Thema: Enkelbesuch

  1. #1
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    Enkelbesuch


    Enkelbesuch

    Nach vielen, langen Sehnsuchtsjahren
    Kommen zwei Enkel doch zu mir
    Mit ihrem Papa her gefahren
    Und feiern nun ein wenig hier.

    Sie wollen wieder einmal reden,
    Großelternnähe gerne spüren.
    Sonst leben sie in fernen Städten,
    Wo grelles Licht Seelen verführen.

    Hier aber zählt allein die Nähe,
    Das enge Miteinandersein.
    Wenn ich in ihre Augen sehe,
    Sind die voll Glanz, wir nicht allein.


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

  2. #2
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    Dr. Karg,
    es ist immer spannend, wenn Du (oder Dein LI) Blicke in sein Leben gewährt. Von metrischen Peanuts sehe ich ab, weil sie Dich nicht berühren.
    Nach "vielen, langen Sehnsuchtsjahren" - das ist sehr ungenau. Sind das zwei, drei oder mehr Jahre?
    Von ihrem Papa, also Deinem Sohn oder Schwiegersohn, werden zwei Enkel zu Dir gefahren. Da stellt sich mir die Frage: Weshalb hat der Papa so viele, lange Sehnsuchtsjahre abgewartet, um die Enkel nun ein wenig feiern zu lassen?
    Die Enkel leben in fernen Städten (na ja, wenn der Papa sie zum Opa fährt, scheint es sich ja um überbrückbare Entfernungen zu handeln), und in diesen fernen Städten verführt grelles Licht die Seelen. (Ich lass mal den Hinweis zu, dass die beiden Verse vermurkst sind). Was macht das grelle Licht? Es verführt - wozu? Haben wir nicht in unserer Jugend gesungen: "Brüder, zur Sonne...", also hinauf strebte der Sinn zu Licht und Klarheit.
    Der letzte Vers "Sind die voll Glanz, wir nicht allein." bezieht sich auf die Augen. Weshalb glänzen sie? Vor Freude oder glitzern erste Tränen?
    Festival

  3. #3
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    Ich finde es ist wirklich wunderbar, wenn man den Alltag verdichtet.
    Liebe Grüße RunaSchein

  4. #4
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    Hallo RunaSchein,
    ich freu mich über jede/n, der/die den ehrenhaften Beruf eines Verdichters wunderbar findet. In meinem Land nennt man sie zwar Klempner, aber das Verdichten macht ihnen allen Spaß.
    Gruß,
    Festival

  5. #5
    Frank Reich ist offline Stranger in a strange land
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    Hallo Herr Karg,

    Deinem an sich stimmigen Gedicht wird von solch grammatischen Unstimmigkeiten wie "grelles Licht Seelen verführen" à la "Ali - Angst essen Seele auf" und manch metrischer Holperstelle leider der festliche Glanz ein wenig genommen.

    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen

    Enkelbesuch

    Nach vielen, langen Sehnsuchtsjahren
    Kommen zwei Enkel doch zu mir
    Mit ihrem Papa her gefahren
    Und feiern nun ein wenig hier.

    Sie wollen wieder einmal reden,
    Großelternnähe gerne spüren.
    Sonst leben sie in fernen Städten,
    Wo grelles Licht Seelen verführen.

    Hier aber zählt allein die Nähe,
    Das enge Miteinandersein.
    Wenn ich in ihre Augen sehe,
    Sind die voll Glanz, wir nicht allein.


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

    Hab mir die künstlerische Freiheit genommen daran herumzubasteln, um es für meine Ohren harmonischer zu gestalten (siehe unten).


    Enkelbesuch

    Nach vielen, langen Sehnsuchtsjahren
    Kommen zwei Enkel doch zu mir
    Mit ihrem Papa her gefahren
    Und feiern nun ein wenig hier.

    Sie wollen nur ein wenig reden,
    Großelternnähe wohlig spürn.
    Sonst leben sie in fernen Städten,
    Wo grelle Lichter sie verführn.

    Hier aber zählt allein die Nähe,
    Das enge Miteinandersein.
    Wenn ich in ihre Augen sehe,
    Sind die voll Glanz und nicht allein.


    Will daneben die Gelegenheit nutzen, um auf die spammigen Kommentare von Festival aufmerksam zu machen.

    Zitat Zitat von Festival Beitrag anzeigen
    Dr. Karg,
    es ist immer spannend, wenn Du (oder Dein LI) Blicke in sein Leben gewährt. Von metrischen Peanuts sehe ich ab, weil sie Dich nicht berühren.
    Nach "vielen, langen Sehnsuchtsjahren" - das ist sehr ungenau. Sind das zwei, drei oder mehr Jahre?
    Von ihrem Papa, also Deinem Sohn oder Schwiegersohn, werden zwei Enkel zu Dir gefahren. Da stellt sich mir die Frage: Weshalb hat der Papa so viele, lange Sehnsuchtsjahre abgewartet, um die Enkel nun ein wenig feiern zu lassen?
    Die Enkel leben in fernen Städten (na ja, wenn der Papa sie zum Opa fährt, scheint es sich ja um überbrückbare Entfernungen zu handeln), und in diesen fernen Städten verführt grelles Licht die Seelen. (Ich lass mal den Hinweis zu, dass die beiden Verse vermurkst sind). Was macht das grelle Licht? Es verführt - wozu? Haben wir nicht in unserer Jugend gesungen: "Brüder, zur Sonne...", also hinauf strebte der Sinn zu Licht und Klarheit.
    Der letzte Vers "Sind die voll Glanz, wir nicht allein." bezieht sich auf die Augen. Weshalb glänzen sie? Vor Freude oder glitzern erste Tränen?
    Festival
    Zitat Zitat von Festival Beitrag anzeigen
    Hallo RunaSchein,
    ich freu mich über jede/n, der/die den ehrenhaften Beruf eines Verdichters wunderbar findet. In meinem Land nennt man sie zwar Klempner, aber das Verdichten macht ihnen allen Spaß.
    Gruß,
    Festival

    Es ziemt sich nicht, als Kommentator in einem Lyrikforum abwertend über private Familienverhältnisse von Usern zu spekulieren und noch viel weniger auf Kommentare von Usern zu antworten, die nur den Autoren ansprechen. Verstößt gegen die allgemeinen Grundregeln aller Netiquetten. Das absichtliche Fehlenlassen von Gruß- und Anredeformeln widerspricht jeglicher Form von sozialem Anstand. Wird hier mehr aus Schreibfrust als aus Schreiblust kommentiert?

    LG
    Frank REich
    Geändert von Frank Reich (17.12.2018 um 10:05 Uhr)

  6. #6
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    Wollte ein Gedicht aus meinem Erfahrungsschatz schreiben, der mich sehr berührt hat.
    LG H. H. Karg

  7. #7
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    lb dichterfreund Frank Reich,

    das
    Wenn ich in ihre Augen sehe,
    Sind die voll Glanz und nicht allein.
    meinst du ernst? du gestattest, daß ich hier mein weißes haupt schüttele (der kalk rieselt noch nicht, das kann aber noch werden, die haare sind frisch gewaschen, so daß aus ihnen auch die schuppen der erkenntnis rieseln, du mußt also nachher selbst drauf kommen, was an deinem bild nicht richtig paßt). dieses bild ist so daneben, daß es schon wieder zum schmunzeln einlädt. einfach mal durchlesen und dann auf zwei zählen.
    der spam stammt von "RunaSchein", der rest ist keiner. der user "Festval" spießt allenfalls die selbstbeweihräucherung des großvaters dokter Karg ein wenig auf. wenn man die gesamtschau seiner familieverse betrachtet, die er hier ausbreitet, ist das nachvollziehbar. also nix mit etikettenschwindel.
    lieber adventsgruß W.

