Sein ist mehr als da sein

In seinem tiefen Selbstverständnis
Sucht der moderne Mensch nach Sinn.
Niemand will enden in Bedrängnis –
Am Ende ohne Seinsgewinn.

Ein jeder hat doch das Bedürfnis
Die Lebenszeit nicht zu verschwenden
Und frei gestaltet, mit viel Biss
Die eigenen Gaben anzuwenden.

Wer sich jedoch global verliert,
Weil er nur da und nicht im Sein,
Der wird auch medial verführt,
Bleibt im Gemüt einsam, allein.

Ins Sein rückt jene offene Seele,
Die nach dem Nächsten Ausschau hält:
Mitmenschlichkeit dort etwas zähle,
Wo Traum, wo Ziel und freie Welt.

Das Dasein wird zum Sein erst offen,
Wo es zum Menschen sich hinwendet.
Er darf auf gute Zukunft hoffen,
Wenn Mitgefühl Signale sendet.


©Hans Hartmut Karg
2019

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