Thema: Vakuum

  1. #1
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    Vakuum

    Guten Tag!
    Ich glaube, dass mein Beitrag eher ein Entspannungstext ist. Ich kann ihn keiner Kategorie zuordnen. Vielleicht könnt ihr mir helfen ein Gedicht daraus zu machen?

    Vakuum


    Sie wacht auf und gähnt
    Ihr schwarzes Haar steht im Kontrast zur Umgebung
    Wind gibt es hier nicht, genau wie das Rauschen von Wasser
    Alles was sie wahrnimmt ist ein leichter Geruch von Vanille und Popcorn
    Sie streckt sich und es knistert unter ihr
    Sie dreht den Kopf nach links und nach rechts und alles was ihre Augen sehen hat die Farbe von Popcorn und Vanilleblüten
    Ein tiefer Atemzug und sie macht Pause

    Während sie aufsteht knistert es leicht
    Der Grund gibt ein wenig nach
    Sie trägt keine Tasche nur ein weißes Kleid
    Sie setzt einen Fuß vor den anderen und der Boden gibt nach
    Hinter ihr geht er wieder auf
    Er besteht fast nur aus Luft

    Sie wird weitergehen und Hügel um Hügel aus luftigem Popcorn vorfinden
    Der Himmel ist rosa, ihre Haare schwarz
    Sie wird keinen Wind hören und auch kein Wasser

    Bald wird sie sich wieder schlafenlegen und es wird knistern, wenn sie sich hinlegt
    Geändert von Notos (31.12.2018 um 13:44 Uhr)

  2. #2
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    Danke für deine Antwort. Vielleicht habe ich eine komische Vorstellung von Entspannung ��.Du hast recht. Der V ist überflüssig. Ich wünsche dir einen guten Rutsch!

  3. #3
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    Hallo Notos

    Vielleicht könnt ihr mir helfen ein Gedicht daraus zu machen?
    Deine Bescheidenheit macht dich sympathisch...auch...oder vielleicht gerade weil ich selbst ein Kind des Größenwahns bin.

    Dieser Größenwahn hilft mir aber dabei mir anzumaßen dir zu zeigen wie man Alltagssprache in Poesie verwandelt. Ich werde mich aber nicht dem ganzen Text widmen...sondern versuchen dir dabei zu helfen einen Anfang zu finden:

    Sie wacht auf und gähnt
    Ihr schwarzes Haar steht im Kontrast zur Umgebung
    Wind gibt es hier nicht, genau wie das Rauschen von Wasser
    Alles was sie wahrnimmt ist ein leichter Geruch von Vanille und Popcorn
    Sie streckt sich und es knistert unter ihr
    Sie dreht den Kopf nach links und nach rechts und alles was ihre Augen sehen hat die Farbe von Popcorn und Vanilleblüten
    Ein tiefer Atemzug und sie macht Pause
    Im Prinzip erzählst Du...was du vor deinem geistigen Auge siehst - als würdest Du es einem Kumpel berichten.

    Es geht jetzt erst mal darum die entscheidenden Fragmente herauszufiltern...sie lyrisch zu verpacken...um dann nochmal nachzusehen was noch so alles vonnöten...von Bedeutung sein könnte.

    Fangen wir also ganz vorne an

    Sie wacht auf
    klingt das poetisch? Nein!

    Sie erwacht

    klingt das poetisch? Ja!

    Also beginnt dein Text mit

    Sie erwacht.....

    Ist das Gähnen von Bedeutung? Nein, denn wohl 98% der Menschheit wacht so oder ähnlich auf.

    weiter gehts...

