzeigen


    Mondsichel so zart
    im Himmel wie ausgestanzt
    Zauber der Rauhnacht


    Hallo rosenrot,

    sehe ich in den ersten beiden Zeilen einen, für mich unauflösbaren Widerspruch. Einmal soll diese Mondsichel ' so zart' sein, andererseits ist sie 'wie ausgestanzt' … für mich passt das nicht zusammen.

    … etwas Ausgestanztes ist scharf konturig, etwas 'so Zartes' ist eine feinsinniger Ahnung von …

    mal meine Inspiration zu deinem Stück ____________ :


    Mondsichel zart

    zaubert
    der Himmel

    in dieser Rauhnacht


    --------------------------------

    einen Gruß Dochtel …

    -
    Streichholz am Docht, Vorsicht ...

  3. #3
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    Hallo Dochtel,

    vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren, und auch dafür, dass du dir so viele Gedanken gemacht hast.

    "Zart" bezeichnet hier kein taktiles Erleben, sondern es steht für "fein, filigran". Vielleicht wäre "fein" das treffendere Wort.

    Das erste Licht nach der Neumondnacht hat etwas Magisches. Nun besteht der Zauber der Rauhnächte ja bekanntlich darin, dass die Grenzen zwischen der realen und der magischen Welt durchlässig werden, so dass der Mensch etwas wahrnimmt, das über den profanen Alltag hinausgeht, wie z. B. den Zauber, der in einem klaren Sternenhimmel liegt, in einem rot getönten Sonnenuntergang oder eben in einer kaum wahrnehmbar feinen Monsichel, die den wieder zunehmenden Mond ankündigt. Ausgestanzt deswegen, weil die Vorstellung war, der Himmel sei nur eine nachtblaue Folie, hinter der sich das Licht verberge.

    Ein schönes Adventswochenende mit magischen Momenten
    wünscht

    rosenrot
    Nichts ist mir zu klein und ich lieb es trotzdem
    und mal es auf Goldgrund und groß,
    und halte es hoch, und ich weiß nicht wem
    löst es die Seele los...
    (Rainer Maria Rilke)

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