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Thema: Grammatik

  1. #1
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    Grammatik

    angeregt durch Hans Plonkas Verständnis von "Grammatik" im Faden
    https://www.gedichte.com/showthread.php/212894-Frohsinn



    ich habe es ausprobiert und meinem enkel die milchflasche verweigert wenn er nicht nach seiner forderung mämäm ein ausrufezeichen schrie er aber zeigte sich unverständig und antwortete auf chinesisch was mir etwelche probleme bereitete eigentlich wollte ich auf dieselbe tour durchsetzen dass er nomen gross sagt aber ich fürchte er könnte dann verhungern
    Geändert von kaspar praetorius (01.01.2019 um 09:26 Uhr) Grund: Arkadier

  2. #2
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    Hi,

    ich bin mir nicht sicher, was du damit demonstrieren möchtest. Doch dieser morphologische Rotzfaden von Text erzeugt beim ersten mal Lesen Atemprobleme. Strukturen sind wichtig; ich denke darum ist es dir gegangen... doch das Ansinnen ist i-wie zu trivial.

    VG
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  3. #3
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    auch hi,

    ich glaube, es ging dir im gegenteil eher darum dass strukturen nicht so wichtig sind. egal, so oder so, trivial dein Ansinnen oder nicht: dieser "Rotzfaden" (*grins*) hat mich zum Lachen gebracht. und das ist auch was wert.

    LG

  4. #4
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    Na ja, er will vll das Gegenteil ausdrücken, doch übersieht er, dass Interpunktion gesprochen auch stattfindet; durch Sprechpausen, Mimik, Gestik, Hebungen und Senkungen. Gesprochenes ist nicht gleich Geschriebenes. Die Interpunktion soll diese Sprachwerkzeuge ersetzen.
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    Henry van Dyke

  5. #5
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    ich möchte lediglich endlich verhindern, dass in einem forum, in dem man sich mit sprache beschäftigt, struktur/grammatik gleichgesetzt wird mit Zeichensetzung. sprache gibt es, egal ob ein sprechender mimik und gestik dazugibt. das ist nur mayo und ketchup auf den pommes. pommes gibt es aus der syntax, dem zusammenfügen von sinnträgern. mimik und gestik gibt es auch bei hunden. aber nur affen (also wir z.b.) können sinnträger sinnvoll kombinieren. das hat sich in der evolution als nicht geringer vorteil erwiesen. würde ein hund seinem bellen oder winseln ein Satzzeichen anfügen, würde er damit nicht wirklich viel gewinnen.
    und ach ja, lachen darf man hier, ohne ausrufezeichen, ohne punkt und komma.
    kp

  6. #6
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    Okay, als Überspitzung kann man´s stehen lassen, doch es sollte sich auf die Lyrik reduzieren, da hier auch andere Werkzeuge benutzt werden, wie Zeilenumbruch oder metrische Zäsuren. In bspw Prosa ist es eine Katastrophe; Leg mal so einen Text in einer Lesung vor. Der Vorleser stammelt wie ein 1.-Klässler.
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    Henry van Dyke

  7. #7
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    Dein Beispiel mit dem Satzzeichen bellenden Hund hinkt mMn. Arkadier meint doch "ersetzen" nicht "gleichsetzen". Ein Hund muss, wenn er was von uns haben will, zwischen den Waus Pausen machen, abwarten, ob der Mensch reagiert. Diese Pausen werden im Geschriebenen duch Satzzeichen ersetzt. Oder man kann auch statt ersetzt dargestellt sagen.

  8. #8
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    Genau das ist es. Es findet eine Interaktion zwischen Waldi und Herrchen statt. Die gibt´s zwischen Leser und Autor nicht.
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    Henry van Dyke

  9. #9
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    Ich habe wenig bis keine Erfahrung mit Lesungen.
    Wenn aber der Vorleser ein kleines bisschen Zeit seiner Entwicklung mit der deutschen Sprache zugebracht hat, wird er den obigen Text ohne grosses Gestammel wiedergeben können.
    Gerne gebe ich ihm jedoch Satzzeichen als Leitplanken und Fixpunkte. Nur soll mir das keiner mit Grammatik verwechseln.
    kp



