Thema: Angst

  1. #1
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    Angst

    Angst setzt angstbesetzte Zeichen,
    spielt für mich ein Melodram.
    Leichtsinn soll der Vorsicht weichen,
    weil sein Flügelschlag erlahmt.

    Angst verzögert meine Schritte,
    jede Sicht ist eingeschrängt.
    Kein Weg führt mehr durch die Mitte.
    alles wird jetzt umgelenkt.

    Angst lässt ängstlich mich verstecken,
    Furcht besiedelt nun das Haus.
    Furchen lassen sich entdecken
    dem Gesicht entspringt der Graus.

    Grau sind auch die bunten Farben,
    schwarz gesellt sich Pech dazu.
    Ein Entsetzen voller Narben
    stört Gedanken, gibt nicht Ruh.

    Angst, was soll ich dich besingen?
    Nein, ich ruf dich nicht herbei!
    hüpfend werd ich dich bezwingen,
    hoch vom Turm, dann bin ich frei.
    Geändert von Anjulaenga (12.12.2018 um 17:40 Uhr)

  2. #2
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    Hoffentlich gibt es ein paar die da Bildungslücken haben wo du der Angst diese Lektion erteilst. Sie wird sich nächste mal besser vorbereiten und dann wird es einfach drum gehen wie viel Schmerz noch zu ertragen ist wenn man nicht mehr alles in Halbsätzen ausdrücken kann.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Lieber Terrorist,

    Schon klaro, Angst lässt sich lyrisch nicht wegreden, bestenfalls aber kleinreden.
    Nun, welche Lektionen sollt ich einer Angst erteilen können,
    die mich schon so oft vor dem Unheil bewahrt hat?
    Und wie könnt ich deinen Schmerz bei der Anwesenheit unerträglicher Halbsätze teilen.
    Sollt ich mich fortan in Viertelsätzen üben, bevor ich springe,
    oder für dich
    nur noch einzelne Buchstaben vom Turme flattern lassen?

    nachdenklich A.

    Cave! das Gedicht empfiehlt sich nicht zur Nachahmung, und ist nur für geübte Base- Jumper geeignet!

  4. #4
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    Hast wohl noch nie so ein richtiges Angstgefühl gehabt? Und das Gedicht soll durch mangelnde Intensität auffallen!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Natürlich habe ich Ängste, lieber Terrorist, z. B. vor Terroristen.
    Mir geht es vor allem um die aufgebauschte Angst, die es mit uns auf die Spitze treiben will,
    und für jeden zu einem hohen Turm werden kann.
    Das ist wie eine überschießende Reaktion bei Allergikern.
    Ob das Gedicht jetzt mehr durch mangelnde Intensität oder durch anzunehmende Begriffsstutzigkeit der Leser auffällt,
    lässt sich ganz schwer sagen, wie wolltest du das ermessen?
    Danke jedenfalls für dein reges Interesse,
    L.G.A.

  6. #6
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    Ermessensfragen sind die eine Sache aber wenn du es eher schematisch gemeint hast macht es mehr Sinn. Zumal wir ja auch in Hochhäusern wohnen weil wir Angst davor haben die könnten zu Spukhäusern werden wenn unsere Mietvorstellungen plötzlich in den Gefühlsbereich rüberdriften wo du dann auf dem Turm dessen stehst was einer Perspektive gleichkommt die künstlerische Übertreibung gleichsetzen will mit Realität. Ist wahrscheinlich die Angst davor keine zu haben oder haben zu können.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  7. #7
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    Lieber Terrorist,

    wenn es die Angst mit uns übertreibt, und sie uns vor den Karren spannt, so wird unsere Perspektive schnell verzerrt sein. Mag sein, dass der Korrekturversuch wiederum eine künstliche, künstlerischen Übertreibungen darstellen muss, um die Verzerrung normal erscheinen zu lassen. Quasi wie eine Linse vor dem verzerrten Bild. Einen völlig angstlosen Menschen kann ich mir indess kaum vorstellen. Er wird ähnlich wie ein indolenter Typ hochgradig gefährdet sein und schnell in der Gefahr umkommen. Beim hohen Turm klebst du am Bild hoher Gebäude, was aber eher symbolisch gedacht war. Klar, auch hohe Mieten können Menschen auf ein Hochhaus steigen lassen. L.G.A.

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