    Alles was sie wahrnimmt ist ein leichter Geruch von Vanille und Popcorn
    Ist das von Bedeutung? Aber sicher! Klingt das poetisch?Nein! Woran liegt das? Das liegt an "alles", an "wahrnimmt" und an "Geruch"

    Jetzt gilt es zwei Fliegen mit einer Klappe zu schagen...das heißt zum einen diese Zeile mit dem Erwachen zu verbinden (alles dazischen ist von untergeordneter Bedeutung/kann nachrangig eingearbeitet werden -wenn denn überhaupt)

    Und das sieht so aus:

    Sie erwacht in einem Potpourri von Popcorn und Vanille

    statt Potpourri ginge auch Duft, aber Potpurri ist deshalb besser...weil es die Komposition aus verschiedenen Düften bildlich mit aufnimmt...und nicht nur das Ergebnis. Es ist ein Begriff aus der Musik - und steht als solcher jedem Gedicht gut zu Gesicht...denn gute Lyrik wird nicht geschrieben...sondern komponiert. Und was wir da machen ist nichts anderes als Noten zu schreiben und Harmonien zu erarbeiten.

    Das sollte schon reichen...um dir zu zeigen mit welcher Inspiration man an einen solchen Text herangehen sollte. Wenn Du den Anfang hinbekommst, dann kommt alles andere wie von alleine. Der Einstieg in ein Gedicht ist auch meistens schon die halbe Miete. Hier werden auch die meisten "Fehler" gemacht.

    Um dir zu zeigen wie Du weiterverfahren kannst:

    Jetzt kommt all das...was zwischen diesen herausgefilterten Zeilen steht/stand auf den Prüfstand. Und das ist....

    Ihr schwarzes Haar steht im Kontrast zur Umgebung
    Wind gibt es hier nicht, genau wie das Rauschen von Wasser
    Kann/soll man das verwenden? Ja!...aber:
    steht im Kontrast zur Umgebung
    lyrisch? Nie und nimmer!

    sondern?

    das Schwarz ungezähmter Haare durchbricht die farblose Stillle der Landschaft

    Ich habe jetzt bewusst überzogen...denn gekürzt ist schnell. Beim obigen Beispiel hast Du den Kontrast (schwarz/farblos) auf dem Papier...ohne ihn explit zu erwähnen. Wer Adjektive nicht mag...der kann sie (mit einer kleinen Satzumstellung) hier ersatzlos streichen...ohne dass seine Aussage an Gewicht verliert.

    ihre schwarzen Haare durchbrechen die Stille der Landschaft

    noch poetischer...wenn dir durchbrechen durch "bricht mit" ersetzen.

    ihr schwarzes Haar bricht mit der Stille der Landschaft

    auch daran lässt sich noch arbeiten und feilen - die Möglichkeiten sind schier unendlich

    ...doch bin ich für heute am Ende, aber auch voller Zuversicht...dass Du mit meinen Worten etwas anfangen kannst

    In diesem Sinne: viel Erfolg und Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  4. #4
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    Der Dichter pisst.
    Klingt das poetisch? Nein!
    Der Dichter bepisst sich.
    Klingt das poetisch? Ja!!!
    KP
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
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  5. #5
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    Hallo Andere Dimension,

    danke für deine ausführliche und hilfreiche Antwort. Mein ernsthaftes Interesse an Lyrik kam bei mir jetzt erst mit dem Alter (33). Ich habe einfach immer soviele Bilder im Kopf und brauche diverse Ventile um sie rauszulassen. Sonst platzt mein Kopf und ich bin nicht ich selbst. Ich werde deine Ratschläge beim nächsten Text berücksichtigen.

    P.S.: Die meisten meiner Freunde sind größenwahnsinnig.

  6. #6
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    Zitat kp

    Der Dichter pisst.
    Klingt das poetisch? Nein!
    Der Dichter bepisst sich.
    Klingt das poetisch? Ja!!!
    KP
    Ich weiß nicht was deine Motivation ist nahezu jeden Faden...an dem ich in irgend einer Form beteiligt bin...mit Nonsens oder Spam zuzumüllen. Was ich aber weiß...ist...dass du dir damit keinen Gefallen tust und von mir maximal mein Bedauern erntest. Ich würde das auch einfach ignorieren...ginge es hier nur um mich - aber du machst das in einem Faden...wo ein "Neuling" um ernsthafte Unterstützung bittet. Da solltest du dich zunächst nur mal schämen...um dich dann anschließend selbst zu hinterfragen.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #7
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    Hallo AnDi
    Ich weiss nicht,was dich motiviert, deinen Schabernack mit unschuldigen Neulingen zu treiben, indem du ihnen solchen Schwachsinn
    vorsetzt.
    Hingegen glaube ich zu erkennen, was dich veranlasst, dich selbst als grössenwahnsinnig zu bezeichnen - wie anders könnte man es denn nennen, wenn einer solchen Quark als "Unterstützung" ausgibt?
    O wie ich mich schäme!
    KP
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  8. #8
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    Oh.
    Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so spannend ist. Ihr habt anscheinend öfter solche Probleme.

