Seite 2 von 2 Erste 12

Thema: Hust!

  1. #16
    Registriert seit
    Aug 2009
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    1.629
    Hi Albaa und Kaspar,

    mir dämmert gerade, dass wir evtl. komplett aneinander vorbei reden, wenn wir von Daktylen sprechen. Ihr meint anscheinend die Sinneinheiten, während ich von den Versfüßen sprach (die ich ja auch extra schön eingezeichnet habe).

    LG Claudi
    com zeit - com .com

  2. #17
    Registriert seit
    Jan 2011
    Ort
    schweiz/bw
    Beiträge
    8.759
    guten morgen

    Murmeltier und Unterland wären absolut kein Problem, wenn ich eine kasparsche "Zeitmessung der deutschen sprache" in den Bibliotheken stehen hätte. (Die wäre wohl stark unter dem Einfluss des schweizerischen Ohrs, welche den Stress auf der ersten Silbe, wie ihn uns der Hochdeutsche vormacht, nicht kennt).

    Würde man jeden "sinntragenden Wortteil" (albaa) als metrisch schwer gewichten, könnte man wörter wie "Haustür" oder "Handschlag" oder "Blattschuss" nie mehr in alternierenden versen (sagt man so?) gebrauchen, sofern man das Versmass nicht absichtlich frei gestalten will. eben das gilt auch für das "nach der" in voss' vers.

    sobald ich begriffen habe, wo ich am "kern" der sache vorbeiziehe bzw. mich ihm entziehe, melde ich mich wieder zu wort.
    bis dahin grosses dankeschönst an euch beide für euer Interesse an meiner filibusterei, die nie als solche gedacht war.
    KP

  3. #18
    Registriert seit
    Aug 2009
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    1.629
    Guten Morgen,

    Murmeltier und Unterland sind auch ohne Kasparsche Zeitmessung weder im Hexameter, noch in der sapphischen Strophe ein Problem. Es gibt ja genügend trochäische Stellen, an denen sie wunderbar aufgehoben wären, nur halt nicht ausgerechnet im Daktylus. Im alternierenden Vers sind weder Murmeltier, noch Haustür ein Problem, weil ihnen da keine Doppelsenkung in die Quere kommt.

    LG Claudi
    com zeit - com .com

  4. #19
    Registriert seit
    Jun 2016
    Beiträge
    1.063
    Zitat Zitat von kaspar praetorius Beitrag anzeigen
    guten morgen


    Würde man jeden "sinntragenden Wortteil" (albaa) als metrisch schwer gewichten, könnte man wörter wie "Haustür" oder "Handschlag" oder "Blattschuss" nie mehr in alternierenden versen (sagt man so?) gebrauchen, sofern man das Versmass nicht absichtlich frei gestalten will. eben das gilt auch für das "nach der" in voss' vers.

    sobald ich begriffen habe, wo ich am "kern" der sache vorbeiziehe bzw. mich ihm entziehe, melde ich mich wieder zu wort.
    bis dahin grosses dankeschönst an euch beide für euer Interesse an meiner filibusterei, die nie als solche gedacht war.
    KP
    Lieber kaspar,

    Diskussionen über die "kaspersche Zeitmessung" verfolge ich nun schon seit einigen Jahren
    Am Anfang hatte ich noch keine Ahnung, worum es dabei geht. Mittlerweile habe ich schon mehr Ahnung von und Erfahrung mit dem Handwerk und muss über deine ... nun sagen wir: konsequent vertretenen metrischen Überzeugungen, wo ich manchmal das Gefühl habe, die stammen wirklich aus einem kasparesken Paralleluniversum, schmunzeln.

    Claudis Kommentar oben, kann ich nichts hinzufügen. Ich überlege nur, wo wir eigentlich wirklich aneinander vorbeireden? Du sagst:

    Murmeltier und Unterland wären absolut kein Problem, wenn ich eine kasparsche "Zeitmessung der deutschen sprache" in den Bibliotheken stehen hätte. (Die wäre wohl stark unter dem Einfluss des schweizerischen Ohrs, welche den Stress auf der ersten Silbe, wie ihn uns der Hochdeutsche vormacht, nicht kennt).
    - Hervorhebungen in den Zitaten sind von mir -




    Und dann - also frei vom Stress, dass unbedingt nur die erste Silbe zu betonen ist, wenn ich dich richtig verstanden habe - zwingst du ausgerechnet Murmeltier und Unterland (also XxX) in den Daktylus, also willst es so betont haben: Xxx und zwar sogar ohne dass es hier ein daktylisches Gewohnheitsmetrum gäbe, wo man solche Worte hie und da noch unterbringen könnte.

    Und du findest es ganz ok (im Gegensatz zu "nach dem" oder "auf der" bei Voss) in Doppelsenkungen, auch wenn in deiner Odenstrophe der Daktylus (also die Doppelsenkung) wandert und daher die Senkungssilben wirklich leicht sein sollten, damit die Abweichung vom alternierden Metrum auch wirklich deutlich erkennbar ist!? Du erzeugst dagegen mit deinem Murmeltier || schläft/irrt; Unterland || Narr-, durch die folgenden Hebungen und Eis||zapfen Zäsuren, wo gar keine hingehören!?

    Also, wenn du sagst, du hättest damit keine Probleme (also falls du damit meinst, wie du diese Worte in deiner Ode eingesetzt hast), dann ist das mE Unsinn; und ebenfalls, dass was du über "Haustür" und "Handschlag" und "Blutrausch" sagst, nicht nur jedes alternierende zweifüßige Versmaß ist dankbar für solche Spondeen (gegen das Leiern), sonder auch die Zweifüßer (Trochäen) bei Hexa/Penta oder das katalektischen Versende beim Hexa.

    Ich frage mich nur, ob das von dir bewusste Provokation ist (in diesem Fall gegen mich und Claudi gerichtet) oder ob du einfach nach all der langen Zeit immer noch nicht verstanden hast, vor allem nicht den Unterschied zwischen den Bewegungsversen und alternierenden Versmaßen?

    Bitte erklär mir noch, ob du oben in #11 Sinneinheiten gemeint hast (Claudi hat ja oben schon die Frage gestellt und ich hatte das auch so aufgefasst), wo du Stellen markiert hast, die nach deiner Meinung keine Daktylen sind?

    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (15.01.2019 um 20:25 Uhr)

  5. #20
    Registriert seit
    Jan 2011
    Ort
    schweiz/bw
    Beiträge
    8.759
    liebe(r) albaa
    ich habe nach all der zeit immer noch nicht verstanden.
    wozu sollte ich zwei menschen provozieren, welche mir so fern stehen? wenn ihr euch aufregt, krieg ich das ja nicht mal mit. also cool down please.
    danke für deine Erklärungen, ich werde versuchen, sie doch noch zu verstehen.
    kp

Seite 2 von 2 Erste 12

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden