Thema: Der Moment

  1. #1
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    Der Moment

    So schnell wie ein Moment kommt,
    so schnell geht er auch wieder.
    Ihn nicht zu nutzen
    könnte ein Fehler sein,
    aber das weiß man nicht.
    Ich habe den Moment nicht genutzt.
    Nun bist du fort
    und mir bleibt nur die Erinnerung an dich.

  2. #2
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    Hallo Lunalise,

    deshalb ist es ja auch der Moment. Von "nicht nutzen" würde ich in diesem Fall nicht reden...weil der vermeintliche Nutzen erst im Nachhinein und im Kontext anfängt im Kopf zu existieren. Die wehmütige Erinnerung ist nur deshalb da...weil sich nach diesem Moment nichts anderes...nichts besseres ergeben hat. Und es gehören ja nicht selten zwei dazu - hat ja auch seine Gründe warum der/die andere diesen Moment nicht als Chance begreifen konnte/wollte.

    Gruß, A.D.

    ps. gibt unter dem gleichnamigen Titel ein klasse Lied von Rosenstolz....das in etwa so beginnt: Wo ich war, das weiß ich heut nicht mehr genau, weiß nur eines Tages warst du hier...
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    Jetzt nicht mehr genau ist das Zitat. Aber sie singt von was ganz anderem.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Natürlich singt sie von etwas anderem...das sich um den Moment herum abspielt...aber da ist ja auch relativ egal - ein Moment...den wir als solchen wahrnehmen...ist zwangsläufig ein besonderer Moment...wie dieser dann für den Einzelnen aussieht oder aussehen kann...das ist "nur" die Geschichte dahinter..
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #5
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    @Lunalise



    Grüße. Ich sehe eine Episode, sie kann ruhig mehrere Tage, Wochen alt gewesen sein. Oder auch nur paar Minuten. Mit „Moment“, kann man mehrere unterschiedliche Zeiteinheiten definieren. (Auf ein Menschenleben bezogen)

    Das Ergebnis bleibt sowieso negativ, da, die Entwicklung, das Fort folgen, wurde ignoriert, Punkt aus.
    Aber Erinnerungen lassen sich schlecht löschen, wenn ihr Inhalt, egal ob negativ, oder positiv, uns beeindruckt hat.

    Tschüss,

    simpler Text doch mit Tragweite.

  6. #6
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    Naja wenigstens hast du den Moment erkannt und die Erinnerung lebt in diesem Gedicht das weiter was in dem Nichtnutzen verloren ging und irgendwann ist dann der Drang da den Moment nicht verstreichen zu lassen stärker als die Kraft die ihn unberührbar macht.
    Der Roman: "Verballistik"
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  7. #7
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    ich komme nochmal zu deinem gedicht zurück um meiner kritik taten folgen zu lassen

    der eigentliche knackpunkt (der deinem text die glaubwürdigkeit nimmt)

    ist

    aber das weiß man nicht
    durch das allgemeine "man" distanziert sich das ly-i von seinen eigenen gedanken

    so schnell er kommt
    geht er auch wieder
    ihn zu verpassen
    kann ein fehler sein
    ich weiß es nicht
    habe den moment
    habe dich -

    ziehen lassen

    nun bist du fort
    und mir bleibt einzig
    die erinnerung



    gruß, a.d.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  8. #8
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    Zitat Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
    i

    so schnell er kommt
    geht er auch wieder
    ihn zu verpassen
    kann ein fehler sein
    ich weiß es nicht

    habe den moment
    habe dich -
    ziehen lassen
    nun bist du fort
    und mir bleibt einzig
    die erinnerung



    gruß, a.d.
    Grüße,

    AD, Lunalise


    ja, ich denke der Text hat was gewonnen, obwohl ich die Logik von AD nicht ganz teile, (Das Zögerliche, ängstliche, gleichgültige??)
    Nur, die besagte Stelle wäre eine "Pause" im Handlungsfilm .

  9. #9
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    hallo hortsgrosse2

    die pause schafft eine zweite ebene...denn:

    so schnell er kommt
    geht er auch wieder
    ihn zu verpassen
    kann ein fehler sein
    ich weiß es nicht
    habe den moment
    habe dich -



    bis hierher ist eine andere geschichte - die genau das gegenteil erzählt. erst durch die worte nach der pause kommt die eigentliche zum vorschein. man könnte es auch andersrum erzählen. es gibt nicht den...sondern viele momente im leben - und wenn ich den einen "verpasse"...schaffe ich vielleicht gerade daurch raum für einen andere...

    gruß, a.d.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  10. #10
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    @AD

    Zitat:

    So schnell wie ein Moment kommt,
    so schnell geht er auch wieder.
    A:Bis hierher nur eine Feststellung

    Ihn nicht zu nutzen
    könnte ein Fehler sein,
    A: eine Mutmaßung, der tausend Möglichkeiten
    ,

    aber das weiß man nicht.
    A: das logische trockene Urteil

    Ich habe den Moment nicht genutzt.
    Nun bist du fort
    und mir bleibt nur die Erinnerung an dich.

    A: Die Konsequenz

    Return:

    Was mich eigentlich mehr beschäftigte, ist die zeitliche Dauer des Momentes.
    Da gehen die Ansichten der Leser weit auseinander. Bei dir vermutlich nur paar Sekunden, bei mir ist dieser „Moment“ tragreicher. Monate vermutlich. Wobei ich aber auch komplett daneben liegen kann.

    Wir werden sehen.

  11. #11
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    Hallo Lunalise, schön! Das Gute ist zu mächtig. Beste Grüße, Zärtlichkeit
    Geändert von Zärtlichkeit (18.08.2019 um 12:42 Uhr)

  12. #12
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    Was mich eigentlich mehr beschäftigte, ist die zeitliche Dauer des Momentes.
    Da gehen die Ansichten der Leser weit auseinander. Bei dir vermutlich nur paar Sekunden, bei mir ist dieser „Moment“ tragreicher. Monate vermutlich. Wobei ich aber auch komplett daneben liegen kann.
    Mit "tragreicher" beantwortest Du dir die Frage selbst - der Moment trägt (beschäftigt) dich über Monate (wirkt nach), aber der Moment selbst umfasst nur ein paar Sekunden (Augenblick). Deshalb auch mein Hinweis auf den Rosenstolz Text - er fängt mit dem Moment (aber eines Tages warst du hier) an...um dann zu beschreiben was dieser Moment auslöste (hast mein Leben völlig auf den Kopf gestellt)

    Den Moment zeichnet wohl aus, dass man ihn nicht herbeiführen kann - er aus dem Nichts kommt und sich vielleicht auch wieder im Nichts verliert. Dennoch kann er alle Zeit überdauern. Vielleicht war eine langjährige Beziehung unterm Strich eine weniger gute Zeit und dennoch bleibt dir jener Moment...in dem sich einst zwei Blicke begegneten...für immer im Herzen.
    Geändert von AndereDimension (06.01.2019 um 05:37 Uhr)
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  13. #13
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    Zitat Zitat von Lunalise Beitrag anzeigen
    Ich habe den Moment nicht genutzt.
    Nun bist du fort
    und mir bleibt nur die Erinnerung an dich.

    @AD


    Einspruch. Hier steht "Erinnerung".
    da ich der Meinung bin, um Erinnerungen aufzubauen, braucht es schon etwas Zeit mehr.

    Ansonsten würde es heißen:
    Nun bist du fort
    und mir bleiben nur die Bilder von dir.


    tschüss.


    Nachtrag:

    Aber ich vermute auch, das sie nur den kurzen, fiktiven Moment gemeint hatte. Ich hatte beim Lesen dieses Textes eine "Begebenheit" im Kopf, vermutlich habe ich mich davon etwas leiten lassen. Egal, alles nur Wörter.
    Geändert von horstgrosse2 (06.01.2019 um 09:44 Uhr)

  14. #14
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    Weder noch sie meint das sich Herbeiqualifizierende um es überhaupt so nennen zu können. Und sie erlebt das als schnell weil manche Sachen wie Bedauern eher langsam und mit weniger Aufwand den Verlust der Chance aus dem Moment etwas längeres zu machen erst solche Gedanken zulassen. Ansonsten bräuchten wir gar nicht drüber reden, als käme es mal wieder so den Weg entlang als hätten wir es schon zur Genüge analysiert bevor es überhaupt war.
    Der Roman: "Verballistik"
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  15. #15
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    Hallo Terrorist, hast Du deine Wörter gewürfelt...bzw. gibt es einen Code...mit dem man sie in eine sinnvolle Reihenfolge bringen kann? Ich glaube ich benötige da so etwas in der Art von Enigma
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

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