    Werter dokter,
    ich habe nix dagegen, wenn mich mein schatz berührt. erfahrung kann das auch. aber einen berührenden erfahrungsschatz hab ich noch nicht gesehen, allenfalls einen aufschlußreichen.
    nun denn, nachdem sie wieder mal die anrede vergessen haben, zitiere ich meinen vorredner:
    Das absichtliche Fehlenlassen von Gruß- und Anredeformeln widerspricht jeglicher Form von sozialem Anstand.
    bitte nehmen sie sich das in zukunft zu herzen. Frank Reich hat schließlich gesprochen.
    adventgruß W.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  8. #8
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    Es geht nicht um Selbstbeweihräucherung, sondern um echtes Erlebnis!
    Liebe Adventsgrüße!
    H. H. Karg

  9. #9
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    nun,
    werter dokter,
    die weihnacht hat das beweihräuchern schon in namen. wandeln sie daher friedfertig. es ist durchaus nicht nötig, jedes enkelchen publizierend zu verversen, und wenn, dann ist das ein familieninternum. wenn ich ihr enkel wäre - oder einer ihre söhne -, ich wollte vieles von dem, das sie kund tun, nicht öffentlich lesen, geschätzter dichterfreund.
    den rest des planeten, darauf wies Festival in seiner satirischen art hin, interessiert es auch nicht, ob irgendwelche enkel von irgendwelchen grellen lichtern in großen städten evtl. verführt werden (ach du jemineh!), weil die säumigen kinder diese nicht dem oppa überlassen, damit dieser schatten werfe auf die grellen lichter. und beherzigen sie den harschen hinweis Frank Reichs:
    Das absichtliche Fehlenlassen von Gruß- und Anredeformeln widerspricht jeglicher Form von sozialem Anstand.
    es stünde ihrem kategorischen imperativ gut zu gesicht.
    adventsgruß W.
    Geändert von Walther (17.12.2018 um 12:09 Uhr)
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  10. #10
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    Herr Karg, Herr Dr. Karg !!!

    V4S2 - Wo grelle Lichter sie verführen

    Der Rest ist schwer in Ordnung.
    Es steht jedem frei mir zu widersprechen.

  11. #11
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    Hallo Frank Reich,
    immerhin benutze ich bei der Anrede des Poeten H.H Karg - wie es sich geziemt - den höchsten akademischen Titel in deutschen Landen. Da er Namensbestandteil und rechtmäßig erworben ist, solltest Du beim Weglassen des Doktortitels nicht mit der Etkettenkeule kommen.
    Ich spekuliere nicht über Dr. Kargs Familienverhältnisse, sondern nehme gelassen hin, dass Dr. Karg sich nicht hinter einem LitIch versteckt, sondern
    dass es ihm (Zitat Dr. Karg) "um echtes Erlebnis" geht.
    "auf Kommentare von Usern zu antworten, die nur den Autoren ansprechen" (Zitat aus Deinem Beitrag), zu solchen verdammenswerten Gestalten gehöre ich nicht. Was Du, lieber Frank Reich, darfst, erlaube ich mir ohne Dich zu fragen.
    Mein "spammiger" Kommentar beschäftigt sich mit dem Gedicht Dr. Kargs. Er wird ihn überleben, wie er Dutzende andere von mir überlebt hat.
    Dein pädagogischer Impetus ist lobenswert, in meinem Fall aber verschleuderte Energie.
    Mit freundlichem Gruß,
    Festival
    Geändert von Festival (18.12.2018 um 21:56 Uhr)

  12. #12
    Frank Reich ist offline Stranger in a strange land
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    Hallo Walther,

    warum lässt Du nicht einfach das große Weisheits-"W" dem kleinen "alter" vorangestellt sein und freust Dich nicht, dass es überhaupt noch etwas Weißes zu schütteln gibt. Die vierte Dichterdimension sollte Dir das eigentlich erlauben, aber dazu muss man manchmal bereit sein, solch unmoderne Sachen wie den unnötigen Buchstaben hinterm "t", dem Altar der Jugend zu opfern. Dann lädt das übriggebliebene, sich in den Gedanken spiegelnde, "Ha-Ha" erneut zum fröhlichen Schmunzeln ein. One, two - don't worry, be happy!

    So jetzt hab ich, wie Du, um den heißen Brei geredet und wem sich das Wort gewandt windet, der kann die Debatten geschickt in jedwede Richtung lenken und, nach Belieben, jemanden herunterreden oder wahlweise in den Himmel loben, indem er sich an eigenen Bildinterpretationen und Wortspielen ergötzt. Darum ging es mir in meiner Nebenkritik an Festivals Kommentar eigentlich. Im von mir angeführten Kommentar, spekuliert Festival, anhand eines Gedichtes, auf boshafte Weise über des Doktors persönliche Familienverhältnisse um seiner bereits tausendfach ausgedrückten Aversion gegen Herrn Kargs Schreibstil unlauteren Nachdruck zu verleihen und tritt dabei in eine moralische Abseitsfalle, weil solch persönliche Anspielungen einfach zu weit gehen - Punkt

    LG
    Frank Reich


    Hallo Festival,

    ich denke, Dr. Karg hat Dir in seinem Gedicht genug grammatischen und dichtertechnischen Grundstoff geliefert, um Deinen lyrikkritischen Zahn daran auf seriöse und glaubwürdige Weise zu schärfen - auch Du verschleuderst bisweilen Deine Energie indem Du sie vom Positiven ins Negative verkehrst.

    LG
    Frank Reich
    Geändert von Frank Reich (18.12.2018 um 08:12 Uhr)

  13. #13
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    Zitat Zitat von Frank Reich Beitrag anzeigen
    ... One, two - don't worry, be happy!

    So jetzt hab ich, wie Du, um den heißen Brei geredet und wem sich das Wort gewandt windet, der kann die Debatten geschickt in jedwede Richtung lenken und, nach Belieben, jemanden herunterreden oder wahlweise in den Himmel loben, indem er sich an eigenen Bildinterpretationen und Wortspielen ergötzt.
    liebstes Frankreich,
    das drechselhandwerk sollte man allerdings beherrschen. am ende geht es, wenn man schon verschlimmbessert, darum, daß man, wie das verb vorne bereits erahnen lassen könnte, dieweil es die richtige reihenfolge anzeigte, die vorlage nicht noch verschlimmert. genau selbiges ist dir fulminant gelungen, dieses dem freundlichen betrachter unter die weihnachtsdickmacher zu schummeln, war die aufgabe, die bravourös gelöst wurde.
    ich nahm mir dann noch die dichterische freiheit, über das weis/ßmachen in schönster hinsicht zu elaborieren, damit der schnee der erkenntnis in deinen werten nacken rieseln möge, dort ein wohliges erschrecken hervorrufen und den denkprozeß in gang setzen, dessen es bereits vor deinem, ähem, doppelversuch von dichtung und maßregelung bedurft hätte. war nichts, setzen, sechs, würde der lehrer in unserem geschätzes dokter sagen, liebes Frankreich, worauf du dich, gelb gewestet, mit Président de la Republique, Macron, seit an seit niederlassen könntest.
    aber nein! er muß nochmal die Champs-Élysées abbrennen, das liebe Frankreich!
    nun denn. dein tun sei frei. aber nicht frei erleblicher Komik, liebes Frankreich!
    gut unterhalten adventsgrüßt

    der W., der sich nicht nur umstände halber mit "h" schreibt
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  14. #14
    Frank Reich ist offline Stranger in a strange land
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    Hallo Walther,

    Als in Frankreich als Gelbweste abgestempelter und in Bayern als Gelbfüssler gemobbter baden-württembergischer Schwabe, sehe ich vielleicht bald rot und erwäge deshalb ernsthaft, Exil in der angrenzenden neutralen Schweiz zu finden. Das hätte den poetischen Nebeneffekt, dass sich dort die Lyriknoten "sechs" definitv in sehr gute Zensuren verwandeln würden. Anstatt vor Scham, zusammen mit Herrn Dr. Karg, in einem "Yellow Submarine" im weiten Meer der Gedichteforen zu versinken, setzte ich mich dann sehr wohl, goldgewestet, mit oder ohne Macron - als Wonnenkönig - auf den goldenen Thron der Worte, im Elysium meines Luftschlosses. Du darfst von mir aus auch weiterhin, stehend, Realpoetik beschreiben.

    gelbflammige Adventsgrüße meinerseits

    Frank Reich
    Geändert von Frank Reich (21.12.2018 um 09:38 Uhr)

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