  9. #9
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    Im Moment genau hier.
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    Hallo zusammen!

    Also sry, aber ich persönlich finde den Kommentar aus der anderen Dimension auch hilfreich. Vor allem an dieser Stelle.
    Notos bittet ja auch darum, ihm zu helfen aus den "Bildern" ein Gedicht zu machen. Und wenn man mit dem Schreiben ganz am Anfang steht.. und vielleicht auch vorher nicht viel mit Lyrik am Hut hatte (wie ich), oder nicht viele Gedichte gelesen hat, dann kann es schon helfen, wenn man ein paar Beispiele dafür bekommt, wie Wörter evtl. besser klingen könnten.

    Ich finde übrigens auch, dass zumindest hier im Arbeitszimmer etwas mehr Kommentare kommen könnten. Eigentlich überall. Es sind ja einige Gedichte komplett ohne Kommentare.. und ein Feedback wird sich wohl jeder erhoffen, wenn er hier was teilt. Vor allem, wenn man sich verbessern möchte.

    Zum Gedicht selbst:

    Ich persönlich denke, es sind zwar schöne Bilder, aber irgendwie fehlt mir zum Teil eine schöne Verbindung. Ich hab mal eine Variante gemacht und versucht, alles einzubauen.. gefällt mir zwar auch noch nicht so ganz.. aber ja.. hab jetzt leider auch nicht ewig Zeit. Soll ja auch nur zur Inspiration dienen. Die Reihenfolge habe ich etwas geändert.. weil ich es z.B. gut fand, wenn sie den Atemzug macht, nachdem sie den Geruch wahrgenommen hat.

    Müde gähnend erwacht sie aus ihrem Schlaf.
    Es weht kein Wind und es rauscht kein Wasser - Stille.
    Ein Duft aus Popcorn und Vanill liegt in der Luft.
    Jeden Atemzug genießend, blickt sie sich um.
    Farben aus Popcorn und Vanilleblüten zieren die Umgebung,
    nur durchbrochen vom Schwarz ihres Haars.
    Sie steht auf.

    Leichtes Knistern durchbricht die Stille.
    Sie trägt keine Tasche, sie trägt nur ein weißes Kleid.
    Luftiger Boden federt bei jedem ihrer Schritte.
    Ein Popcornhügel nach dem anderen ziert ihren Weg.
    Der Himmel ist rosa, ihre Haare schwarz.
    Sie wird keinen Wind und kein Wasser hören,
    und wenn sie sich schlafen legt,
    wird es wieder knistern.

    ---------

    Ansonsten.. kam ja aus der anderen Dimension schon eine gute Erklärung dazu, wie man manche Dinge anders formulieren kann und mit Worten spielt. Solch schöne Worte wie in seinen Beispielen zu finden.. ist dann sicher zum Teil einfach Übung. Da müssen wir 2 wohl fleissig "Vokabeln" lernen und mit Form und Zeiten spielen.. und Lyrik von anderen lesen

    LG, Lightning
    Geändert von Lightning (04.01.2019 um 11:25 Uhr)
    Des langen Tages Arbeitslohn
    ist die Nacht - ich schlafe schon.

  10. #10
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    Hallo Kaspar,

    wenn Du mit ADs Kommentar nicht einverstanden bist, kannst Du gerne sachlich auf einzelne Punkte eingehen, aber bitte unterfüttere Deine Kritik mit Argumenten, statt nur dazwischen zu quaken!

    LG Claudi

  11. #11
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    Hallo Lightning,

    ich bedanke mich auch für deine Antwort. Das gefällt mir so auch schon ziemlich gut. Mir ist auch aufgefallen, dass das Feedback für die meisten Texte ziemlich rar gesät ist. Obwohl immer viele User online sind.

