1. #1
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    Die Daseinslüge

    Ich wurde in das Sein geschmissen.
    Hab ich mich je darum gerissen?!
    Ich wurde in die Welt gegossen,
    wer mutet zu mir solche Possen?

    Was suche ich in dieser Welt,
    wo man mich hasst, wo man mich quält?
    Fressen und gefressen werden,
    ist kein System zum glücklich werden!

    Die Lust, mit großer Müh' errungen,
    sie ist dahin, schon längst verklungen.
    Sinn und Nutzen dieses Lebens,
    such' nicht danach, du suchst vergebens.

    Ein finsterer Gedankenwald,
    sich im Gemüt zusammenballt.
    Am Horizont steht wie zum Hohn,
    Vergänglichkeit ist Weltenlohn.
    Geändert von Alfredo (05.02.2019 um 09:12 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Alfredo,

    sehr interessant wie, Du das Dasein betrachtest.
    Anregend, hab ich gern gelesen.
    Beste Grüße vom lautmaler

  3. #3
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    lieber alfredö

    ich schreibe meinen kommentar mal in einem kleinen gedicht.

    ich suche freude in der welt
    in die man mich hineingestelt.
    sinn und nutzen meines lebens
    ist der grund meines strebens.
    ist einmal die lust dahin
    hab ich anderes im sinn.
    was wir machen aus dem leben
    das ist in unsere hand gegeben.

    ich lese deine gedichte immer sehr gerne

    liebe grüsse margot

  4. #4
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    Hallo Margot,
    vielen Dank für Deine Antwort. Dein Gedicht ist ein optimistischer Gegenpol zu meinem Pessimismus.

    Alfredo



    Hallo lautmaler, danke für Deinen Kommentar.

    Alfredo

  5. #5
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    Hallo Alfredo,

    ich bin kein Freund von Begriffen wie "Sein"...weil gerade dieser Begriff in meinen Augen nichts aussagt. Da könnte an gleicher Stelle auch "Pflasterbrot" stehen...würde für mich keinen Unterschied machen. Aber egal...dafür kannst ja Du nichts.

    Ich wurde in das Sein geschmissen.
    Hab ich mich jemals drum gerissen?!
    Hab ich mich je darum gerissen


    Ich wurde in die Welt gestoßen,
    wer mutet zu mir solche Possen?
    kein Reim...auch kein unsauberer...sondern eher kontraproduktiv. Entweder komplett auf den "Reim" verzichten ...oder umschreiben...z.B.

    Ich wurde einst in Form gegossen,
    wozu ...........


    Die Lust, mit großer Müh' errungen,
    sie ist dahin, schon längst verklungen.
    Sinn und Nutzen dieses Lebens,
    such' nicht danach, du suchst vergebens.
    Hier wechselst Du plötzlich die Perspektive....erst auf das ICH bezogen...dann zum allgemeinen Du

    such ich danach, such ich vergebens


    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  6. #6
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    Hallo A.D.
    Der Begriff 'Sein' ist ein wenig parodistisch gemeint und soll hier hohles und falsches Pathos karikieren.
    Die Kritik an den Reimen ist gerechtfertigt und ich habe den Text dahingehend abgeändert.
    Was den Perspektivenwechsel angeht, so ist er als Selbstgespräch gemeint.
    So wie man nach einer begangenen Eselei zu sich selber sagt: 'Hast du das nötig, so einen Scheiß zu machen!'

    Gruß
    Alfredo

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