1. #1
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    merk nichts davon

    -

    merk nichts davon


    Vor Joe’s Bratwurststand; gönnte mir ne dicke fette;
    eingelummt in einem Brötchen, umrum ne Serviette.

    Noch ein umsonst_Senftütchen aus der Pappschale,
    stehn auf diesen mini Glasscheibentheken einladend.

    Pure Gewohnheit [ schmunzelte ]

    Endlich, mampf und beißrein ... genießen kommt von Nuss, äquidistant.

    Ein abschließendes Wisch Wisch, [ immer die gleiche Herausforderung ]
    Zerknautsch und Senftütchen flutsch-elegant in den Maulkorb, ging gut.

    Dachte kurz, schon interessant dreht sich die Erde um sich selbst, fliegt

    um die Sonne und ich merk nichts davon.


    -
    Streichholz am Docht, Vorsicht ...

  2. #2
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    Gerade mal alles Bratwurst was doch so schön hätte sein können? Und dieses Senftütchen wäre dann irgendein Zauberzeugs das uns würzen tut was nach Erdrotation noch nicht interessant genug ist damits bei dem um die Sonne sich eine rotierende Spuren bleiben.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Hallo Dochtel,

    ja wo befindet sich jedermann just in dem Moment, als er sich wundert, dass er nicht von der Scheibe fliegt?
    Zum Beispiel am Bratwurststand.

    Die Verbindung herzustellen zwischen dieser banalen Alltagszene und dem Großen Unfassbaren finde ich sehr gelungen.

    Oft werde ich nicht schlau aus deinen Texten und die Zeichensetzung (z. B. Unterstriche) gibt mir manchmal Rätsel auf, ebenso die Wahl der Worte. Manchmal sind es bei dir ja mehr Laute als Worte, die ich aber wiederum meist als sehr stimmig zur jeweiligen Szene empfinde.

    Über den Teil dieser Zeile rätselte ich wieder, ohne Ergebnis:

    ...genießen kommt von Nuss, aquidistant.


    Und hier:

    ... und Senftütchen flutsch-elegant in den Maulkorb, ging gut

    Heißt: erst Wurst, dann wischwisch, dann Senf hinterher? Solo? Also Trennkost?

    Das eingelummte Würstchen gefällt mir sehr gut.
    Die Athmosphäre an so einem Bratwurststand wurde hier - für meinen Geschmack - 1A wiedergegeben

    Festtagsgrüßchen
    Richmodis

  4. #4
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    Lb. Dochtel,

    der Verzehr einer Bratwurst wird zum Ritual und zeitweiligen Lebensinhalt. Hierbei bemerkt das LI jedoch den zeitweiligen, subjektiven als Teil eines größeren Geschehens, das seiner Betrachtung entzogen ist. Ein Versuch der Erkenntnis von Unsichtbarem.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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