  12. #12
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    Hallo Claudi
    Ich suchte in Kommentar Nr.4 nach Argumenten, fand aber keine. Was kann man da tun?
    KP
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  13. #13
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    Zitat Zitat von Notos Beitrag anzeigen
    Guten Tag!
    Ich glaube, dass mein Beitrag eher ein Entspannungstext ist. Ich kann ihn keiner Kategorie zuordnen. Vielleicht könnt ihr mir helfen ein Gedicht daraus zu machen?

    Vakuum


    Sie wacht auf und gähnt
    Ihr schwarzes Haar steht im Kontrast zur Umgebung
    Wind gibt es hier nicht, genau wie das Rauschen von Wasser
    Alles was sie wahrnimmt ist ein leichter Geruch von Vanille und Popcorn
    Sie streckt sich und es knistert unter ihr
    Sie dreht den Kopf nach links und nach rechts und alles was ihre Augen sehen hat die Farbe von Popcorn und Vanilleblüten
    Ein tiefer Atemzug und sie macht Pause

    Während sie aufsteht knistert es leicht
    Der Grund gibt ein wenig nach
    Sie trägt keine Tasche nur ein weißes Kleid
    Sie setzt einen Fuß vor den anderen und der Boden gibt nach
    Hinter ihr geht er wieder auf
    Er besteht fast nur aus Luft

    Sie wird weitergehen und Hügel um Hügel aus luftigem Popcorn vorfinden
    Der Himmel ist rosa, ihre Haare schwarz
    Sie wird keinen Wind hören und auch kein Wasser

    Bald wird sie sich wieder schlafenlegen und es wird knistern, wenn sie sich hinlegt
    Hallo Notos,

    Willkommen! Dein Text ist interessant. Einen Art Traumsequenz. Wenn man von Popcornhügeln träumt,
    war man vielleicht am Abend noch im Kino (?) Das Knistern könnte auch darauf hinweisen, dass das LI mit
    einer Popcorntüte im Bett eingeschlafen ist.

    Du hast dich ja bis jetzt noch nicht geäußert, wie du schreiben willst. Ich nehme nicht an, dass daraus ein gereimtes Gedicht werden soll, oder? Ich sehe das eher als lyrische Prosa. Adis Vorschläge gehen in Richtung neoromantisch-pseudolyrischer Kitsch; davon würde ich abraten. Ich dachte zuerst auch, er mache einen Scherz; also wie kaspar.

    Dann wären wir aber schon bei wichtigsten Punkt: Dem Umgang mit Sprache an sich. Man sollte mit der Sprache einigermaßen sorgsam umgehen und nicht glauben, dass ein Text lyrisch ist, nur weil da völlig verdrehte Sätze stehen oder aufgehübscht, sinnfreie wie "das Schwarz ungezähmter Haare durchbricht die farblose Stille der Landschaft", also das ganze Zitat lautet so:

    Zitat Zitat von AndereDimension
    das Schwarz ungezähmter Haare durchbricht die farblose Stillle der Landschaft

    Ich habe jetzt bewusst überzogen...denn gekürzt ist schnell. Beim obigen Beispiel hast Du den Kontrast (schwarz/farblos) auf dem Papier...ohne ihn explit zu erwähnen. Wer Adjektive nicht mag...der kann sie (mit einer kleinen Satzumstellung) hier ersatzlos streichen...ohne dass seine Aussage an Gewicht verliert.

    ihre schwarzen Haare durchbrechen die Stille der Landschaft

    noch poetischer...wenn dir durchbrechen durch "bricht mit" ersetzen.

    ihr schwarzes Haar bricht mit der Stille der Landschaft

    auch daran lässt sich noch arbeiten und feilen - die Möglichkeiten sind schier unendlich
    Lightnings Vorschlagstext ist mir persönlich auch zu überladen, vor allem mit Adjektiven und Adverbien.

