Thema: Frohsinn

  1. #1
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    Frohsinn

    Mein schönes Fest war fast perfekt
    an meinem Platz steht noch ein Sekt
    Die Nacht ist da, ganz lau und still
    das ist genau was ich jetzt will
    geh weit ins Stoppelfeld hinaus
    und zieh mir meine Sachen aus
    streck meine Arme weit nach oben
    hab so den Mond vorbeigeschoben
    Der Wind streicht sacht mir übern Po
    die Freiheit macht mich lebensfroh
    viel tausend Sterne tummeln sich
    ein kleiner blinkt allein für mich
    Ich werf ihm viele Küsse zu
    und leg mich dann im Stroh zur Ruh
    Geändert von Heinz Geigelath (22.12.2018 um 13:53 Uhr) Grund: Reime verbessert mit Hilfe von Dabschi
    silbern ist mein Haar nicht grau

  2. #2
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    Lb. Heinz,

    eine schöne Phantasiegeschichte. Die ersten 6 Zeilen im Paarreim xXxXxXxX. Schade das Du diese Metrik nicht weiter beibehältst.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Lieber Heinz G.,
    der Hans, der kanns - oder auch nicht!

    Mein schönes Fest war fast perfekt......................xXxXxXxX
    an meinem Platz steht noch ein Sekt...................xXxXxXxX
    Die Nacht ist da, ganz lau und still......................xXxXxXxX
    das ist genau, was ich jetzt will..........................xXxXxXxX.....genau, was
    geh weit ins Stoppelfeld hinaus..........................xXxXxXxX
    und zieh mir meine Sachen aus..........................xXxXxXxX
    streck meine Arme weit nach oben.....................xXxXxXxXx
    hab so den Mond vorbeigeschoben.....................xXxXxXxXx
    Der Wind streicht sacht mir übern Po..................xXxXxXxX.....Po/los Reim verunglückt
    Die Freiheit scheint mir grenzenlos.....................xXxXxXxX
    tausend Sterne schaun auf mich........................XxXxXxX...Trochäen (viel Tausend...) xXxX....
    und ein ganz kleiner blinkt für mich....................xXxXxXxX
    Ich werf ihn viele Küsse zu................................xXxXxXxX......ihm
    und leg mich dann im Stroh zur ruh...................xXxXxXxX......Ruh

    Der eine trochäische Vers lässt sich leicht ausbügeln.
    Deine Interpunktionsabstinenz bei den Versenden toleriere ich ja, aber mittendrin sorgt so ein Komma für Klarheit.

    Wie könnte eine reimtechnische Lösung für die beiden Vers aussehen?

    "Der Wind streicht sacht mir übern Po
    Die Freiheit scheint mir grenzenlos"............???

    Übern nackten Po streicht sanft der Wind
    Die Freiheit ist des Arsches liebstes Kind

    oder

    Der Wind umfächelt sanft den nackten Steiß
    selbst mei Arsch vom Wert der Freiheit weiß

    Lieber Hans,
    der Heinz hat (bis auf einen leicht zu ändernden Vers ("tausend Sterne schaun auf mich" = XxXxXxX) saubere Jamben produziert. Nebenbei: Sieben Paarreime (bis auf einen "verunglückten) mit einfachen Reimen - das soll mal ein Anfänger dem Heinz gleich tun.
    Was soll also Deine (falsche) Bemerkung: "Schade das Du diese Metrik nicht weiter beibehältst". Was haben die Reime mit der Metrik zu tun?
    Wenn man keine Ahnung hat (oder zu wenig), sollte man sich vor solchen Behauptungen schlau machen oder, a la Nuhr, "einfach mal ...!"

    Gruß,
    Festival

  4. #4
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    Hallo Hans, ich danke für die Anerkennung und Hinweise. Wer ist schon perfekt. Ich konnte mich in diese Stimmung zum Ende eines Erntefestes gut reinversetzen und erinnerte mich an das abgemähte Kornfeld vor meinem Vaterhaus. Man geht nachts 100 oder auch mehr Meter hinein und ist völlig der Zivilisation entkommen. Mond und Sterne sind jetzt deine Kumpane, die alles akzeptieren dass dir einfällt zu tun. Und diesen angeschwipsten und seeligen Zustand habe ich hier einfach mal so fliessen lassen.
    Danke auch Heinz, deine Berichtigung war wichtig. Ich weiß garnicht warum sich immer wieder so unnötige Fehler einschleichen. Nur den grenzenlosen Po muß ich so lassen. Hier ist mir die stimmige Aussage wichtiger als der stimmige Reim.

    Ich wünsch euch was, wir lesen uns
    Heinz

    Heinz, ich hätte da noch eine Frage zu "ein ganz kleiner blinkt..." der Kleine bezieht sich auf die Sterne , ist das jetzt ein Adjektiv oder ein Hauptwort weil ' ein ' davor steht ? Also ein ganz Kleiner blinkt ...
    Geändert von Heinz Geigelath (20.12.2018 um 22:55 Uhr)
    silbern ist mein Haar nicht grau

  5. #5
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    Lb. Heinz Geigelath,

    im Folgenden habe ich die Grammatik (Zeichensetzung) verbessert. Dazu noch zwei Vorschläge wegen dem verunglückten Reim und dem doppelten
    "mich".
    Mein schönes Fest war fast perfekt.
    An meinem Platz steht noch ein Sekt.
    Die Nacht ist da, ganz lau und still,
    das ist genau, was ich jetzt will.
    Geh weit ins Stoppelfeld hinaus
    und zieh mir meine Sachen aus.
    Streck meine Arme weit nach oben.
    Hab so den Mond vorbeigeschoben.
    Der Wind streicht sacht mir übern Po.
    Die Freiheit scheint mir grenzenlos.----Vorschlag--So macht die Freiheit mich auch froh.l
    Viel tausend Sterne schaun auf mich----für den nächsten Vorschlag einen Punkt
    und ein ganz kleiner blinkt für mich.---Vorschlag--Nur ein ganz kleiner schämte sich.
    Ich werf ihm viele Küsse zu
    und leg mich dann im Stroh zur Ruh.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (21.12.2018 um 15:08 Uhr)
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  6. #6
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    Lieber Hans Plonka
    Indem du Satzzeichen setzest, erbringst du keinerlei Beitrag zur Grammatik dieses Textes. Du könntest einen solchen leisten, wenn du mit Hilfe von Zeichensetzung dem Leser verborgene syntaktische Strukturen offenlegtest. Davon bist du aber weit entfernt. Also was soll diese "Verbesserung", bitte? Gelangweilt grüsst
    KP

  7. #7
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    Lb. kaspar praetorius,

    Deine Ausführungen habe ich leider nicht verstanden.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  8. #8
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    Lb. Hans Plonka
    Grammatik existiert auch ohne Satzzeichen. Mit Satzzeichen kann man die strukturellen Verbindungen der Wörter und Satzteile klarer aufzeigen. In den wenigsten Fällen ist dies nötig. Auch in diesem obigen Text nicht.
    KP

  9. #9
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    Hallo Hans,
    ganz langsam buchstabieren: Interpunktion = Satzzeichen, Grammatik = siehe Kaspar, Hybris = siehe Wikipedia.
    Gruß,
    Heinz

  10. #10
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    Lb. kaspar,

    bisher habe ich immer gedacht Satzzeichen müssten gesetzt werden und dann wenn eins fehlt wäre es ein Fehler. Dass es auch anders sein kann ist mir neu. Danke für die Aufklärung.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  11. #11
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    aber kein Grammatikfehler.
    F.

  12. #12
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    Lieber Heinz,

    unvoreingenommen der vorherigen Kommentatoren möchte ich Dein Gedicht, welches ich sehr gerne gelesen habe, weil es auf mich sehr positiv und lebensfroh wirkt, kommentieren:

    Mein schönes Fest war fast perfekt
    an meinem Platz steht noch ein Sekt
    Die Nacht ist da, ganz lau und still
    das ist genau was ich jetzt will
    geh weit ins Stoppelfeld hinaus
    und zieh mir meine Sachen aus
    streck meine Arme weit nach oben
    hab so den Mond vorbeigeschoben

    Bis hier her halte ich es im jambischen Versmaß für sehr sauber.

    Ab hier wird es etwas holprig:

    Der Wind streicht sacht mir übern Po
    Die Freiheit scheint mir grenzenlos
    viel tausend Sterne schaun auf mich
    und ein ganz kleiner blinkt für mich
    Ich werf ihm viele Küsse zu
    und leg mich dann im Stroh zur Ruh

    Was hältst Du von:

    Der Wind streicht sacht mir übern Po
    Ich spüre Freiheit und bin froh
    viel tausend Sterne tummeln sich
    ein kleiner blinkt allein für mich
    Ich werf ihm viele Küsse zu
    und leg mich dann im Stroh zur Ruh

    Du magst keine Satzzeichen – deshalb setzte ich sie auch nicht.

    Liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  13. #13
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    Hi Dabschi, Danke deine verbesserten Reime kann ich sofort so übernehmen. Ich mag Satzzeichen. In Briefen und bei meinen Gutachten komme ich garnicht ohne aus. Jedoch ist es oft fraglich ob ein Gedicht welche braucht. Ein Gedicht ist kein Aufsatz. Wenn also die Reime oder die Enden der Verse die Betonung bereits vorgeben, sind Satzzeichen völlig überflüssig. Man kann mit zuviel Zeichengebung ein Gedicht und dessen Aura zerstören. Manchmal setzt sich eine einzige Zeile aus zwei Kernen zusammen, hier ist ein Komma notwendig um sie überhaupt flüssig lesbar zu machen. Auch bei wechselnder wörtlicher Rede sind Zeichen unerlässlich. Nach vielen sachlichen Belehrungen und Kritiken sind mir doch viele Regeln wieder eingefallen, gleichzeitig habe ich aber gemerkt das diese nicht immer angewandt werden sollten (Ein Gedicht ist kein Aufsatz !!!)

    Danke dir für deine konstruktive und fantasievolle Unterstützung
    Heinz
    Geändert von Heinz Geigelath (22.12.2018 um 19:43 Uhr)
    silbern ist mein Haar nicht grau

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