1. #1
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    auf deine weise

    du schreibst ungezwungen und scherst dich wenig um formen
    andere nennen dich neo stur du folgst deiner spur
    sie schlagen dich auf und zu du reimst weiter frei juhu

    du pflanzt gerne kreuz und quer vermeidest lange reihen
    sie heißen dich anti irr du erntest wie du säst wirr
    drohen sie mit hagel sturm bist du wendig wie ein wurm

    du zeigst gefühle pur und liebst ohne jedes tabu
    sie halten dich für nüchtern verderbt dir ist das egal
    schicken sie feuer und tod ist deine hautfarbe bunt

  2. #2
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    Lb. Perry,

    es ist eine interessante Feststellung, die auch als Kritik aufgefasst werden könnte. Dabei entsteht der Anschein, dass die Aussage auch auf die Schreibweise Deines Gedichtes zutrifft.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Hallo Hans,
    in den Text sind tatsächlich auch einige meiner langjährigen Forenerfahrungen eingeflossen, letztlich soll es aber eine Lanze für den Freigeist der Lyrik als Kunstform sein.
    Danke fürs genaue Hineinspüren und LG
    Perry

  4. #4
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    Hallo Perry,

    Dein Text macht mich wirklich nachdenklich, oder genau genommen, unsicher: Ich habe diese Leichtigkeit - den Anfängergeist (shoshin im Zen), dieses Frei-von-der-Leber-weg, "neo stur" schreiben, schon lange verloren, und nun kritisiere ich Texte von "Anfängern", was soll das eigentlich!? Was maße ich mir an! Kann ich überhaupt noch eine/n "neo stur" erkennen, der/die wirklich gut ist? der läuft jede Kritik in Foren (auch meine) nur darauf hinaus, nach dem Selbstergänzungsprinzip Einheitsbreischreiber (der einen oder anderen Art) und ebensolche Kommentatoren zu akzeptieren und damit zu rekrutieren und die anderen kalt (kommentarlos) sterben zu lassen, bis sie freiwillig gehen?

    Nun ja, du gehörst ja bereits zu den Etablierten und schreibst konsequent deine 3 X 3-Vers-Texte - ziemlich "stur" also, aber nun halt etabliert und nicht mehr "neo" .


    Gern gelesen!

    Lieben Gruß
    albaa

  5. #5
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    Hallo albaa,
    der "Freigeist" des LI im Text beschränkt sich ja nicht auf das Schreiben von Lyrik allein, sondern betrifft auch andere Lebensbereiche.
    Natürlich ist in der ersten Strophen auch etwas von meinen Forenerfahrungen eingeflossen, aber ich denke, das hat weniger mit der Textarbeit, als mit der Sichtweise zur Lyrik als Kunstform der jeweiligen Protagonisten zu tun.
    Danke fürs Hineinspüren und LG
    Perry

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