    Allerdings darf der Satzbau schon ein bisschen aufgelöst und gestrafft (Weglassungen) werden, sodass es nicht klingt wie ein Grundschüleraufsatz mit Kürzestsätzen, also immer brav Subjekt Prädikat Objekt und ein paar Beiwörter.

    Ich würde deinen Text einfach ein bisschen straffen, obwohl ich hier die Wiederholung von diesem skurrilen Popcorn und Vanille-Thema durchaus übertreiben würde, davon lebt dieses Ding irgendwie und das ist das eigentlich Originelle daran. Wenn ich mir diese Geruchsmischung vorstelle wird mit schlecht. ("Potourri oder Duft" können daher nach meinem (Geruchs)empfinden in diesem Kontext nur ironisch gebraucht werden.)

    Aber dein Text bewertet nicht, sondern erzählt einfach, wie einen Traum eben, der keine besonderen Emotionen auslöst, über den man sich nach dem Aufwachen wundert oder man wundert sich nicht, weil man eben auf einer Tüte von Popcorn eingeschlafen ist. Also ich versuche es einmal, dir meine Vorstellung näher zu bringen. Ich möchte dir das natürlich nicht aufdrängen (also abgesehen davon, dass ich jetzt im Moment noch gar nicht weiß, was ich schreiben werde), sondern ich finde es selbst spannend zu lesen, wie sich andere diesen Text vorstellen. Es wäre schön, wenn da noch ein paar Dichter und User ihre Versionen einstellen könnten.

    Vakuum

    Sie wacht auf und gähnt
    streckt sich
    unter ihr knistert es
    Es riecht nach Vanille und Popcorn
    Sonst ist da nichts
    Kein Wind zu hören, kein Rauschen
    kein Regen

    Dreht sie den Kopf nach links: Popcorn
    nach rechts: überall Popcorn
    Popcorn und Vanilleblüten
    und schwarzes Haar als Kontrast
    Sie atmet tief, dann

    steht sie auf. Es knistert
    und der Boden gibt nach
    Vorsichtig, einen Fuß vor den anderen setzend
    geht sie
    sinkt ein
    der Boden hebt sich wieder
    Hügel um Hügel
    luftiges Popcornland

    Vanillehimmel
    Schwarzes Haar
    Zum weißen Kleid trägt sie keine Tasche
    Noch immer kein Wind, kein Regen zu hören

    Es knistert
    als sie sich wieder hinlegt


    Das ist es also geworden. Hat Spaß gemacht. Ist wirklich ein verrücktes Dings.

    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (05.01.2019 um 11:25 Uhr) Grund: Adi aus Beitrag #4 richtig zitiert

  14. #14
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    Hallo zusammen!
    Danke, dass ihr so ausführlich auf meinen Text eingegangen seid. Ich habe jetzt viele Eindrücke bekommen und werde sie jetzt erstmal sacken lassen. Ich arbeite gerade zum ersten Mal seit meiner Kindheit an einem Text der sich reimt. Wenn dieser fertig ist, werde ich mich wieder hier im Arbeitszimmer melden. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß.

  15. #15
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    Hey Notos, wenn ich mich nun auch noch einmische, dann nicht, weil ich deinen letzten Beitrag überlesen habe. Ich finds aber toll, dass es hier mal so eine richtige Werkstatt geworden ist mit deinem Text. Und weil es draussen so Schmuddelwetter ist und ich einfach Zeit hatte, erlaube ich mir, auch noch einen Versuch zu starten - sehr minimalistisch zugegeben. Z7 "konvergenz" ist nicht so gut, ich suchte ein Antonym zu "kontrast" und dies war das einzige einigermassen passende. LG gugol

    vakuum

    ein heller morgen
    ihr schwarzes haar im kontrast dazu
    ein knistern als sie sich regt
    und ein duft nach
    XXXpopcorn und vanilleblüten
    unter ihr, über ihr, um sie herum
    ihr weisses kleid in konvergenz dazu
    sie wandert wie auf wolken aus
    XXXpopcorn und vanilleblüten
    knistern bei jedem schritt
    und als sie sich schlafen legt
    Geändert von Gugol (05.01.2019 um 17:33 Uhr)

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