    Was Waldi betrifft:
    Ist der Leser mein Herrchen und bin ich sein Wauwau, dann kann es dennoch sein, dass wir dieselben sprachlichen Wurzeln haben. Dann wird er obigen Text auch ohne Satzzeichen lesen können und fehlerfrei verstehen.
    Ich stelle mir Arkadier als Dichterleser vor, wie er seine Gedichte während des Vortragens laufend umarbeitet, je nach Räusoern und Husten im Publikum... Wau!
    KP
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  10. #10
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    In diesem Zusammenhang würde es mich sehr interessieren (Waldorfschüler, klärt mich auf!), ob man Punkte, Kommata, Semikola usw. auch tanzen kann.
    Hallo Arkadier Kaspars interpunktionsfreie Satz macht Dir Atemprobleme und das stimmt mich bedenklich denn nichts ist wichtiger beim Sprechen Lachen oder Singen die zuvor eingeatmete Luft und wenn Du einmal mit einer hier nicht genannten userin telefonieren würdest die ohne Atemschöpfen zehn Minuten reden kann verstündest Du den Grund für meine Besorgnis.
    Liebe Grüße,
    Festival

  11. #11
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    Das hat was sehr sperriges, als ob man sich etwas modelliert ohne ein Modell zu brauchen. Sehe auch die mir eigene Logik den Fehler durchzuziehen der als richtig erkannt werden soll. Trotz allem was man deswegen nicht braucht. Oder eben aus unerfindlichen Gründen wie Verhungern zu tolerieren hat. Wertigkeit des Todes dann auch noch angesprochen.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  12. #12
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    Bei einer Lesung funktioniert es nicht, auch mit Erfahrung. Das fehlerfrei betonte Vorlesen ist immer ein flüssiges Aufnehmen von Wortgruppen mit dem Schielen auf bspw Satzenden. Man nimmt dabei Struktur auf, die über das gerade gelesene Wort weit hinweggeht, wenn Lesefluss und Betonung gelingen soll. Die Rekombinierung ohne Interpunktion stellte eine starke Überforderung für den Vorleser dar.



    Hallo Heinz,

    die Atemprobleme sind natürlich eine ironische Überspitzung; Tod vor einem Textwerk- lustig. Aber danke für die Besorgnis!

    VG Uwe
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  13. #13
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    Ist der Leser mein Herrchen und bin ich sein Wauwau, dann kann es dennoch sein, dass wir dieselben sprachlichen Wurzeln haben. Dann wird er obigen Text auch ohne Satzzeichen lesen können und fehlerfrei verstehen.
    Ich stelle mir Arkadier als Dichterleser vor, wie er seine Gedichte während des Vortragens laufend umarbeitet, je nach Räusoern und Husten im Publikum... Wau!
    Ja, darum geht es. Rezitieren von Gedichten ist aufgrund der Struktur eine andere Nummer. Gedichte sind leichter fassbar und vorher erprobbar, wogegen der Vorleser von Prosatexten meist relativ ungeübt in die Zeilen geht. Dafür braucht er die Leitplanken. Um deine Aussage auf die Lyrik zu beziehen, hätte als Thema auch ein lyrische Darstellung kommen müssen.

    VG Uwe
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    Henry van Dyke

  14. #14
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    Die Wälder wären sehr still, wenn nur jene Vögel sängen, die Punkt und Komma kacken.

    Oder: Es gäbe weltweit weniger Schönes zu lesen, wenn nur jene Autoren geschrieben hätten, welche Satzzeichen zur Grammatik zählen.

    KP

  15. #15
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    Okay, musst ja nicht gleich den Zugang dicht machen und persönlich bzgl meiner Signatur werden. Übrigens bestreite ich nicht deinen letzten Satz, denn auf den Zusammenhang zur Überschrift bin ich gar nicht eingegangen. Zudem habe ich dein Abspecken für die Gedichte gutgeheißen.
    Auch der Kaspar kommt ins Stocken, wenn er solchen Text als unbekannt laut, flüssig, betont und von größerer Zeichenzahl lesen müsste. Deine Intention bzgl Lyrik kann ich nachvollziehen, bzgl Prosa ist diese Generalisierung einfach unsinnig.

    Warum eine Mindestanforderung an Kommunikation von dir generell zum qualitativen Nonplusultra erklärt wird ( Der Säugling, der Hund wäre wohl verhungert) erschließt sich mir überhaupt nicht. Die Kommunikation mit dem Säugling ist erschwert, weil er sie auf dem Niveau der Eltern nicht beherrschen kann. Was ist daran vorteilhaft?

    Ps. Sarkasmus verbirgt nicht selten eine Schwäche.

    VG Uwe
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

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