1. #1
    Registriert seit
    Aug 2010
    Beiträge
    5.855

    Lebensbestände?


    Lebensbestände?

    Wieder die Erde zugemüllt
    Mit tausend Feuerwerken,
    Die eigene Mächtigkeit gestillt
    Auf Meeren, Flüssen, Bergen,

    Die Städte hell und vollbeschallt,
    Erobert so Natur und Welt
    Und mit menschlicher Urgewalt
    Raketen aufgestellt,

    Straßen, Dächer, Rasenflächen
    Mit Böllerhülsen zugeschüttet,
    Mit Feinstaub, Gasen zum Erbrechen,
    Wodurch mancher Tierleib zerrüttet

    Mit Lärm, Licht, viel Konsum,
    Um Endlichkeiten zu entfliehen,
    Wo Vieles liegt als Last herum –
    Trotz aller Menschen Mühen.

    Hat uns das von der Not befreit,
    Vom Tod uns zu entfernen,
    Wenn feuerwerkend wir weltweit
    Uns mit Böllern besternen?


    ©Hans Hartmut Karg
    2019

    *

  2. #2
    Registriert seit
    Jun 2009
    Beiträge
    2.378
    Hallo Dr. Karg,

    das ist z.Zt. der allgemeine Tenor...das Böllern zu verbieten - so wie der Diesel schon verboten wurde und wie in Zukunft das Furzen unter Strafe gestellt wird. Mir selbst sind die Raketen Wurst, habe seit Jahren schon keine mehr abgefeuert...aber ich käme deshalb niemals auf die Idee das anderen verbieten zu wollen - begrüße es aber...wenn immer mehr freiwillig darauf verzichten. Es ist einfacher etwas zu verbieten...als die Menschen zum Umdenken zu bewegen - aber das Umdenken ist viel nachhaltiger. Schon die Tatsache, dass es an jeder Ecke einen KIK-Laden gibt und die Supermarktregale voll von billigem Schweinefleisch sind...zeigt...dass das Verbot nicht überall anwendbar ist...man deshalb den Hebel ganz woanders ansetzen muss. Geistige Ersatzangebote ohne polemische Einlassungen wären z.B. eine Möglichkeit...

    Ansonsten:

    Die Städte hell und vollbeschallt,
    Erobert so Natur und Welt
    Und mit menschlicher Urgewalt
    Raketen aufgestellt,
    solche Passagen machen es mir schwer dich für die Ausarbeitung und Gestaltung deiner Gedanken zu feiern

    Alles Gute für dich im Jahr 2019!

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
    Registriert seit
    Aug 2010
    Beiträge
    5.855
    Liebe AndereDimension,
    schon in der Antike Griechenlands war eines der Ziele das STREBEN NACH GLÜCKSELIGKEIT. Man wusste schon damals: Das GUTE LEBEN kann man nur haben, wenn man das ÜBERLEBEN sichert. Nichts anderes will ich mit meinen Umweltgedichten erreichen: Die Sensibilisierung für die Bewahrung der Schöpfung, ohne die unsere Existenz nicht möglich bleiben kann.
    Danke für die guten Neujahrswünsche, die ich gern erwidere!
    LG H. H. Karg

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden