1. #1
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    Sonne, Mond, mal ohne Sterne

    Sonne, Mond, mal ohne Sterne


    Die Wolkenschäfchen wollen heute spielen
    Und sausen jagend durch das hohe Blau.
    Die Sonne zählt sie, schafft es nicht genau:
    Kein Wunder, wie denn auch bei diesen Vielen!

    Der Mond verschläft. Er macht es wieder schlau
    Und lässt die Sonne scheinen. Ganz im Stillen,
    Denn er ist nur der dunklen Nacht zu Willen,
    Hängt er den Träumen nach, macht einfach blau,

    Bis ihn die ersten Nebel schließlich rufen.
    Die Sonne steigt die vielen Himmelstufen
    Zuerst hinauf, ab Mittag geht es runter.

    Die die solch Ungerechtigkeit erschufen,
    Beschimpft sie manchmal. Morgens wird sie munter;
    Der fahle Mond erlischt, und es wird bunter.
    Geändert von Walther (10.12.2018 um 18:50 Uhr)
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  2. #2
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    Guten Tag Walther,
    die Gedichtform als Sonett wirkt ja manchmal als Stilmittel richtig aufgesetzt.
    Hier gar nicht. Der Inhalt dominiert so stark, dass ich die Form nur unterschwellig wahrnehme.
    Die zweite Strophe finde ich besonders gelungen, weil sie voller richtig guter Metaphern steckt.
    Hat mir alles sehr gefallen bis auf S1V2. Das ist mir sprachlich zu abgehoben.
    Gruß manehans
    Solange Glut ist, kann auch Feuer sein...
    Eva Strittmatter

  3. #3
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    Zitat Zitat von manehans Beitrag anzeigen
    Guten Tag Walther,
    die Gedichtform als Sonett wirkt ja manchmal als Stilmittel richtig aufgesetzt.
    Hier gar nicht. Der Inhalt dominiert so stark, dass ich die Form nur unterschwellig wahrnehme.
    Die zweite Strophe finde ich besonders gelungen, weil sie voller richtig guter Metaphern steckt.
    Hat mir alles sehr gefallen bis auf S1V2. Das ist mir sprachlich zu abgehoben.
    Gruß manehans
    hi manehans,
    danke für reinleisen. dein satz 3 ist ungefähr das maximalkompliment, das ein sonettist bekommen kann - meiner unmaßgeblichen ansicht nacht.
    mit der bemerkung zu s1v2 kann ich ganz gut leben. der vers hat seinen sinn im gesamtbild. ihn zu "entschärfen", also stärker zurückzunehmen, brächte die innere balance durcheinander.
    lg W.
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