1. #1
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    vom gehen und kommen

    wenn schatten und dämmerung ums sanftere schwarz streiten
    hakst du dich bei mir unter und wir verlassen die dunkelkammer
    belichten unsere silhouetten unter den bögen der straßenlampen

    angekommen am kopfbahnhof unserer emotionen wählen wir
    den nachtzug nach florenz buchen einen platz am fenster so erhält
    der abschied ein bewegtes begleitszenario mit winkendem ende

    wie bestellt fallen schneeschnipsel vom himmel und ich stecke
    das taschentuch wieder weg genug getrauert ab sofort steht
    die leuchtanzeige auf ankunft auch wenn sie noch fern schimmert

  2. #2
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    hallo perrry,

    so ganz habe ich es nicht verstanden, von wem hier abschied genommen wird,
    wenn doch beide den zug besteigen (wählen wir den nachtzug nach florenz ...)

    oder steigt nur einer ein, dann müsste es aber "wähle ich" heißen (?).

    "begleitszenario mit winkendem ende", finde ich zynisch.
    soll das so sein? der zynismus passt wohl, wenn ein liebespaar metaphorisch
    am "kopfbahnhof" angekommen ist; "unserer emotionen" ist mir hier zu erklärend.

    auch das "fern schimmert" mag mir nicht so ganz gefallen. wo das li gerade erst aufgebrochen ist, kann
    es noch keine leuchtanzeige im ankunftbahnhof schimmern sehen, auch wenn das alles nur metaphorisch
    gemeint sein sollte, ist dieses bild me nicht ganz stimmig, also ingesamt geht mir das zu schnell in strophe 3,
    ich vermute das trauen war nur aufgesetzt(?).

    aber das ist natürlich jammern auf hohem niveau.

    leben gruß
    albaa







    Zitat Zitat von Perry Beitrag anzeigen
    wenn schatten und dämmerung ums sanftere schwarz streiten
    hakst du dich bei mir unter und wir verlassen die dunkelkammer
    belichten unsere silhouetten unter den bögen der straßenlampen

    angekommen am kopfbahnhof unserer emotionen wählen wir
    den nachtzug nach florenz buchen einen platz am fenster so erhält
    der abschied ein bewegtes begleitszenario mit winkendem ende

    wie bestellt fallen schneeschnipsel vom himmel und ich stecke
    das taschentuch wieder weg genug getrauert ab sofort steht
    die leuchtanzeige auf ankunft auch wenn sie noch fern schimmert

  3. #3
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    Hallo albaa,
    danke fürs "Jammern auf hohem Niveau", denn auch dafür poste ich meine Texte in Foren, um ein konstruktives Feedback zu erhalten.
    Das LI bringt das LD zum Zug und winkt ihm zum Abschied zu, soweit der Plot. Bilder wie "dunkelkammer und kopfbahnhof der emotionen" sind Metaphern für die innere Befindlichkeit, die im Kontrast zu den äußerlichen Klischees wie "Nachtzug nach Florenz" und das Wink-Szenario stehen.
    Mal sehen, was ich von deinen Anregungen umsetzen kann.
    LG
    Perry

    Neue Fassung:

    vom gehen und kommen

    wenn schatten und dämmerung ums sanftere schwarz streiten
    hakst du dich bei mir unter und wir verlassen die dunkelkammer
    belichten unsere silhouetten unter den bögen der straßenlampen

    angekommen am kopfbahnhof unserer emotionen nimmst du
    den nachtzug nach florenz buchst einen platz am fenster so erhält
    der abschied eine bewegte begleitkulisse mit winkendem ende

    wie bestellt fallen schneeschnipsel vom himmel und ich stecke
    das taschentuch wieder ein genug getrauert bald steht die anzeige
    wieder auf ankunft und das zuglicht kommt schimmernd näher
    Geändert von Perry (02.01.2019 um 17:39 Uhr)

  4. #4
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    oh, es geht um eine trennung auf zeit mit der hoffnung auf wiederversöhnung!? viell dann "ein zuglicht" und statt "trauern", was nach endgültigkeit klingt, noch was anderes, wie wärs mit "genug tränen
    /selbstmitleid/drama" oder was ist es wirklich?

    lieben gruß
    albaa

  5. #5
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    Hallo albaa,
    ja "genug tränen" ist besser, denn es ist ja niemand gestorben. , "Das zuglicht" möchte ich behalten, denn es ist ja ein bestimmter Zug gemeint.
    LG
    Perry

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